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Abzug
Beim Abzug handelt es sich um eine Kontaktkopie, die zumeist in Form eines Papierbildes realisiert wird. Dieses Bild stellt das schlussendliche Produkt einer Fotografie dar. Die Grundlage des Abzuges bildet bei der analogen Fotografie ein Film, der entweder als Negativ oder als Dia vorliegt, bei der digitalen Fotografie werden Dateien verwendet. Der Abzug ist in der Regel eine mehrfache Vergrößerung der Vorlage, wobei die Seitenverhältnisse außer bei einer Ausschnittvergrößerung eingehalten werden.
Analoge Fotografie
Der Begriff der „analogen Fotografie“ beziehungsweise der „chemischen Fotografie“ ist recht neu, das Verfahren, das dieser Begriff bezeichnet, wird allerdings bereits seit mehr als 100 Jahren angewandt. Bei der analogen Fotografie handelt es sich um die ursprüngliche Form der Fotografie. Hierbei kommen lichtempfindliche Träger wie Fotoplatten oder Negativ-Filme zur Anwendung, auf denen eine chemische Reaktion bei Lichteinfall verursacht wird.

Nach der Aufnahme ist das Bild auf dem Trägermedium noch verborgen und wird erst mit der Entwicklung der Fotoplatte oder des Films mittels chemischer Reaktionen sichtbar gemacht. Erst danach liegt die Bildinformation unmittelbar vor. Ein weiteres, recht neues Verfahren zur Entwicklung der Bilder bei der analogen Fotografie ist der Umweg über die Digitalisierung. Hierbei werden die Bildinformationen gescannt und in digitaler Form bereitgestellt, die am Rechner weiterverarbeitet und gedruckt werden können.

Der Vorteil des analogen Verfahrens ist, dass theoretisch jeder beliebige Zwischenwert dargestellt werden kann und auf diese Weise sehr viele Helligkeitsabstufungen realisiert werden können. Der Nachteil liegt allerdings in der hohen Störungsanfälligkeit des Trägermediums oder in der Entwicklung der Bilder, bei der schnell Lichtfehler oder andere Missgeschicke die Qualität des Fotos trüben. Mit dem Aufkommen massentauglicher Digitalkameras wurde die analoge Kamera daher in den vergangenen Jahrzehnten verdrängt. Einige Hobbyfotografen blieben ihrer alten, analogen Kamera jedoch weiterhin treu, auch im Fotografiegewerbe hat die Analogkamera durchaus einen wichtigen Platz. In den letzten Jahren erfährt das analoge Verfahren darüber hinaus eine Renaissance, Künstler und Puristen wenden sich wieder zunehmend den Filmrollen zu.
Auflösung
Die Auflösung ist die Fähigkeit eines Sensors, eines Objektivs oder eines Trägermaterials wie ein Film,  auch kleinste Strukturen noch klar wiedergeben zu können. Theoretisch wird das Auflösungsvermögen durch verschiedene Testreihen ermittelt, in denen schwarz-weiße oder andere einfarbige Strichmuster verwendet werden. Für die Tests werden Filme mit Strichrastern belichtet, die eine immer geringere Frequenz aufweisen. Ein Mikrodensimeter soll die Unterschiede zwischen Film und Strichraster feststellen. Mit diesem Verfahren kann allerdings nur die Auflösungsqualität bezüglich Hell-Dunkel-Kontrast gemessen werden, keine Kontraste von vielfarbigen Strukturen.

Ein weiteres Problem mit diesen Tests stellt in der Praxis die Tatsache dar, dass weder Film, noch Objektiv oder Sensor bei ihren Auflösungsvermögen über eine ideale Grenze verfügen. Selbst bei Unschärfe oder Störungen werden im Strichraster noch Unterschiede wahrgenommen. Aus diesem Grund musste eine Toleranzgrenze für die Tests festgelegt werden, die tolerierbare Abweichungen einschließt. Doch auch hier konnte auf keine einheitlichen Standards zurückgegriffen werden.

Bei der Messung des Auflösungsvermögens von Sensor und Objektiv kann die Menge der Pixel herangezogen werden. Doch auch dies kann nur eine Orientierung darstellen, einen theoretischen Wert. Ein objektiver Wert kann hingegen auch hier nur mit einem differenzierten Messverfahren ermittelt werden, das es derzeit leider nicht gibt, da auch bislang keine einheitlichen Standards formuliert wurden und starke Schwankungen bei den einzelnen Messreihen entstehen können.
Aufnahme
Mit der Aufnahme wird einerseits das Anfertigen eines oder mehrerer Bilder bezeichnet, andererseits jedoch auch das Produkt der Fotografie, sei es nun ein Papierbild, ein digitales Bild oder das Filmnegativ. Theoretisch wird das Auflösungsvermögen durch verschiedene Testreihen ermittelt, in denen schwarz-weiße oder andere einfarbige Strichmuster verwendet werden. Für die Tests werden Filme mit Strichrastern belichtet, die eine immer geringere Frequenz aufweisen. Ein Mikrodensimeter soll die Unterschiede zwischen Film und Strichraster feststellen. Mit diesem Verfahren kann allerdings nur die Auflösungsqualität bezüglich Hell-Dunkel-Kontraste gemessen werden, keine Kontraste von vielfarbigen Strukturen.

Ein weiteres Problem mit diesen Tests stellt in der Praxis die Tatsache dar, dass weder Film, noch Objektiv oder Sensor bei ihren Auflösungsvermögen über eine ideale Grenze verfügen. Selbst bei Unschärfe oder Störungen werden im Strichraster noch Unterschiede wahrgenommen. Aus diesem Grund musste eine Toleranzgrenze für die Tests festgelegt, die tolerierbare Abweichungen einschließt. Doch auch hier konnte auf keine einheitlichen Standards zurückgegriffen werden.

Beim Aufnahmeprozess sind mehrere Parameter wie die Belichtungszeit oder das passende Objektiv entscheidend, da diese die endgültige Bildwirkung festlegen. Bei der analogen Fotografie kann nach der Aufnahme nur noch wenig daran geändert werden, bei der digitalen Fotografie stehen allerdings einige Werkzeuge zur Verfügung, das Bild nachträglich zu bearbeiten. Eine Fotografie ist immer die Aufnahme eines Momentes, wobei dieser Moment je nach Belichtungszeit unterschiedlich lang sein kann. Bei einer kurzen Belichtungszeit wird nur ein Augenblick festgehalten, mögliche Bewegungen, die zu dieser Zeit beispielsweise von Personen vorgenommen werden, sind auf diese Weise dekontextualisiert. Wird eine längere Belichtungszeit gewählt, eine sogenannte Langzeitbelichtung, können Bewegungen unscharf abgebildet werden, was einen dynamischen Effekt erzeugt.

Eine gelungene Aufnahme wird nicht nur durch die Wahl eines geeigneten Objektes, sondern auch von der passenden Perspektive bestimmt. Der Standort für eine Aufnahme sollte im Vorfeld gut überlegt sein, um wirklich alle Objekte auf dem Bild zu bannen, die zu dem Kontext der jeweiligen Aufnahme gehören. Ein Ausschnitt des Bildes kann im Nachhinein immer vorgenommen werden. Liegen jedoch Objekte, die den Kontext der Aufnahme mit bestimmen, außerhalb der Bildgrenzen, kann später in der Regel keine Korrektur mehr vorgenommen werden, die Aufnahme gilt je nach Grad der Dekontextualisierung als misslungen. Das Seitenverhältnis einer Aufnahme beträgt je nach Kameraausführung in der Regel 2:3 oder 3:4. Spezielle Kameras können jedoch auch erweiterte Aufnahmeformate aufweisen, auch mit sogenannten Masken oder Objektiven können erweiterte Seitenverhältnisse realisiert werden.
Auslöser
Ein Auslöser ist, kurz gesagt, eine Vorrichtung an einer Kamera, die eine Aufnahme startet. Diese Vorrichtung kann elektrisch, mechanisch oder in Ausnahmefällen auch pneumatisch betätigt werden. Die mechanische Variante besteht in der Regel aus einem Knopf oder einem Schalter, der bei Betätigung die weiteren Funktionen der Kamera in Gang setzt. Zum Auslösen der Aufnahme ist ein Benutzer der Kamera notwendig, eine automatische Auslösefunktion oder ein Selbstauslöser wie bei der elektrischen Variante ist nicht vorhanden.

Schon früh allerdings wurden mit dem Auslöser weitere Funktionen verbunden. Bei älteren mechanischen Kameras beispielsweise, die über einen Zentralverschluss verfügen, wird der Verschluss zusammen mit dem Auslöser gespannt. Der Auslöser bei moderneren elektrischen Kameras wie Spiegelreflexkameras wird hingegen in zwei Schritten betätigt. Bei einer Berührung des Auslösers oder einem leichten Druck auf den Knopf wird eine Auslöseverzögerung aktiviert und die Funktionen der Bildstabilisierung, der Belichtungsmessung sowie der Fokussierung werden aktiviert. Erst bei stärkerem Druck auf den Auslöser wird die eigentliche Aufnahme getätigt. Bei professionellen Kameras ist es zudem möglich, einen Fernauslöser zu installieren.
Autofokus
Lange Zeit musste an der Kamera die Schärfe des Objektes per Hand eingestellt werden. Der sogenannte Autofokus hingegen stellt automatisch die Scharfeinstellung zum anvisierten Objekt her. Der erste Autofokus kam Ende der 1970er Jahre in Deutschland auf den Markt, innerhalb nur eines Jahres wurde diese Funktion auch bei Amateurkameras zur Standardausstattung. Das zu fokussierende Objekt wird mittels Sensoren geortet, wobei je nach Qualität der Kamera derzeit bis zu 51 Sensoren vorhanden sein können. Beim passiven Autofokus registrieren die Sensoren das von dem zu fokussierenden Objekt reflektierte Licht. Beim aktiven Autofokus funktionieren die Sensoren jedoch auch bei völliger Dunkelheit. In diesem Fall arbeitet die Kamera zur Anvisierung des Objektes mit Ultraschall.

Derzeit werden drei verschiedene Autofokus-Varianten verwendet. Der sogenannte „Single Autofocus“, kurz AF.S, stellt einmalig den Fokus auf das gewünschte Objekt ein und behält die Einstellungen dann bis zur Aufnahme bei, egal ob sich das Objekt der Kamera nähert oder sich von ihr entfernt. Der „Continious Autofocus“ – AF.C – regelt die einmal getätigten Einstellungen nach, wenn sich das Objekt zwischen Scharfstellung und Aufnahme bewegt. Der AF.A, der „Automatic Autofocus“ handelt hingegen völlig autonom und entscheidet selbst, ob sich das zu fokussierenden Objekt bei der geplanten Aufnahme um ein unbewegliches Objekt handelt und daher der AF.S-Modus zur Scharfstellung geeigneter ist, oder ob es sich bewegt und daher besser der AF.C-Modus verwendet wird.

Eine Besonderheit beim Autofokus ist die sogenannte Autofokusfalle, die eine Kamera automatisch auslöst, wenn sich ein Objekt plötzlich im vorher festgelegten Fokusbereich befindet. Diese Funktion findet vor allem in der Sport- und Tierfotografie Anwendung.
Autozoom
Bei einem Zoomobjektiv handelt es sich um ein Objektiv, bei dem die Brennweite variabel eingestellt werden kann. Diese Einstellung wird über die Verschiebung von Linsenelementen im Objektiv realisiert. Beim manuellen Zoomen geschieht dies durch die Verdrehung oder Verschiebung von Ringen am Objektiv per Hand. Beim Autozoom übernehmen Servomotoren, die elektronisch per Knopfdruck angesteuert werden, die Verstellung der Linsen.

Die erste Autozoomfunktion brachte Minolta in den Xi-Kameras auf den Markt. Heute ist die Funktion weit verbreitet und vor allem in Kompaktkameras zu finden. Doch auch in großen und schweren Geräten, bei denen eine manuelle Einstellung des Zooms einen hohen Kraftaufwand erfordern würde, wird der Autozoom ebenso häufig verbaut wie in filigranen, komplexen Geräten, die durch eine längere manuelle Behandlung Schaden nehmen könnten. Auch ferngesteuerte Geräte wie Überwachungskameras verfügen über einen Autozoom. Die Autozoomfunktion hat ebenfalls Einfluss auf die Blitzfunktion, da die Ausleuchtungsreichweite des Blitzgerätes auf die Brennweite des Objektivs ausgerichtet werden muss.
Ausmalkalender
Bei einem Ausmalkalender handelt es sich um einen Kalender, der auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten ist. Wie der Name schon andeutet, handelt es dabei um ein Produkt mit zwei Funktionen. Zum einen erfüllt der Ausmalkalender die Kalenderfunktion, da er mit chronologischen Daten versehen wurde. Darüber hinaus werden diese Produkte mit verschiedenen Motiven bedruckt, die von Kindern koloriert werden können. Damit verbindet der Ausmalkalender Unterhaltung mit einem spielerischen Erlernen der Zeitrechnung. Zudem eignen sich die ausgemalten Kalender hervorragend als Geschenke für Verwandte.
Ägyptischer Kalender
Das alte Ägypten war eine fortschrittliche Zivilisation, die auf vielen wissenschaftlichen Gebieten zu Erkenntnissen gelangte, darunter auch der Astronomie, was zu einer komplexen Zeitrechnung führte. Der daraus hervorgegangene ägyptische Kalender basiert auf einem stellaren System. Die Grundlage des Kalendersystems als auch des einige Zeit später eingeführten Verwaltungskalenders stellt der Stern Sirius dar, dessen heliakischer Aufgang den altägyptischen Neujahrstag markiert. Damit ist der ägyptische Kalender unter den zahlreichen Kalendersystemen eine Besonderheit, da diese gewöhnlich nach der Beobachtung von Mond oder Sonne erstellt werden. Die zweite Grundlage bildet die jährlich Anfang Juni stattfindende Nilschwemme.
Aufteilung, Schalttage
Das Verwaltungsjahr der Altägypter war in 12 Monate unterteilt, von denen jeder 30 Tage aufwies. Die einzelnen Monate waren unterschiedlich strukturiert und bestanden aus drei großen Wochen mit je zehn Tagen oder aus sechs kleinen Wochen mit je fünf Tagen. Zusätzlich wurden noch fünf Zusatztage eingeführt, die sogenannten Epagomenen, womit die Gesamtzahl der Tage im altägyptischen Jahr 365 betrug. Ähnlich wie beim heutigen Kalender deckte sich die Zeitrechnung nicht zu 100 Prozent mit dem eigentlichen Jahreslauf, sodass Ptolemaios III. im Jahr 237 v. Chr. den Kalender reformierte und einen Schalttag einführte, der alle vier Jahre das Normaljahr erweiterte. Mit dem Tod Ptolemaios endete zwar diese Regelung, wurde jedoch von Kaiser Augustus 26 Jahre nach Christi Geburt mit Blick auf den ägyptischen Kalender wieder eingeführt.

Almanach
Bei einem Almanach, der auch „Jahrbuch“ genannt wird, handelt es sich um eine regelmäßige Publikation, die einmal im Jahr veröffentlicht wird. Er wird als Nachschlagewerk in einem thematisch klar abgegrenzten Fachbereich verwendet und stellte ursprünglich ein astronomisches Werk dar, das die im Vorfeld errechneten Positionen der Himmelskörper enthielt. Das Wissen um die Almanache, die Berechnung der kalendarischen und astronomischen Daten wurde an den Universitäten Europas gelehrt. Diese Almanache erschienen sehr früh, das erste gedruckte Exemplar ist aus dem Jahr 1448 bekannt. Einer der bekanntesten Almanache ist das von Georg von Peuerbach erstellte Werk „Pro annis pluribis“. 

Die Tradition, Prophezeiungen und Texte und Informationen zu Messen, Festen und Ereignisse bei Hofe in die Almanache einzufügen, begann erst im 17. Jahrhundert. In Deutschland enthielten die meisten Almanache ab dem 18. Jahrhundert auch schöngeistige Literatur wie Gedichte und kleine Erzählungen. In diesem Jahrhundert begann auch die Aufteilung des mittlerweile zu einer Mischform gewordenen Almanachs. Es entstanden die ersten Periodika, welche die kalendarische Funktion des Almanachs übernahmen, sodass dieser zu einer eigenen Gattung von Bucherzeugnissen wurde, die regelmäßig erschien und verschiedene Themenbereiche behandelte, wobei besonders die Musen-Almanache Verbreitung fanden.

Der Almanach existiert in verschiedenen Formen bis heute. So zählten illustrierte Jugendkalender sowie regelmäßig erschienene Jahrbücher und Sammelperiodika zu den einflussreichsten Jugendbüchern von ausgehenden 19. bis zum 20. Jahrhundert. Vor allem Schriften mit lehrreichen Inhalten sowie technischen Themen wurden von den 10- bis 17-Jährigen gern gelesen. Besonders Jungen interessierten sich für die Publikationen, die Einbindung von mädchenspezifischen Themen zeigte keinen Erfolg.

Altkalendarier
Der Begriff Anno stammt aus dem lateinischen und wird in der Chronologie verwendet. Übersetzt bedeutet Anno „im Jahre“. Er wird unter anderem in folgenden Zusammenhängen benutzt:

Anno ante Christum - Im Jahre vor der Geburt Christus
Anno post Christum - Im Jahre nach der Geburt Christus
Anno Domini - Im Jahre des Herrn(Christus),zumeist
abgekürzt mit a.d. oder A.D.
Anno Tobak, Anno dunnemals - Leicht verächtliche Begriffe für einen
lang vergangenen Zeitraum
Anno regni - Im Regierungsjahr
Anno communis, civilis, ecclesiasticus - Gemeinjahr, bürgerliches Jahr, kirchliches Jahr

Äquinoktium
Der Begriff Äquinoktium bezeichnet die sogenannte Tagundnachtgleiche, also die beiden Tage im Jahr, bei an denen der Tag und die Nacht die gleiche Länge aufweisen. Diese Zeitpunkte finden jährlich am 21.03. und am 21.09. statt und markieren den astronomischen und damit kalendarischen Beginn der Jahreszeiten Frühling und Herbst. An diesen Tagen überquert die Sonne den Himmelsäquator im Frühlings- und Herbstpunkt.

Genauer Zeitpunkt

In der Astronomie ist es heute möglich, das sogenannte wahre Äquinoktium zu bestimmen, das heißt, den Zeitpunkt nicht nur auf den Tag festzulegen, sondern den auf die Sekunde genauen Zeitpunkt zu berechnen, wann die Sonne die Äquinoktialpunkte des Frühlings oder des Herbstes überquert. Die jahreszeitlichen Äquinoktialpunkte sind auf der Nordhalbkugel der Erde entgegengesetzt den Punkten der Südhalbkugel. Das bedeutet, wenn die Sonne den Äquinoktialpunkt des Frühlings auf der Nordhalbkugel überquert, beginnt auf der Südhalbkugel der Herbst. Wenn auf der Südhalbkugel hingegen der Frühling beginnt, hält auf der Nordhalbkugel der Herbst Einzug.

Religiöse Feste

Die Äquinoktien sind in vielen Gesellschaften der Anlass für Feierlichkeiten, die vor allem religiös motiviert sind. So werden in heidnischen Religionen sowie in zahlreichen Naturkulten um das Frühlingsäquinoktium herum Feste begangen, welche der Fruchtbarkeit der Natur huldigen. Um das Herbstäquinoktium sind hingegen Erntefeste Brauch. Auch das christliche Osterfest sowie das jüdische Pessach hängen mit dem Frühlingsäquinoktium zusammen. Der jüdische Neujahrstag Rosch ha-Schana wird um das Herbstäquinoktium herum gefeiert. Das Fest ist zwar nicht identisch mit dem Äquinoktium, ist jedoch mit diesem lose verbunden.
Astrologie
Bei der Astrologie handelt es sich um die Beobachtung und die Deutung astronomischer Ereignisse und der Position und der Bewegung der Himmelskörper in Bezug auf die Erde. Die Astrologie ist ein weltweit verbreitetes Phänomen und durchzieht die Geschichte der Menschheit, wobei viele Kulturen unabhängig voneinander eigene astrologische Prinzipien entwickelt haben. In der Gegenwart sind sowohl die westliche Astrologie, die vor allem in Europa und den USA praktiziert wird und die auf Prinzipien zurückgeht, die in Babylonien und Ägypten formuliert wurden, als auch die chinesische, die indische und die vedische Astrologie von Bedeutung.

Geschichte der Astrologie

Die Astrologie hat vor allem in der Landwirtschaft und der Wettervorhersage eine lange Tradition und war lange als Wissenschaft anerkannt. In westlichen Gesellschaften hat die Astrologie allerdings einen Bedeutungswandel erfahren. Bereits in Rom begann das Christentum, kaum zur Staatsreligion aufgestiegen, die Astrologie zu bekämpfen und zu verdrängen. Als sich in der Renaissance die Menschen wieder der Antike zuwandten, erlebte auch die Astrologie einen neuen Aufstieg. Dieser endete jedoch mit der Aufklärung. Seit einige Gruppen begannen, in den Bewegungen der Planeten auch einen Einfluss auf das individuelle Schicksal einzelner Personen zu vermuten und daraus sogenannte Horoskope zu erstellen, wurde die Astrologie zunehmend als Pseudowissenschaft bezeichnet. Ihren Ruf als ernst zu nehmendes Prinzip verlor sie endgültig mit der Vereinnahmung in den 1960ern durch Neo-Esoteriker und die aufkommende New-Age-Bewegung. Wissenschaftliche Bedeutung genießt die Astrologie nur noch in den Religions- und Kulturwissenschaften.

Astrologie in der Wissenschaft

Tatsächlich weist die Astrologie nach den derzeitigen Erkenntnissen zahlreiche Überschneidungen mit der Religion auf und weniger mit exakter, empirischer Wissenschaft. So belegen Studien, dass die überprüfbaren Aussagen von Astrologen statistisch keine Signifikanz aufweisen und eher mit willkürlichen Behauptungen zu vergleichen sind. Treffen individuelle, persönliche Vorhersagen doch ein, handelt es sich zumeist um ein Phänomen, das in der Psychologie mit dem Begriff „Selbsterfüllende Prophezeiung“ bezeichnet wird. Die Menschen, die an die Vorhersagen glauben, erwarten, dass diese eintreten und arbeiten unbewusst oft sogar daraufhin, sodass die Prophezeiung schlussendlich zwangsläufig Realität wird. Dennoch glauben zahlreiche Menschen weiterhin an die Prinzipien der Astrologie. Umfragen zufolge gaben in westlichen Gesellschaften etwa 25 Prozent der Befragten an, dass mit der Astrologie zutreffende Aussagen über das Leben von Menschen getroffen werden könnten.
Astronomie
Der Begriff Astronomie kommt aus dem griechischen Sprachraum, bedeutet übersetzt “Beobachtung der Sterne“ und bezeichnet die Wissenschaft von den Gestirnen. Wie die Astrologie ist die Astronomie seit Jahrtausenden bekannt und gilt als die Begründerin zahlreicher weiterer Wissenschaften wie Mathematik und Physik. Die Astronomie nutzt naturwissenschaftliche Prinzipien zur Untersuchung der Himmelsobjekte sowie der kosmischen Strahlung und der weiteren Materie im Raum. Das Ziel ist es, eine umfassende Erkenntnis über Bau und Funktion des Universums zu gewinnen.

Geschichte der Astronomie

Nach heutigen Erkenntnissen ist die Astronomie die älteste der Wissenschaften und hat ihre Wurzel vermutlich in der kultischen Verehrung der Himmelskörper in heidnischen Religionen und in den ersten Versuchen, Kalender zu erarbeiten. Obwohl den Menschen keine bekannten Hilfsmittel zur Verfügung standen und sie die Gestirne mit bloßen Augen beobachteten, erzielten sie bei den Abbildungen der Planeten unseres Sonnensystems eine erstaunlich hohe Genauigkeit, wie unter anderem die Himmelscheibe von Nebra zeigt, deren Entstehung auf 3700 – 4100 datiert wurde. Damit wurde die älteste bekannte Himmelsdarstellung in der Bronzezeit in Mitteleuropa gefertigt.
Antike
Im antiken Griechenland wurde die Astronomie endgültig auf die Stufe der empirischen Wissenschaft gehoben. In dieser Zeit konnten zahlreiche Erkenntnisse gemacht werden, darunter die, dass die Erde eine Kugel ist und dass die Planetenbewegung nicht gleichmäßig rund ist. Zudem wurden erste Berechnungen zur Entfernung der erdnahen Himmelskörper angestellt, die natürlich noch recht ungenau waren. Dass das geozentrische Weltbild, das die Erde als unbeweglichen Mittelpunkt annahm, um den die Himmelskörper kreisten, zahlreiche Schwächen aufwies, wurde im 16. Jahrhundert klar, als die ersten Teleskope entwickelt wurden.

Kopernikanische Wende

Die kopernikanische Wende, benannt nach Nikolas Kopernikus, brachte das heliozentrische Weltbild auf, das die Sonne in den Mittelpunkt setzte, die Forschung bleib allerdings noch innerhalb unseres Sonnensystems. Dies änderte sich erst Ende des 18. Jahrhunderts mit der Entwicklung leistungsstarker Teleskope, die nun auch eine detailgenauere Betrachtung der Milchstraße ermöglichten. Im 20. Jahrhundert drang die Astronomie bis an die Spiralnebel heran, welche das Ende des sichtbaren Universums markieren.

Moderne Astronomie

Aus der Astronomie gingen zahlreiche, eng verwandte Wissenschaften hervor, die jedoch als Eigenwissenschaften gelten. Zudem haben sich vor allem in den letzten hundert Jahren viele spezielle Disziplinen innerhalb der Astronomie entwickelt wie beispielsweise die Stellarastronomie oder die Exoplanetologie. Aufgrund der Beobachtung des Weltalls mit Satelliten ist die Grenze zur Disziplin der Raumfahrt fließend.
Atomzeit
Bei der Atomzeit handelt es sich um eine spezielle Zeitskala, bei welcher die sogenannte SI-Sekunde die Grundlage bildet. Diese SI-Sekunde ist eine atomare Naturkonstante. Mit dieser Grundlage ist es möglich, bei der Zeitrechnung auch die geringfügigen Schwankungen auszugleichen, welchen die Erde sowohl bei dem Umlauf um die Sonne als auch bei ihrer Eigenrotation unterliegt und welche eine korrekte Zeitberechnung nach traditionellen Methoden stark erschweren. Sonnenzeit und Atomzeit laufen also nicht synchron, was aber den Alltag nicht beeinträchtigt, da die Abweichung zu gering ist. In der Wissenschaft hat diese Abweichung jedoch eine hohe Bedeutung, sodass weltweit mehr als 60 Institute eingerichtet wurden, die mittels Cäsium-Uhren die Atomzeit berechnen. Im Zusammenspiel dieser Institutionen wird die Internationale Atomzeit ermittelt. Das Internationale Büro für Maß und Gewicht ist zuständig für die Koordination der Internationalen Atomzeit. Der Anfangszeitpunkt dieser speziellen Zeitskala, der 1. Januar 1958 0:00, entspricht annähernd der astronomischen Zeitskala UT1.