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Jugendschutz
Der Begriff „Jugendschutz“ umfasst mehrere Rechtsbereiche zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sittlichen, gesundheitlichen und sonstigen Gefahren. Besonders relevant für professionelle Fotografen sind das Jugendmedienschutzgesetz sowie das Jugendarbeitsschutzgesetz. Das Jugendmedienschutzgesetz regelt, welche Medieninhalte Jugendlichen zugänglich gemacht werden dürfen und welche von ihnen ferngehalten werden müssen. Das Jugendmedienschutzgesetz betrifft allerdings nur Medieninhalte, die auf materiellen Trägermedien festgehalten wurden, wie Filme, Bücher, Zeitschriften oder CDs beziehungsweise DVDs.
Jugendarbeitsschutzgesetz
Mit dem zweiten relevanten Rechtsbereich, dem Jugendarbeitsschutzgesetz, sollten sich vor allem Fotografen näher auseinandersetzen, die mit jugendlichen Models arbeiten, da es die besonderen Rechte behandelt, die Kinder hinsichtlich der Arbeitszeit und im Rahmen der betrieblichen Interessenvertretung genießen. Darüber hinaus gibt es klare rechtliche Grenzen, in welcher Form Jugendliche fotografiert und diese Bilder präsentiert werden dürfen. Zudem gelten natürlich auch und vor allem für Jugendliche die Richtlinien zum Schutz der Privatsphäre.
Jahr
Der Begriff des Jahres hat unterschiedliche Definitionen, die je nach Sichtweise eine unterschiedliche Zeitdauer benennen. 

Das Kalenderjahr

Die gebräuchlichste Verwendung des Begriffes bezeichnet das sogenannte Kalenderjahr beziehungsweise bürgerliche Jahr, welches das tropische Jahr oder Sonnenjahr bezeichnet. Das Kalenderjahr der gebräuchlichsten Kalender (gregorianisch und julianisch) umfasst 12 Monate mit insgesamt 52 Wochen á sieben Tagen und damit 365 Tagen im Gemeinjahr beziehungsweise 366 Tagen, wenn es sich um ein Schaltjahr handelt. Sowohl Gemeinjahr als auch Schaltjahr beginnen mit dem 1. Januar und enden mit dem 31. Dezember, wodurch der Begriff Jahr im üblichen Sprachgebrauch auch diese Zeitspanne meint. Das Schaltjahr, also die Hinzufügung eines Tages alle vier Jahre, ergibt sich im gregorianischen Kalender daraus, dass das Jahr in dieser chronologischen Berechnung knapp 365,25 Tage lang ist, was jedoch nicht exakt dem Sonnenumlauf entspricht. Um eine Verschiebung des Kalenders zu vermeiden, wird daher dieser Schalttag eingefügt. Andere Kalendersysteme wie solche, deren Berechnungsgrundlage ein Mondjahr darstellt, können jedoch deutlich von diesen Daten abweichen. Der Begriff Jahr ist aus physikalischer Sicht nur unter bestimmten Bedingungen eine gültige Maßeinheit. Die Kalenderjahre sind dennoch nach ISO 8601 normiert, wodurch ein Kalenderjahr exakt beschrieben wird. Das Kalenderjahr wird damit zu einer Grundgröße bei chronologischen Berechnungen.

Das astronomische Jahr

Aus astronomischer Sicht ist das Jahr ein Sonnenjahr und bezeichnet die Zeit, welche die Erde für einen Umlauf um die Sonne benötigt. Allerdings werden auch hierbei spezifischere Definitionen benötigt, da die jeweiligen Umläufe der Erde um die Sonne durch die komplexen Verhältnisse nicht einheitlich verlaufen und voneinander abweichen. Die Berechnung des jeweiligen Umlaufes erfolgt durch zahlreiche Bezugspunkte, für eine höhere Genauigkeit wird das Bezugsdatum der Standardepoche J2000.0 verwendet. Ursprünglich war der Bezugspunkt für die Berechnung des astronomischen Jahres das Frühlingsäquinoktiumm, seit 1955 gilt jedoch das tropische Jahr, das etwas kürzer ist als der Zeitraum von einer Frühjahrs-Tagundnachtgleiche zur nächsten. Das siderische Jahr bezeichnet den Zeitraum für einen Umlauf der Erde um die Sonne, wobei der Bezugspunkt außerhalb der Erde auf einem Fixstern liegt. Das anomalistische Jahr umfasst wiederum die Zeit zwischen den aufeinander folgenden Durchgängen der Erde durch den sonnennächsten Punkt. Dieser Wert ändert sich jedoch aufgrund der Periheldrehung von Jahr zu Jahr.

Kulturelle Definitionen des Begriffes Jahr

Der Bezugsrahmen des Menschen für den Jahresbegriff besteht zumeist auch aus individuellen, persönlichen Eckdaten wie dem Geburtstag oder dem Hochzeitstag. Auch Schul-, Lehr- oder akademische Jahre gehören im weitesten Sinne dazu. Auch Memoraljahre wie Jubiläumsjahre, Gedenkjahre, Erinnerungsjahre oder Themenjahre sind Teil des allgemeinen Jahresbegriffes.
Jahreszeiten
Die Jahreszeiten sind periodisch wiederkehrende Zeiträume, die sich durch bestimmte klimatische astronomische Bedingungen auszeichnen und die das Jahr in verschiedene Abschnitte unterteilen. Die im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichneten Jahreszeiten zeichnen sich durch meteorologische Unterschiede aus und werden Frühling, Sommer, Herbst und Winter genannt. In den Tropen werden die beiden Jahreszeiten Trockenzeit und Regenzeit genannt, die Samen in Skandinavien unterteilen das Jahr sogar in acht verschiedene Jahreszeiten.

Die Entstehung der Jahreszeiten

Dank der Bewegung der Erde um die Sonne, der Bewegung um sich selbst und der Schrägstellung der Erdachse und der damit zusammenhängenden Ekliptik und Präzession, verändern sich an den geografischen Orten der Erde der Winkel und die Dauer der Sonneneinstrahlung und damit die Intensität. Ist der Abstand der Sonne zur Erde gering und trifft das Licht im rechten Winkel auf eine bestimmte Region, wird diese stärker und länger erwärmt, da die Sonne die Region länger bestrahlt. In diesem Fall wird vom Sommer gesprochen. Trifft die Sonne hingegen aus einer weiteren Entfernung in einem spitzen Winkel auf dieselbe Region, wird diese kürzer bestrahlt und die Intensität des Lichtes wird geringer. Je spitzer der Winkel und je weiter weg die Sonne, umso kälter ist es. Natürlich werden nicht alle Regionen der Erde gleichmäßig bestrahlt. Die Jahreszeiten der Nord- und der Südhalbkugel sind aufgrund der Präzession der Erde genau entgegengesetzt. Herrscht im Norden Sommer, regiert im Süden der Winter und anders herum.

Meteorologische Jahreszeiten

Die meteorologischen Jahreszeiten sind nach Kalendermonaten á je drei Monate aufgeteilt. Der Frühling beginnt am 1. März und endet am 31. Mai, der Sommer beginnt a, 1. Juni und endet am 31. August, der Herbst beginnt am 1. September und endet am 30. November und der Winter beginnt am 1. Dezember und endet am 28. Februar beziehungsweise am 29. Februar, wenn es sich um ein Schaltjahr handelt. Sie beginnen damit knapp drei Wochen früher als ihr astronomisches Pendant. Die wärmste Zeit, der Sommer, ist auf der Nordhalbkugel während der Monate Juni bis August, die kälteste Zeit vom Dezember bis Ende Februar. Auf der Südhalbkugel sind diese Zeiten entgegengesetzt.

Phänologische Jahreszeiten

Bei der Bestimmung der phänomenologischen Jahreszeiten wird die Entwicklung der Fauna in der jeweiligen Region herangezogen. So bezeichnet zum Beispiel das Aufblühen charakteristischer Blumen, sogenannter Frühlingsblüher wie das Schneeglöckchen, den Frühling. Allerdings reicht bei diesem System die Unterteilung in vier unterschiedliche Jahreszeiten nicht mehr aus. Die moderne Phänologie kennt je nach Erdregion bis zu zehn Jahreszeiten.

Astronomische Jahreszeiten

Wird im normalen Sprachgebrauch von Jahreszeiten gesprochen, sind damit die meteorologischen Jahreszeiten gemeint. Die astronomischen Jahreszeiten hingegen werden unter Berücksichtigung von Aberration und Nutation nach dem Sonnenstand bestimmt. Die Bahn der Erde um die Sonne wird hierbei von zwei Äquinoktialpunkten und zwei Solstitialpunkten dominiert, welche die Bahn in vier Abschnitte unterteilen. Diese vier Abschnitte sind identisch mit den vier astronomischen Jahreszeiten. Der Frühling in diesem System beginnt demnach genau bei der Durchquerung des sogenannten Primäräquinoktiums, der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche, bei der die geozentrische Länge der Sonne 0° beträgt und damit, wie der Name schon sagt, der Tag und die Nacht gleich lang sind. Dieser Zeitpunkt ist auf der Nordhalbkugel der 21. März, auf der Südhalbkugel der 22. September. Bei dem sogenannten Sekundäräquinoktium, der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche, sind auf beiden Halbkugeln die Daten ausgetauscht, die geozentrische Länge der Sonne beträgt auf der Nordhalbkugel 180°, der Herbst beginnt. Sommer und Winter werden jeweils von Sonnenwenden eingeleitet, bei denen die geozentrische Sonnenlänge 90° beziehungsweise 270° beträgt. Die Sommersonnenwende tritt auf der Nordhalbkugel am 21. Juni ein, auf der Südhalbkugel am 21. Dezember. Bei der Wintersonnenwende sind beide Daten wieder ausgetauscht.

Jüdischer Kalender
Bei dem jüdischen Kalender handelt es sich um einen sogenannten Lunisolarkalender, der hauptsächlich an den Mondphasen ausgerichtet ist. Zu Beginn des jüdischen Kalenders fing das Jahr im Frühling an, mit dem Monat Nisan, dem jüdischen Monat der Erlösung, in dem die Israeliten aus Ägypten auszogen. Dies hat sich allerdings bis heute verschoben, da die Anzahl der Tage wie bei Mondkalendern üblich weniger Tage aufweist als das Sonnenjahr. Das jüdische Jahr beginnt derzeit im Herbst mit dem sogenannten Tischri, dem Monat, in welchem nach jüdischer Auffassung die Menschheit erschaffen wurde.

Geschichte des jüdischen Kalenders

Der jüdische Kalender ist ein chronologisches System, das zu weiten Teilen aus Elementen fremder Kulturen besteht, vor allem aus Elementen, die im babylonischen Exil hinzugefügt wurden. Doch auch eigene Elemente finden sich im jüdischen Kalender. Der jüdische Kalender beginnt seine Zählung 3761 vor Christi Geburt und befindet sich damit heute im Jahr 5775, also im sechsten Jahrtausend. Allerdings werden bei Datumsangaben zumeist nur die letzten drei Ziffern des Jahres angegeben, da das Jahrtausend als bekannt vorausgesetzt wird. Das heute bestehende Kalendersystem wurde bereits im Jahre 359 fertiggestellt, konnte sich jedoch erst im elften Jahrhundert durchsetzen. Besonders die Zählung der Jahre war lange umstritten. Wie bei jedem Kalender, der sich an den Mondphasen orientiert, beginnen die einzelnen Monate mit dem ersten sichtbaren Anzeichen der Mondsichel nach dem Neumond. Im Altertum wurde dies noch Monat für Monat von einem Beobachter, zumeist einem Priester, festgestellt.

Der Aufbau

Als Lunisolarkalender orientiert sich das System sowohl am Mond- als auch am Sonnenjahr. Da das Mondjahr über weniger Tage verfügt als das Sonnenjahr. Um diese pro Jahr elf Tage dauernde Differenz auszugleichen, musste beim jüdischen Kalender ebenfalls eine Schaltregulierung hinzugefügt werden. In 19 Jahren wird sieben Mal ein Schaltmonat hinzugefügt, der 30 Tage zählt. Schaltjahre sind das 3., das 6., das 8., das 11., das 14., das 17., und das 19. Jahr. Die Feste der jüdischen Religion sind hingegen eng mit dem Sonnenkalender verbunden, da sie häufig landwirtschaftliche Bräuche oder Naturereignisse feiern, die zu der jeweiligen Jahreszeit gehören. Dafür ist der Mondkalender jedoch zu ungenau. Wie bereits erwähnt, wird der Monat mit der ersten Sichtbarwerdung der Mondsichel nach Neumond eingeleitet. Die Anzahl der Tage ist nicht immer einheitlich, da aufgrund einer weiteren Schaltregelung den Monaten Cheschwan und Kilsew ein Tag hinzugefügt oder abgezogen wird. Gemeinhin haben die Monate jedoch im Wechsel 29 oder 30 Tage. Ein neuer Tag beginnt nach der jüdischen Chronologie aufgrund eines Ausspruches im 1. Buch Mose am Abend und endet am Abend des darauffolgenden Tages. Der traditionelle jüdische Tag kennt keine festen Zeiten, sondern orientiert sich streng an den astronomischen Gegebenheiten. Erst mit Sonnenuntergang beginnt und endet ein Tag. In höheren Breitengraden, in denen die Sonne entweder nicht aufgeht oder nicht untergeht, wird der Tag von Sonnenhöchststand oder der örtlichen Mitternacht bestimmt. Dies hat auch Einfluss auf die Zeiten der rituellen Handlungen. Daher wurde ein vereinfachtes Zeitmaß eingeführt, das den Tag 18 Uhr beginnen und 18 Uhr enden lässt.

Verwendung

Der jüdische Kalender ist sowohl in Israel als auch in der Diaspora weit verbreitet. Sowohl das orthodoxe Israel als auch die säkularen Juden orientieren sich am jüdischen und nicht am gregorianischen Kalender. In der Diaspora muss natürlich auch auf das Kalendersystem des jeweiligen Staates geachtet werden. Im jüdischen Kalender sind auch die Feiertage fest verzeichnet, Ausnahme ist Rosch ha-Schana, der jüdische Neujahrstag, der je nach Bedürfnis verlegt werden kann.

Julianischer Kalender
Der julianische Kalender geht auf seinen Namensgeber Julius Cäsar zurück. Das chronologische System war lange Zeit weit verbreitet und wurde erst ab dem 16. Jahrhundert nach und nach vom gregorianischen Kalender verdrängt, der eine Überarbeitung des julianischen Systems darstellt. Heute wird er nur noch in einigen Teilen der orthodoxen Kirche verwendet und von wissenschaftlichen Zweigen, die den julianischen Kalender verwenden, um selbst Ereignisse vor dem Wirken Cäsars zu datieren. Im Vergleich zum gregorianischen Kalender läuft das julianische System um 13 Tage nach. 

Geschichte

Die Grundlage des julianischen Kalenders bildet der römische Kalender, ein Kalendersystem, das die Mondphasen als Grundlage hat und das zwölf Monate aufweist. Da Mondjahre elf Tage kürzer sind, drohen allerdings Verschiebungen des Kalenders innerhalb eines Jahres. Um dies zu vermeiden, wurden dem römischen Kalender nach Bedarf in unregelmäßigen Abständen Schaltjahre hinzugefügt. Julius Cäsar entschloss sich, den geltenden Kalender zu reformieren, nachdem er in Alexandria, das zu dieser Zeit hellenisch war, im ägyptischen Kalender die Grundlagen des späteren julianischen Kalenders kennenlernte. Der neue Kalender, der eine verbesserte Schaltregelung aufwies, die alle vier Jahre ein Schaltjahr vorsah, wurde im Jahre 45 vor Christi Geburt eingeführt. Es dauerte jedoch einige Zeit, bis sich alle neuen Regelungen endgültig durchsetzten.

Das julianische Kalendersystem

Vor allem mit dem neuen Jahresanfang gab es ein Problem. Je nach Region wurde das Jahr zu einem anderen Zeitpunkt begonnen. Auch eine einheitliche Zählung der Jahre konnte sich zu Beginn nicht durchsetzen. So wurden die einzelnen Jahre in Westrom gar nicht mit Zahlenangaben versehen, sondern trugen die Namen der einzelnen Konsuln. Zudem gab es einen Konflikt mit der seleukidischen Ära, die im Osten des Reiches vorherrschte und die das Jahr 1 für das Jahr 312 vor Christi Geburt ansetzte, und der diokletianischen Ära, deren Chronologie mit der Gründung Roms begann. 

Heutige Verbreitung

Das Ende der Ära des römischen Kalenders wurde 1582 eingeleitet, als Papst Gregor der XIII. den nach ihm benannten gregorianischen Kalender einführte. Nach und nach nahmen zunächst alle europäischen Länder inklusive ihrer Kolonien den neuen gregorianischen Kalender an, dann folgten die meisten weiteren Nationen. Als letztes Land übernahm China 1949 das Kalendersystem. Das julianische System wurde weitgehend verdrängt und wird heute nur noch von Teilen der orthodoxen Glaubensgemeinden verwendet.