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Belichtung
Die optimale Belichtung eines Bildes wird maßgeblich von der Zusammenarbeit von Belichtungszeit, der Blende des Objektivs sowie der Lichtempfindlichkeit von Aufnahmemedium und Kamerasensor bestimmt. Die Lichtempfindlichkeit des Aufnahmemediums, also des Filmes, wird nach ISO 5800 angegeben. Die am weitesten verbreiteten Filme weisen Lichtempfindlichkeiten von ISO 100 bis ISO 25600 auf. Je nach Kontrast des aufzunehmenden Motivs wird der passende Film ausgewählt. Weist das Motiv beispielsweise einen hohen Schwarz-Weiß-Kontrast auf, wird idealerweise ein lichtempfindlicherer Film verwendet, da dieser die differenzierteren Zwischentöne besser abbilden kann.
Belichtungszeit
Die Belichtungszeit bezeichnet die Dauer, in welcher der Verschluss der Kamera geöffnet ist und den Film dem vom Objekt der Aufnahme reflektierten Licht aussetzt. Die üblichen Belichtungszeiten reichen von 1/8 bis hin zu 1/2000 Sekunde. Je nach Lichtstärke wird die Öffnungszeit des Verschlusses bestimmt. Bei einer starken Helligkeit des Objektes sinkt diese Öffnungszeit und damit die Belichtungszeit. Bei einem schwachen Licht wird hingegen länger belichtet, ebenso, wenn Fließ- oder Wischeffekte erzielt werden sollen.
Blende
Bei der Blende der Kamera handelt es sich um eine Öffnung im Objektiv, die aus kreisförmig angeordneten, ineinander verschiebbaren Lamellen besteht, die durch eine Drehung des Blendenringes, der sich ebenfalls am Objektiv befindet, geöffnet oder geschlossen werden kann. Bei neueren Kameras erfolgt dieser Vorgang allerdings entweder manuell oder automatisch auf elektromechanische Weise. Mit diesem Vorgang wird die in die Kamera gelangte Lichtmenge reduziert. Die Blende hat Einfluss auf die Belichtungszeit, die Schärfentiefe und den Schärfebereich. Bei der Blende gilt die Faustregel, dass die Schärfe und die Schärfentiefe umso größer sind, je kleiner die Blendenöffnung ist. Zudem verlängert sich die Belichtungszeit, wenn der Öffnungsgrad der Blende reduziert wird.
Belichtungsmessung
Die optimale Belichtungszeit sowie die richtige Blendenöffnung werden mit Belichtungsmessern ermittelt. Grundsätzlich kann dies auf zwei verschiedenen Wegen geschehen, entweder durch die Objekt- oder die Lichtmessung. Bei der Objektmessung wird das aufzunehmende Objekt vom Fotografen mit dem Belichtungsmesser anvisiert, der sich in der Kamera befinden kann oder extern vorhanden ist. Dieser Belichtungsmesser, der in der Regel auf eine Graustufe von 18 Prozent eingestellt ist, ermittelt dann den Wert für das reflektierte Licht des Objektes. Dies kann mittels Integral- oder Matrixmessung sowie über Spotlichter geschehen. Der Vorteil der Objektmessung ist, dass sie praktisch immer durchgeführt werden kann. Der Nachteil ist, dass diese Art der Lichtmessung ungenau ist, da das Licht nicht gleichmäßig einfällt. Genauer ist hingegen die Lichtmessung mit einem Handbelichtungsmesser, da der Fotograf den Lichtwert mit diesem Gerät direkt am Objekt ermittelt. Hierbei ist der Nachteil, dass die aufzunehmenden Objekte vor allem in der Natur nicht immer erreicht werden können.
Belichtungskorrektur
In manchen Fällen ist es notwendig, eine Belichtungskorrektur vorzunehmen, etwa, um mit einer bewussten Fehlbelichtung eine bestimmte Atmosphäre der Aufnahme zu erreichen oder wenn der Belichtungsmesser die Lichtwerte in Extrembereichen nicht korrekt berechnet hat. Diese Belichtungskorrektur kann, soweit vorhanden, einfach in einem entsprechenden Menü der Kamera vorgenommen werden. In dem Fall ist eine Korrektur in Drittelstufen möglich. Allerdings sollte daran gedacht werden, die Einstellung nach den Aufnahmen wieder rückgängig zu machen, da dies nicht automatisch geschieht. Ist ein derartiges Menü nicht vorhanden, kann mit Filtern für das Objektiv gearbeitet werden, um die Belichtung zu korrigieren. Auch Zwischenringe, mit denen die Spiegelreflexkamera ausgerüstet wird, um Nahaufnahmen vorzunehmen, leisten gute Dienste.
Bewegungsunschärfe
Sind sich bewegende Objekte in Aufnahmen unscharf dargestellt, spricht man von der sogenannten Bewegungsunschärfe, wenn die Aufnahme nicht auf Bedienfehler zurückgeführt werden kann. Die Bewegungsunschärfe ist auf die Belichtungszeit und der Winkelgeschwindigkeit des Objektes zu Kamera zurückzuführen. Je geringer die Belichtungszeit ist, umso stärker ist der Grad der Bewegungsunschärfe. Je nach der Art der Fotografie und des gewünschten Bildeffektes kann die Bewegungsunschärfe ein Ärgernis sein oder gewünscht.

Die Bewegungsunschärfe wird gezielt eingesetzt, um auf dem Bild einen dynamischen Effekt zu erzielen. Beim sogenannten Mitzieheffekt beispielsweise wird das sich bewegende Objekt während der Belichtungszeit verfolgt, wodurch es bei der Aufnahme scharf erscheint, während der Hintergrund verschwimmt. Eine gewünschte Bewegungsunschärfe kann auch bei einer höheren Belichtungszeit herbeigeführt werden. So können beispielsweise im Straßenverkehr bestimmte Objekte klar dargestellt werden, während das Umfeld unscharf ist. Oftmals wird auch bei einer fertigen Aufnahme gezielt digital nachgeholfen, um den gewünschten Grad der Unschärfe zu erhalten. Soll die Bewegungsunschärfe allerdings vermieden werden, muss die Belichtungszeit auf die relative Geschwindigkeit des Objektes angepasst werden. Auch eine kürzere Verschlusszeit hilft, eine Bewegungsunschärfe zu vermeiden.
Bildbearbeitung
Die Bildbearbeitung bezeichnet die Veränderung von Fotos aber auch von Negativen und Dias und hat eine lange Geschichte. Beinahe mit dem Aufkommen der Fotografie wurden Bilder retuschiert, überabreitet und manipuliert. Legendär sind die Manipulationen zu Propagandazwecken in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Doch auch für einfache Marketingzwecke fand die Bildbearbeitung häufig Anwendung. In den ersten Jahrzehnten war die Bildbearbeitung allerdings sehr aufwendig und Spezialisten vorbehalten, da hervorragende Kenntnisse im Umgang mit den Geräten und den Materialien und Chemikalien notwendig waren.

Diese alten Bearbeitungen können heute nur noch wenige Menschen täuschen, da die oftmals unzulänglichen Bearbeitungsmittel und damit die Spuren, die sie auf den bearbeiteten Bildern hinterlassen, bekannt sind. Doch auch die Bildbearbeitung hat sich weiterentwickelt und die Techniken perfektioniert. In Zeiten der umfassenden Digitalisierung können die Bilder nun auf relative einfache Weise mit wenigen Handgriffen nahezu perfekt bearbeitet werden, so dass auch Laien ihre Bilder optimieren können.

In den modernen Industriestaaten sind die Menschen fast rund um die Uhr mit den Produkten professioneller Bildbearbeitung umgeben. Auf Werbetafeln, in Magazinen, im Fernsehen, im Internet, überall sind überarbeitete Bilder zu sehen. Die Profiprogramme, mit denen die Fotos in den Agenturen am PC verändert werden, sind zahlreich und teuer. Die rein digitale Bildbearbeitung ist heute allerdings weiterhin selten, am häufigsten findet auch auf der Profiebene eine hybride Form Anwendung, welche die positiven Aspekte der traditionellen mit der digitalen Bildbearbeitung vereint.

Auch Privatanwender können seit langem in den Genuss digitaler Programme zur Bildbearbeitung kommen, um ihre missglückten Urlaubsbilder zu bearbeiten, zu retuschieren, abzuwedeln und weiteren Techniken zu unterziehen. Die Programme für Privatleute sind in der Regel erschwinglich, einige Basisprogramme sind sogar auf Open-Source-Basis im Internet oder als Beilage von PC-Magazinen erhältlich. Die Bedienung ist in der Regel schnell erlernt, so dass jedermann in den Genuss selbst bearbeiteter, hochwertiger Bilder kommen kann.
Bildrechte
Die Bezeichnung Bildrechte ist ein Sammelbegriff für mehrere rechtliche Bestimmungen, denen ein Bild unterliegen kann. So schützt das sogenannte Urheberrecht das Recht des Fotografen an seinen Bildern. Es besagt, dass er das Recht hat, zu bestimmen, ob und wie sein Werk veröffentlicht wird. Zum Urheberrecht zählt auch die Anerkennung der Urheberschaft des Bildes bei der Veröffentlichung. Der Name, das Signum oder das Pseudonym des Urhebers muss immer mit angegeben werden. 

Das Recht am eigenen Bild, das auch Bildnisrecht genannt wird, gehört hingegen zum allgemeinen Persönlichkeitsrecht. Diese Verordnung regelt das Selbstbestimmungsrecht jeder Person, in welchem Zusammenhang oder ob überhaupt Bilder von ihr veröffentlicht werden dürfen. Ausnahmen gelten, wenn Menschenmassen auf Veranstaltungen aufgenommen werden oder eine Person nur als Beiwerk neben dem eigentlichen Motiv erscheint. Auch bei der Veröffentlichung von Bildern, die Personen der Zeitgeschichte zeigen, ist das Erfordernis der Einwilligung eingeschränkt.

Allerdings haben auch Prominente und Personen der Zeitgeschichte Anspruch auf eine geschützte Zone, in denen keine Bilder von ihnen gemacht werden dürfen. So gilt in jedem Falle das Recht auf Privatsphäre. Müssen Hindernisse überwunden oder Hilfsmittel wie spezielle Teleobjektive oder Luftfahrzeuge benutzt werden, um in den privaten Räumlichkeiten eine Aufnahme von Personen zu machen, verstößt dies gegen das Recht auf Privatsphäre.

Auch Teile des Hausrechtes beschäftigen sich mit Bildrechten. So berufen sich beispielsweise Archive, Museen und Bibliotheken auf dieses Recht, wenn sie Aufnahmen ihrer Exponate untersagen, obwohl das Urheberrecht bereits abgelaufen ist. Bauwerke und Denkmäler, die sich dauerhaft an allgemein zugänglichen Orten befinden, dürfen hingegen fotografiert werden, wobei die Formulierung von „allgemein zugänglichen Orten“ durch seine unklare Formulierung und damit der damit verbundenen Möglichkeiten der Auslegung in der Vergangenheit zu Streitigkeiten geführt hatte.

Bildauflösung
Die Bildauflösung bezeichnet die Größe einer Rastergrafik, die entweder durch die Anzahl der Bildpunkte in den Spalten in Höhe und Breite des Bildes oder die Gesamtzahl der Bildpunkte definiert wird. Der endgültige Wert wird berechnet, indem die Zahl der Bildpunkte beziehungsweise Pixel in der horizontalen Spalte mit der Anzahl in der vertikalen Spalte multipliziert wird. Beträgt die Anzahl der Pixel in der vertikalen Spalte beispielsweise 1.024 und die Anzahl der Bildpunkte in der horizontalen Spalte 768, ergibt sich ein Gesamtwert von 786.432 Pixel oder 0,79 Megapixel. Die Bildauflösung hängt nicht mit der Größe des Bildes an sich zusammen. Theoretisch kann jede Anzahl von Pixeln in jeder beliebigen Bildgröße auftauchen.
Bilddatenbank
In Zeiten der Digitalisierung der Bilder sammelt sich auch bei Hobbyfotografen nach kurzer Zeit eine Menge an Fotografien an, die schnell unübersichtlich wird. Ein durchdachtes und gut strukturiertes Sortiersystem muss her, wenn nicht alles im Chaos versinken soll. Ist die Menge der Bilder noch recht überschaubar, genügt es, sich auf dem PC oder externen Festplatten ein Ordnersystem anzulegen. Reicht dies nicht mehr aus, wird eine professionelle Bilderverwaltung nötig, um die Bilder in effektiven hierarchischen Strukturen zu katalogisieren und zu archivieren und bei Bedarf das gewünschte Bild unter den abertausenden Fotografien wiederzufinden.

Dafür muss es noch nicht einmal eine softwarebasierte Bilderverwaltung sein, die auf Anforderungen von Agenturen zugeschnitten ist, zumal diese Bilddatenbanken sehr teuer sind. Bereits seit einigen Jahren werden recht günstige Alternativen angeboten, die für Privatanwender ideal sind. Selbst kostenlose Bilddatenbanken stehen im Internet zum Download oder als Beilage in PC-Magazinen zur Verfügung. Häufig kommen diese Bilddatenbanken in Kombination mit Bildbearbeitungsprogrammen oder eine einfache Bildbearbeitungssoftware ist in die Datenbank integriert.

Zudem besteht die Möglichkeit, Online-Datenbanken zu nutzen, um seine Bilder aufzubewahren.  Bei dieser Möglichkeit kann jederzeit und von jedem Ort auf die Datenbank zugegriffen werden, ohne ein lästiges Trägermedium mit sich herumtragen zu müssen. Einige Bilddatenbanken bieten ihre Dienste kostenlos an, andere wiederrum sind kostenpflichtig. Für Dritte, die auf die Datenbanken der Fotografen zugreifen und die Bilder gegen eine Gebühr nutzen wollen, ist diese Möglichkeit ebenso interessant wie für Gewerbetreibende, die mit ihren Bildern Geld verdienen, da sie über zahlreiche Datenbanken Kunden gewinnen und ihre Bilder gleich verkaufen können. Bei der Nutzung dieser Variante sollten allerdings Grundkenntnisse im Bereich der Bildrechte vorhanden sein, um nicht in ein teures Fettnäpfchen zu treten.
Blende
Bei der Blende handelt es sich um eine mechanische Vorrichtung an Kameras, die zur Einstellung des Lichtdurchlasses dient. Zumeist besteht diese Blende aus ineinander verschiebbaren und in einem Kreis angeordneten Lamellen. Sie befindet sich in der Regel nicht im Gesichtsfeld des Fotografen, sondern im Objektiv der Kamera. Die Größe der Blendenöffnung wird mit dem Blendenring eingestellt, der sich bei älteren Kameras am Objektiv befindet. Auf diesem Ring ist die sogenannte Blendenskala mit den einzelnen Blendenstufen eingraviert. Die Blendenskala und damit der Werte für die einzelnen Blendenstufen sind genormt. Dies bedeutet, dass eine Blende, die auf den Wert 4 eingestellt ist, dieselbe Menge Licht durchlässt, egal, ob sie sich in einem normalen oder in einem Weitwinkelobjektiv befindet. Die Blendenzahl ergibt sich aus dem Verhältnis von Brennweite zu Blendenöffnungsweite. Moderne Kameras haben oftmals keinen Blendenring mehr, der Blendenwert wird elektromechanisch über die Kamera eingegeben. Die Blendenstufen sind allerdings immer noch dieselben.

Die Blende hat Einfluss auf die Belichtungszeit, die Schärfentiefe und den Schärfebereich. Generell gilt, dass die Aufnahmen schärfer werden, je geringer die Blendenöffnung ist. Allerdings gilt dies nur bis zu einem bestimmten Grad. Ist dieser erreicht und die Öffnung der Blende zu gering, werden die Lichtstrahlen gebeugt und die Schärfe der Aufnahme nimmt wieder ab. Bei der Schärfentiefe gilt demnach die Faustregel: Je größer die Blendenzahl und damit je kleiner die Blendenöffnung, desto weiter ist die Schärfentiefe und umgekehrt. Da die Blende dafür zuständig ist, die Lichtmenge zu regulieren, wirkt sie sich auch auf die Belichtung des Films und des Bildsensors aus. In diesem Fall gilt die Faustregel: Je größer die Blendenzahl und damit je kleiner die Blendenöffnung, umso länger dauert die Belichtungszeit.

Die Blendenautomatik wird aktiviert, wenn die Belichtungszeit bei einer Aufnahme im Vorfeld festgelegt wurde. In dem Fall wird die Blende automatisch auf die bereitgestellte Lichtmenge angepasst. Bei der Zeitautomatik hingegen wird der Öffnungsgrad der Blende festgelegt und die Belichtungszeit je nach Lichtmenge von der Kamera angepasst. Für unerfahrene Fotografen bietet sich die Programmautomatik an. In diesem Fall werden sowohl die Belichtungszeit als auch die Blende von der Kamera selbst gesteuert.

Blitz
Das Blitzlicht bezeichnet die gesamten Beleuchtungselemente, die in der Fotografie als Hilfsmittel für die notwendige Ausleuchtung des Objektes mittels eines Lichtblitzes sorgen. Eine solch kurze Beleuchtung des Objektes ist in der Fotografie ausreichend, da die Belichtungszeiten sehr kurz sind. Der Blitz sollte allerdings mit der Verschlusszeit der Kamera synchronisiert werden, damit optimale Aufnahmen entstehen. Ursprünglich wurde Magnesium oder eine Magnesiummischung verwendet, um eine für die Belichtung der Aufnahme nötige Hilfsbeleuchtung herzustellen. Leider arbeiteten diese Systeme mit einer offenen Flamme, so dass sie stark abhängig waren von äußeren Faktoren wie Luftbewegungen. In der heutigen Fotografie werden in der Regel Geräte verwendet, die mit einem Gas wie Xenon gefüllt sind, das kurzzeitig entladen wird, wodurch ein Licht mit einem hohen Farbwiedergabeindex freigesetzt wird, sogenannte Elektronenblitzgeräte.

Die Lichtfarbe der modernen Blitzgeräte liegt zwischen 5.500 und 6.500 Kelvin, was fast dem Tageslicht entspricht. Daher eignen sich auch Blitzgeräte ideal für die Verwendung bei Aufnahmen bei diesem Licht. In dunklen Innenräumen sollte jedoch auf die Verwendung der Blitzlichter verzichtet werden, da dieses Licht sehr kalt wirkt. In diesem Falle ist die Verwendung von Glühlampen besser geeignet, da diese ein warmes Licht produzieren. Der Blitz ist allerdings nicht nur da, um ein Objekt einfach auszuleuchten, sondern ein beliebtes Mittel zur künstlerischen Gestaltung einer Aufnahme, da mit unterschiedlichen Winkeln der Blitze und den zahlreichen Blitzmethoden verschiedene Stimmungen und Effekte in einem Bild erzeugt werden können.

Blitzgeräte
Bereits 1961 wurde Magnesium entzündet, um es als grelle Lichtquelle zu benutzen. Allerdings war diese Art des Blitzlichtes nur schwer zu kontrollieren, da es mit einer offenen Flamme arbeitete und daher stark von äußeren Faktoren wie dem Luftstrom beeinflussbar war. 1928 wurde mit der ersten Blitzlichtbirne allerdings Abhilfe geschaffen, die bis in die 1970er Anwendung fand. Die ersten Elektronenblitzgeräte wurden in den 1930er Jahren entwickelt. In der modernen Fotografie werden in der Regel diese Elektronenblitzgeräte verwendet, die allerdings im Laufe der Jahrzehnte weiterentwickelt wurden, so dass heute zahlreiche Systeme zur Verfügung stehen. 

Diese Systeme arbeiten mit einer Lichtfarbe, die im Bereich von 5.500 bis 6.500 Kelvin liegt, und die damit dem Sonnenlicht stark ähnelt. Die meisten Geräte entfalten sehr intensive Blitze, die Licht in einer Dauer von 1/300 bis 1/40.000 Sekunde abgeben. Mit Spezialblitzlichtgeräten lassen sich sogar extrem kurze Blitze von Millionstel Sekunden möglich. Die Qualität eines Blitzlichtgerätes wird neben der Lichtfarbe von der Leitzahl des Blitzes bestimmt sowie vom Leuchtwinkel, der die maximale Objektivbrennweite der Kamera definiert, die das Blitzgerät ausleuchten kann.

Am weitesten verbreitet sind natürlich die bereits in die Kameras integrierten Blitzgeräte. Ebenfalls oft genutzt werden aufgesteckte Blitzgeräte, die auf den Blitzschuh oder die Blitzschiene der Kamera geschoben werden können. Die hochwertigsten Geräte zum Aufstecken auf die Kamera sind die sogenannten Reporterblitzsysteme. Bei diesen ist der Generator, eine Vorrichtung, die den Blitzkopf mit Energie versorgt, bereits vom Blitzkopf getrennt. Diese Blitzgeräte erreichen in der Regel die gleiche Qualität wie Studioblitze.

Die Basis der Blitzarten bietet der manuelle Blitz, bei dem bei einfachen Geräten immer die volle Leistung des Blitzes abgegeben wird. Dadurch ist die Gefahr einer Überbelichtung vergleichsweise groß. In höherwertigen Modellen ist hingegen ein manueller Blitz eingebaut, der in unterschiedliche Stufen eingestellt werden kann. Hohe Sicherheit gegen Überbelichtung bietet der sogenannte Automatikblitz. Hier misst ein installierter Sensor das Licht, welches vom Objektiv reflektiert wird und stellt anhand dieser Daten die Ausleuchtung ein. 

Hochwertige Blitzgeräte verfügen zudem über einen sogenannten Schwenkreflektor, der gedreht werden kann, so dass ein Objekt bei der Aufnahme nicht mehr direkt beleuchtet, sondern ein indirektes Blitzen beispielsweise über die Reflektion des Lichtes an der Decke oder der Wand möglich wird. Dies kann notwendig werden bei Objekten, die Licht stark reflektieren, so dass ein Gegenlicht erzeugt wird. Zudem kann auf diese Weise der Schattenwurf der Objekte bei der Aufnahme verändert werden, was bei dem späteren Bild für einen anderen räumlichen Eindruck sorgt.

Dafür sorgen auch die zahlreichen externen Blitzgeräte, mit denen Ateliers und Fotostudios ausgeleuchtet werden. Eine Besonderheit bietet hierbei der sogenannte entfesselte Blitz. In diesem Fall befindet sich das Blitzgerät an einem räumlich von der Kamera entfernten Ort. Über ein Verbindungskabel, Infrarot, Funk oder einen Masterblitz kann dieses externe Gerät angesteuert werden. Mit diesen Blitzgeräten können auch sehr große Räume oder große Objekte wie Gebäude optimal ausgeleuchtet werden.

Boxkamera
Die Boxkamera ist ein sehr populäres Kamera-Modell, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt und bis in die 1970er Jahre verkauft wurde. Das Modell, das seine Hochzeit in den Wirtschaftswunderjahren von 1950 bis 1955 erlebte, zeichnet sich durch eine sehr einfache Bauweise und Handhabung aus.

Vor der Entwicklung der Boxkamera stand Ende des 19. Jahrhunderts ein neuer Rollfilm des Unternehmens Kodak. Um den Film verkaufen zu können, entwickelte die Firma die Kodak 1. Die erste Boxkamera der Welt war ein massentaugliches Gerät, da die Bedienung so einfach war, dass auch Menschen in der Lage waren, sie zu bedienen, die sich noch nie mit der Fotografie auseinandergesetzt hatten. Kodak schaffte es allerdings, die Handhabung des Nachfolgers noch einfacher zu gestalten. Zudem war der Preis dank des günstigen Gehäusematerials aus Karton derart günstig, dass sich nahezu jeder das Gerät leisten konnte. Die Gehäuse späterer Boxkameras wurden aus Blech oder Aluminium gefertigt, seltener Kunststoff.

Die Boxkameras wiesen in der Regel nur wenige Symbole zur Entfernungseinstellung auf, wenn überhaupt. Auch die Technik war bewusst günstig gehalten. Es gab kein kostspieliges Objektiv, sondern eine sogenannte Meniskuslinse und einen beliebigen Verschluss, bei dem die Verschlusszeit zumeist zwischen 1/25 s und 1/40 s lag. Bei dieser Basistechnik waren unerwünschte Überblendungen oder Doppelbelichtungen keine Seltenheit, auch eine Bewegungsunschärfe war bei bewegten Motiven die Regel. Manche Boxkameras hatten allerdings Anschlüsse für Extra-Features wie Elektronenblitzgeräte. Über ein Stativgewinde verfügten fast alle Kameras dieser Art. Der 17-Din-Film war vor allem für die Benutzung im Sonnenschein ausgelegt, wo er zuverlässig gute Bilder erzeugte. Bei schlechteren Lichtverhältnissen mussten die Fotografen auf empfindlichere Filme zurückgreifen.
Brennweite
Die Brennweite bezeichnet den Abstand eines konkaven oder konvexen Spiegels oder einer Linse und dem Fokus beziehungsweise dem Brennpunkt, an dem sich alle Strahlen bündeln. Bei einer Sammellinse liegt der Brennpunkt hinter der Linse, bei einer Zerstreuungslinse davor.  Objektive von Kameras bestehen aus Systemen, die aus mehreren Linsen und Spiegeln bestehen. Sie weisen analog definierte Brennweiten auf, da sich die Lagen der Hauptebenen aufgrund der Menge der Linsen nicht genau definieren lassen. Der Abstand von Linse beziehungsweise Spiegel und Fokus wird in der Regel in Millimetern angegeben.
Babylonischer Kalender
Beim Babylonischen Kalender handelt es sich um einen sogenannten Lunisolarkalender, ein Kalendersystem, das auf den Mondphasen beruht und das sich jedoch auch an das Sonnenjahr annähert. Dies bedeutet, dass der Kalender wie alle Kalendersysteme, die auf dem Mondjahr beruhen, in zwölf Monate unterteilt wird. Allerdings wird alle Schaltjahre ein weiterer Monat hinzugefügt, da das Normaljahr im Lunisolarkalender elf Tage kürzer ist. Somit wurde alle drei Jahre ein Schaltjahr eingefügt.

Da der Babylonische Kalender hauptsächlich ein Mondkalender war, beginnt der Monat mit dem Neulicht des Mondes, also der Sichtbarkeit der ersten schmalen Sichel des Neumondes. Der Kalender war daher stark regional gebunden, da die Länge des Zeitraumes des Neumondes unter anderem von der Position des Beobachters abhängt. Die Abweichungen der beobachten Zeiträume des Neumondes führten zu zahlreichen Prophezeiungen und Omen. Allerdings erarbeiteten sich die Babylonier mit ihren beschränkten Mitteln erstaunlich genaue astronomische Daten. Besonders der synodische Monat, also die Zeitdauer zwischen zwei gleichen Mondphasen, wurde von den Babyloniern nahezu exakt berechnet, sodass die Abweichung nur knapp ein Hundertstel eines Tages beträgt. So errechneten die babylonischen Astronomen KIDINNU und NABURI‘ ANNU für den synodischen Monat Werte von 29,530594 und 29,530641 Tage. Der heute geltende Wert beträgt 29,503589 Tage. Die babylonischen Astronomen wichen also nur 0,000005 beziehungsweise 0,000052 Tage von dem heutigen Wert ab. Die Daten flossen in einen zweiten Kalender ein, den Verwaltungskalender. 
Basteln
Beim Basteln handelt es sich um eine Tätigkeit, die handwerklich ausgeführt wird. Das Ziel ist es, aus den zur Verfügung stehenden Mitteln und der eigenen Kreativität Objekte zu erstellen. Diese Tätigkeit ist in aller Welt verbreitet und hat je nach Kultur ganz individuelle Ausprägungen. Das Basteln wird vor allem von Kindern ausgeführt, da es ein ausgezeichnetes Erziehungsmittel ist, um auf spielerische Weise die Kreativität, die Fantasie und das Improvisationstalent herauszubilden und die motorische Entwicklung zu fördern. Zudem ist diese Tätigkeit optimal auf alle Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten, die mit viel Neugierde die Welt entdecken.

Bei der Auswahl der Materialien sind im Grunde keine Grenzen gesetzt. Papier, Stoffe, Perlen, Holz, Metall, Glas, Stein und vieles mehr eignen sich für ausgefüllte Bastelstunden. Baumärkte oder spezielle Bastelläden sind wahre Fundgruben für die Grundlagen. Es muss noch nicht einmal Geld ausgegeben werden, um Basteln zu können, die Natur bietet mit Kastanien, Eicheln, Rinde, Gras, Holz, Blumen und vielem mehr zahllose Objekte zum Basteln. Bei dieser Möglichkeit kann dem Kind während der Suche nach geeigneten Materialien nebenbei die Natur nähergebracht werden.

Bauernregeln
Bauernregeln haben in Europa eine lange Tradition. Diese Sprüche wurden in der Regel in Reimform verfasst und sollen Vorhersagen über künftige Ereignisse sowie Wetterlagen und damit Handlungsanweisungen für die Agrarbevölkerung zu geben. Zumeist wurden für diese Vorhersagen Wetterphänomene, astronomische und andere natürliche Ereignisse an bestimmten Lostagen beobachtet und je nach Ereignis ein Rückschluss auf ein künftiges Ereignis nach einem festgesetzten, mittelfristigen Zeitraum gezogen. Diese Regeln wurden über Generationen weitergegeben und gepflegt.

Lange Zeit wurden die Bauernregeln belächelt und als folkloristischer Humbug abgetan. Seit dem Ende des letzten Jahrhunderts ändert sich diese Meinung allerdings, da die Forschung sich des Themas angenommen hat und tatsächlich einige Korrelationen herausfand. Würden einige Geschehnisse aus der Vergangenheit beachtet, ergebe sich ein ganz anderes Bild. So sei die die Annahme, dass die in den Bauernregeln aufgestellten kalendarischen Daten nicht stimmen, damit zu erklären, dass die Umstellung auf den Gregorianischen Kalender die grundlegenden Daten für die Bauernregeln durcheinandergebracht habe. Die alten Regeln wurden dem neuen Kalender nie angepasst. Zudem ist es wichtig zu beachten, dass diese Regeln sich auf bestimmte regionale Besonderheiten beziehen und nicht auf eine andere Region zu übertragen sind. So hat eine Bauernregel, die beispielsweise in Bayern aufgestellt wurde, nur dort Gültigkeit und in Norddeutschland keinen Wert.