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Leica
HTML Beschreibung
Licht
Das Licht ist die Grundlage jeden Lebens und auch die Grundlage der Fotografie. Daher ist die Bedeutung des griechischen Wortes „Photographie“ auch „Malen mit Licht“. Beim Licht handelt es sich um elektromagnetische Strahlung, die vom Auge wahrgenommen und verarbeitet werden kann. Das wahrgenommene Spektrum der Wellen liegt zwischen 380 bis 780 nm, was Frequenzen im Bereich von 384 bis 789 Terraherz entspricht, je nach Wellenlänge wird das Licht in einem anderen Farbspektrum wahrgenommen. Die Grenzen der Wahrnehmung sind allerdings fließend. Im menschlichen Wahrnehmungsbereich arbeitet die Fotografie. Allerdings hat sich mit der Infrarotfotografie in den vergangenen Jahren auch eine Sonderform der Fotografie etabliert, mit der gezielt Bilder am Rand des menschlichen Wahrnehmungsbereiches aufgenommen werden. Zudem gibt es in der wissenschaftlichen Arbeit die sogenannte Röntgenfotografie, die mit Strahlung arbeitet, die deutlich kurzwelliger als die UV-Strahlung ist.

Licht ist nicht gleich Licht. Es gibt zahlreiche Lichtarten und alle haben einen unterschiedlichen Einfluss auf die Fotografie. Das ideale Licht für eine Aufnahme ist klares, direktes beziehungsweise gerichtetes Licht, das auf ein Motiv fällt und von diesem reflektiert wird, da es klare Schatten und damit einen guten Kontrast erzeugt, so lange die Lichtquelle kein Gegenlicht erzeugt. Optimale Lichtquellen sind die Sonne oder Blitzgeräte, die direkt auf das aufzunehmende Objekt gerichtet sind. Ein ungünstigeres Licht ist das diffuse Licht. Diese Art Licht kommt aus mehreren Richtungen gleichzeitig, im Extremfall aus allen, wie bei trübem, nebligem Wetter oder einem ungünstig beleuchteten Zimmer. In diesem Fall ist die Ausleuchtung sehr weich, das Motiv weist keine Schatten auf, was sich ungünstig auf den räumlichen Eindruck auswirkt.

Aufnahmen können in der Fotografie sowohl mit Blitzlicht als auch mit Dauerlicht getätigt werden. Wie bereits erwähnt, ist das ideale Licht ein Dauerlicht von einer Lichtquelle wie die Sonne, außer sie entwickelt ein Gegenlicht. Auch Studiolicht in Form von Scheinwerfern ist sehr gut. Bei diffuseren Lichtverhältnissen oder Dämmerlicht kann ein Blitzlicht genutzt werden, um den Raum und das Objekt auszuleuchten. Da ein Blitzlicht für den Bruchteil einer Sekunde den gesamten Raum ausleuchten muss, ist eine starke Energie für die optimale Lichtentfaltung nötig.

Objekte in Aufnahmen können sowohl beleuchtet sein, wie in den meisten Fällen, oder selbstleuchtend, sei es eine natürliche Lichtquelle wie die Sonne oder eine künstliche wie die Straßenbeleuchtung bei Stadtaufnahmen. Letztere Aufnahmen sind natürlich eine besondere Herausforderung, können aber unter anderem mit entsprechenden Filtern sehr gut gelingen.
Lichtkunstfotografie
Die Lichtkunstfotografie oder die Lichtmalerei ist, wie der Name schon sagt, ein spezieller Teilbereich der Kunstfotografie, der bewegliche Lichtquellen und eine lange Belichtungszeit der Kamera als Grundlagen für die Aufnahmen nutzt. Diese Kunstform nutzt den Effekt aus, dass sich bewegende Lichtquellen auf Bildern, die lange belichtet wurden, Lichtspuren hinterlassen. In der Lichtkunstfotografie werden eine oder mehrere Lichtquellen während der Belichtungszeit zumeist in einer komplexen Choreografie vor der Kamera bewegt, so dass auf der späteren Aufnahme plastische und komplizierte Formen entstehen.

Bereits im Jahr 1949 wurden erste Experimente mit der Lichtkunstfotografie gemacht. Für die ersten bekannten Aufzeichnungen zeigten sich Pablo Picasso und Gjon Mili, ein Reporter des Magazins Life verantwortlich, die bei dieser Arbeit zusammen tätig waren. Der Begriff der Lichtkunstfotografie ist jedoch vergleichsweise jung, er wurde erst im Jahr 2007 vom Fotografen Jan Leonardo Wöllert geprägt.

Für eigene erste Schritte in der Lichtkunstfotografie ist nicht viel nötig. Für den Anfang reicht eine einfache Kompaktkamera. Allerdings ist wichtig, dass bei dieser Kamera die Belichtungszeit frei einstellbar ist. Für eine professionellere Arbeit in der Lichtkunstfotografie ist jedoch schon bald eine höherwertige Kamera wie eine Spiegelreflexkamera nötig, da viele Aufnahmen mehrere Minuten dauern können. Daher ist es auch unumgänglich, ein Stativ zu kaufen, auf der die Kamera einige Minuten ruhen kann, damit es nicht zu Verwacklungen kommt. Zudem ist es ratsam, einen Fernauslöser für die Aufnahmen zu verwenden. Bei der Lichtquelle stehen dem Künstler viele Möglichkeiten offen. Von offenem Feuer wie einer Kerze über herkömmliche Taschenlampen oder Leuchtstäbe in jeglicher Farbe ist alles möglich. Dennoch sollte im Vorfeld gut überlegt werden, welche Lichtquelle für welche Aufnahme genutzt wird, da nicht jedes Licht für jeden gewünschten Effekt geeignet ist.
Linse
Optische Linsen sind durchsichtige Elemente, die durch ihre spezielle Form das Licht gezielt brechen sollen. Bei den Linsen ist mindestens eine Seite konkav oder konvex geformt. In Kameras beziehungsweise deren Objektiven werden Linsen zur Aufnahme optischer Abbildungen eingesetzt. Linsen bestanden ursprünglich aus Glas, können heute jedoch aus zahlreichen verschiedenen durchsichtigen Materialien hergestellt werden. Am weitesten sind fünf verschiedene Formen verbreitet, es existieren jedoch weitere Sonderformen.

Sphärische Linsen

Am weitesten verbreitet sind sphärische Linsen, die in der Regel sehr einfach hergestellt werden können. Sphärische Linsen werden in Sammellinsen und Zerstreuungslinsen unterteilt. Von einer Sammellinse wird gesprochen, wenn eine oder ihre beiden Seiten konvex geformt sind, das heißt, wenn die Linse an ihrem Mittelpunkt dicker ist als an den Rändern, wobei die Dicke vom Rand zur Mitte der Linse gleichmäßig zunimmt. Bei dieser Linsenform werden parallel verlaufende Lichtstrahlen in der Linse gebrochen und hinter der Linse zusammengeführt. Dieser Sammelpunkt wird Brennpunkt genannt. Verjüngt sich die Dicke der Linse gleichmäßig von Rand zum Mittelpunkt hin, wird von einer Zerstreuungslinse gesprochen. Die konkave Form kann die Linse ebenfalls auf nur einer oder beiden Seiten aufweisen. Diese Linse bricht parallel verlaufende Lichtstrahlen nach außen, so dass sie sich nicht treffen können. Es wird in diesem Fall von einer negativen Brennweite gesprochen.

Asphärische und astigmatische Linsen

Asphärische Linsen sind im Gegensatz zu sphärischen Linsen nicht so einfach herzustellen, da sie im Schnitt nicht kreisförmig, sondern rotationssymmetrisch sind. Sie werden hauptsächlich zusammen mit den sphärischen Linsen eingesetzt und dienen dazu, von ihnen verursachte Abbildungsfehler zu reduzieren. Asphärische Linsen können in Kamerasystemen mehrere sphärische Linsen ersetzen, sind jedoch aufgrund ihrer aufwendigen Fertigung sehr teuer. Von astigmatischen Linsen wird gesprochen, wenn Linsen in zwei senkrecht zueinander stehenden Radien verschiedene Brennweiten aufweisen. Sie werden hauptsächlich in Brillen eingesetzt, um einen Astigmatismus der Augen zu korrigieren sowie in Projektoren im Kino, die ein Breitwandformat auf die normale Leinwand des Kinos werfen sollen.

Ideale und elastische Linsen

Als ideale Linsen werden solche bezeichnet, die keine Abbildungsfehler aufweisen. Die letzte Linsenform ist die sogenannte elastische Linse. Sie weist keinen feststehenden Brechungsindex auf, sondern ändert diesen dank ihrer Elastizität. Diese Verformung kann sehr schnell geschehen. Zudem kann die elastische Linse aufgrund seiner Flexibilität sowohl die Formen von sphärischen als auch asphärischen Linsen annehmen.
Lochkamera
Bei der Lochkamera handelt es sich um ein sehr einfaches Gerät, zur Erzeugung optischer Abbildungen. Die Grundlage für die Lochkamera bildet ein lichtdichter Hohlkörper, idealerweise eine Box, in die ein Loch gebohrt wird. Durch dieses Loch bündeln sich alle Lichtstrahlen, die von einem Objekt ausgehen. Auf der dem Loch gegenüberliegenden Wand erscheint eine spiegelverkehrte und seitenverdrehte Abbildung  des anvisierten Objektes. Auf lichtempfindlichem Papier lässt sich das Bild festhalten. Besteht die Wand gegenüber dem Loch aus transparentem Material, kann das Objekt von außen gesehen werden. Die Schärfe und die Helligkeit werden von der Größe des Loches bestimmt. Die Lochkamera ist der Vorläufer der Camera Obscura, in deren Loch noch eine Linse eingefügt wurde.
Lichtjahr
Bei dem Begriff Lichtjahr besteht bei vielen Menschen ein grundlegendes Missverständnis, da das Hauptaugenmerk bei dieser Wortkonstruktion häufig auf dem Begriff „Jahr“ liegt und das Wort „Licht“ zumeist vollkommen ausgeblendet wird. Dadurch entsteht die landläufige Meinung, dass es sich bei diesem Wort um eine Zeitangabe handelt. Dies ist jedoch ein Irrtum, mit der Zeit hat der Begriff nur am Rande zu tun. Bei einem Lichtjahr handelt es sich vielmehr und eine physikalische Längeneinheit, die in der Astronomie verwendet wird. Das Zeichen der physikalischen Einheit ist Lj oder ly , das Formelzeichen ist s oder d. Das Lichtjahr bezeichnet die Strecke, die eine elektromagnetische Welle wie eben das Licht in einem Jahr im Vakuum zurücklegt. Diese Strecke beträgt 9,461 Billionen Kilometer. Als Grundlage für die Berechnung des Lichtjahres hat die Internationale Astronomische Union den julianischen Kalender bestimmt. Die Bestimmung eines Kalendersystems war notwendig, da die unterschiedlichen Kalender zu 0,0005 Prozent voneinander abweichen, was in der Astronomie zu erheblichen Fehlberechnungen führen würde. Für kleinere astronomische Entfernungen existieren auch kleinere Längeneinheiten wie der Lichttag, die Lichtstunde, die Lichtminute und die Lichtsekunde. Das Lichtjahr sowie die kleineren mit ihr verwandten Maßeinheiten werden in der Astronomie allerdings mittlerweile nur noch in der Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Intern wird für Berechnungen die Maßeinheit Parsec verwendet.
Lunisolar
Der Lunisolarkalender ist ein Kalendersystem, das auf der Berechnung der Mondbahnen sowie auf der Sonne beruht (aus dem lateinischen Sprachraum „luna“ = Mond, „sol“ = Sonne). Das Hauptaugenmerk der Berechnung dieses Kalendersystems liegt traditionell auf der Beobachtung des Mondes. Nach den Stadien des Mondumlaufes wird das Jahr strukturiert, das Auftauchen der ersten Mondsichel nach dem Neumond markiert den Beginn der jeweiligen Monate. Damit ergibt sich für den Lunarkalender eine Gesamtanzahl von zwölf Monaten pro Jahr. Da die Mondphasen ohne Hilfsmittel die am einfachsten zu beobachtenden astronomischen Ereignisse waren, stellten diese die Grundlage für die ältesten Kalendersysteme dar.

Allerdings erkannte man schnell, dass dieses System problematisch war, da es von dem Sonnenjahr und den einzelnen Jahreszeiten abgekoppelt war. Die üblichen Mondkalender wichen gegenüber dem Sonnenjahr um mehrere Tage ab, sodass sie pro Jahr 11 Tage nach gingen und sich der Kalender somit zum Sonnenjahr verschob. Durch diese Eigenschaft waren Mondkalender besonders für die Landwirtschaft ungeeignet. Doch auch für die Datierung ritueller und religiöser Festlichkeiten, die zumeist auf astronomischen Ereignissen basierten. In diesem Falle sollten Schaltregeln die Anpassung an das Sonnenjahr gewährleisten.