Telefon:
0911 / 23 98 46 502

Mamiya
HTML Beschreibung
Manuelle Belichtung
Die manuelle Belichtung bezeichnet eine programmierbare Funktion, über welche die meisten gängigen Kameras verfügen. Über den Menüpunkt M wird die Funktion geöffnet, es können alle Daten eingegeben werden, die für den Belichtungsvorgang wichtig sind, wie die Belichtungszeit und die Blende. Besonders Laien sollten allerdings mit diesem Menüpunkt vorsichtig sein. In der Regel ist die Kamera bereits optimal voreingestellt, so dass die programmierten Halb- und Vollautomatiken in den meisten Fällen vollkommen ausreichend sind, um eine optimale Aufnahme zu machen.

Auf die Funktion der manuellen Belichtung wird also nur sehr selten zurückgegriffen. Dies geschieht bei speziellen Arten der Kunstfotografie wie der Lichtkunstfotografie, bei der Belichtungszeiten von teilweise mehreren Minuten notwendig sind. Zudem sollte diese Funktion nur verwendet werden, wenn der Fotograf weiß, dass die entsprechende Zeit zur Belichtung vorhanden ist, etwa bei statischen Motiven. 
Minolta
HTML Beschreibung
Maya-Kalender
Der Kalender der Maya ist der am höchsten entwickelte Kalender der mesoamerikanischen Kulturen. Er basiert auf komplexen astronomischen Berechnungen, die bislang noch nicht vollständig erforscht worden sind. Im Grunde ist der Maya-Kalender nicht nur ein Kalender, sondern ein System aus drei verschiedenen Kalendern, die ineinandergreifen und die für verschiedene Zwecke genutzt wurden. Der Tzolkin-Kalender wurde für die Datierung religiöser und kultischer Zwecke verwendet, der Haab-Kalender stellte den zivilen Kalender dar, der die Grundlage der Landwirtschaft bildete. In der Kombination mit der sogenannten Langen Zählung, die längere Zeiträume umfasste, dauerte eine Kalenderrunde der Maya volle 52 Jahre. Ein kompletter Zyklus des Kalenders endet nach 1.872.000 Tagen beziehungsweise ungefähr 5128 Jahren. Die Grundlage des Kalenders bildet die Tageszählung im Zwanzigersystem, wobei im Tzolkin jedem einzelnen Tag eine Schutzgottheit zugeschrieben wird.

Funktion

Die Funktionsweise des zivilen Haab-Kalenders ist bekannt. Bei diesem handelt es sich um einen reinen Sonnenkalender, der über eine Schaltregelung verfügt, bei welcher jährlich fünf Tage und alle vier Jahre ein weiterer Tag extra eingeschoben werden. Dieser teilte das Jahr in 18 Monate ein, die über zwanzig Tage verfügten sowie einen 19. Monat, der die eben genannten fünf Einschubtage umfasste, die sogenannten Unglückstage. Über die Funktionsweise des Tzolkin-Kalenders wird in der Fachwelt derzeit noch diskutiert. Bislang ist noch nicht klar, welches astronomische System dem Tzolkin zugrunde liegt, Sonnen- und Mondrythmus als Berechnungsgrundlage können jedoch ausgeschlossen werden. Derzeit existiert keine befriedigende Erklärung, was nicht zuletzt an den dürftigen Quellen liegt. Zur Umrechnung des Mayakalenders in den julianischen oder gregorianischen Kalender wurde ein spezielles Verfahren entwickelt, das auf der sogenannten Thompson-Gleichung basiert.

Trivia

Das Mysterium des Maya-Kalenders und dessen Ende am 21.12.2012 hat längere Zeit besonders unter Teilen der Esoterikszene für Trubel gesorgt, dem sich wenige Jahre vor dem Stichtag auch zahlreiche Nicht-Esoteriker angeschlossen haben. Trotz zahlreicher Widerlegungen und Begründungen für den Irrtum wie das Argument, dass nur ein Zyklus des Maya-Kalenders, der sogenannte 13. Baktun-Zyklus endet und ein neuer Zyklus beginnt, konnte die Weltuntergangsstimmung nicht getrübt werden. Die Überzeugung, dass das Ende des Kalenders der Maya den Weltuntergang markiert, wurde schlussendlich auch von Hollywood aufgegriffen, das die Welt im Jahr 2009 zumindest im Kino untergehen ließ.
MEZ
Die Abkürzung MEZ bezeichnet den Begriff der sogenannten Mitteleuropäischen Zeit. Sie ist gültig für weite Teile Europas, darunter auch für die deutschsprachigen Regionen, und einige Gebiete Afrikas. Dabei handelt es sich um die mittlere Sonnenzeit auf dem Längengrad 15 Ost und weicht damit um eine Stunde von der Weltzeit beziehungsweise der Greenwichzeit ab, die Sommerzeit der MEZ zwei Stunden. Gültigkeit erlangte die Mitteleuropäische Zeit in Deutschland im Jahr 1893 und löste damit die bis dahin geltende Berliner Zeit ab. 

Mittsommernacht
Die Mittsommernacht ist eine der beiden im Jahr stattfindenden Sonnenwenden und bezeichnet beziehungsweise die kürzeste Nacht des Jahres. Diese findet auf der Nordhalbkugel der Erde am 21. Juni statt. An diesem Tag hat der Sonnenstand den nördlichsten Punkt erreicht und berührt derzeit den Wendekreis des Krebses. Durch die Präzession durchwandert der Sommerpunkt allerdings innerhalb von knapp 25.780 Jahren einmal den gesamten Tierkreis. In rund dreihundert Jahren wird der Sommerpunkt das Sternbild des Schlangenträgers erreichen.

Die Sommersonnenwende markiert den Beginn des Sommers und wird vor allem in skandinavischen Ländern und dem Baltikum mit Feierlichkeiten begleitet. Besonders bekannt ist das Fest der Mittsommernacht, das im Norden Europas gefeiert wird. In den Regionen Skandinaviens wird es außer für einige Gebiete im Süden für längere Zeit nicht vollständig dunkel, es herrscht nachts für mehrere Monate ein Dämmerlicht vor und am Himmel erscheint oft ein flackerndes Farbenspiel.
Monat
Der Monat ist eine Einheit zur Strukturierung eines Jahres. Die Dauer eines Monats wird gleichgesetzt mit einer Mondphase. Dies schlägt sich auch im Begriff „Monat“ nieder, der etymologisch mit dem Wort „Mond“ eng verwandt ist.

Je nach Kalender und Definition kann ein Monat 28 bis 31 Tage lang sein, wobei der Umlauf des Erdtrabanten und damit der Mondmonat nur zwischen 27,5 und 29,5 Tage dauert. In den meisten Kalendersystemen hat das Jahr jedoch insgesamt zwölf Monate, da der Erdtrabant die Erde eben zwölf Mal umrundet. In der Rechtsprechung wird der Begriff des Monats für einen Zeitraum verwendet, der von Tag X des ersten Monats bis zum Tag X des Folgemonats dauert, wobei der Zeitraum auf das Datum des Monatsendes fällt, wenn der Folgemonat keinen Tag X hat. Das Bankwesen hat den Zeitraum des Monats auf 30 Tage vereinheitlicht, wodurch ein Bankjahr immer 360 Tage aufweist.
Mondphasen
Der Begriff der Mondphasen bezeichnet den Zyklus, in welchem der Mond seine Lichtgestalten wechselt. Sie entstehen durch die verschiedenen Positionen, die der Mond während seines Erdumlaufes einnimmt. Eine Mondphase wird auch als Mondmonat beziehungsweise synodischer Monat bezeichnet, welcher in der Regel in Viertel eingeteilt wird, die sieben Tage, also eine Woche dauern. Die einzelnen Phasen werden in Vollmond und den Antagonisten Neumond unterschieden. Die Zwischenphasen werden als Halb- oder Viertelmonde bezeichnet, wobei es sich dabei um zu oder abnehmende Monde handeln kann. In dieser Zeit erscheint der Mond als Sichel, die unterschiedlich breit sein kann.

Astronomische Grundlagen

Als passive astronomische Lichtquelle ist der Mond nur zu erkennen, wenn er von der Sonne beschienen wird und das Licht dieser zurückwerfen kann. Die Teile des Mondes, die nicht von der Sonne beschienen werden, sind also ohne Hilfsmittel in der Regel nicht zu erkennen. Die Ausnahme ist, wenn der Mond von der Tagseite der Erde, die das Sonnenlicht reflektiert, angestrahlt wird. Dann ist der Mond dank des Erdscheines schwach zu erkennen, wenn er sich im richtigen Winkel zum Beobachter befindet. Neumond bezeichnet die Zeit, in welcher sich der Mond in Konjunktion mit der Sonne befindet, das heißt, sich zwischen der Erde und der Sonne ist. In dieser Mondphase ist der Erdtrabant nicht zu erkennen. Beim Antagonisten, dem Vollmond, stehen Mond und Sonne hingegen in Opposition, der Mond wird gänzlich von der Sonne angestrahlt und ist nachts mit bloßem Auge als helle Scheibe am Himmel zu erkennen.

Auswirkungen der Mondphasen auf die Erde

Die Mondphasen haben einen großen Einfluss auf geologische Vorgänge auf der Erde. Vor allem auf das Wasser wirkt sich die Anziehungskraft des Mondes aus. So wird das Wasser während eines Umlaufes des Erdtrabanten, also fast alle 26 Stunden, angezogen und zweimal zu einer Flutwelle, die als Strömungsvorgang um die Erde bewegt. Dieser Vorgang wird von der Sonne, die ebenfalls eine Gezeitenkraft auf das Wasser der Erde ausübt, jedoch nur mit 45 Prozent der Kraft des Mondes, entweder abgeschwächt oder verstärkt. So sind die Gezeiten am Stärksten, wenn sich alle drei Planeten bei Voll- oder Neumond auf einer Linie befinden.

Die Mondphasen in der Chronologie

Kalender wurden von Beginn an nach astronomischen Prinzipien erstellt. Dabei spielt der Mond eine besondere Rolle, da der Erdtrabant der erste Himmelskörper war, der beobachtet wurde, um eine Jahreseinteilung zu erstellen. Die ältesten bekannten Mond- oder Lunarkalender gehen zurück auf die babylonische Zivilisation. Der Grund dafür, dass zunächst Mondkalender erstellt wurden, ist schlicht, dass der Erdtrabant der Himmelskörper ist, der ohne Hilfsmittel und mit bloßem Auge beobachtet werden kann. Leider erwies sich dieses System als zu ungenau, ein synodischer Monat ist lediglich 29 Tage, 12 Stunden und 43 Minuten lang. Auf das Jahr gerechnet umfasst ein Mondjahr damit lediglich etwas mehr als 354 Tage, elf Tage weniger als ein Sonnenjahr. Der Kalender wanderte damit rückwärts durch die Jahre. Mit der Umstellung der Kulturen auf den Ackerbau verschwand der reine Mondkalender nach und nach und wird fast nur noch zu religiösen Zwecken gebraucht.

Die Mondphasen in der Kultur

In heidnischen Religionen und Naturkulten wurden dem Mond und seinen einzelnen Phasen besondere Eigenschaften zugesprochen. So war man überzeugt, dass vor allem zu Voll- und Neumond die magischen Kräfte stärker flossen und dass sich zu diesem Zeitpunkt magisch begabte Wesen wie Hexen zu Treffen zusammenfanden. Auch heute noch haben der Mond und seine einzelnen Phasen einen großen Einfluss auf esoterische Kreise. Doch auch in der weiteren Bevölkerung ist die Ansicht weit verbreitet, dass der Erdtrabant einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden der Menschen hat, sich auf die Qualität des Schlafes auswirkt sowie auf das Gelingen oder Nichtgelingen wichtiger Ereignisse hat.
Mondkalender
Der Mondkalender beziehungsweise Lunarkalender bezeichnet ein Kalendersystem, das im Gegensatz zum Sonnenkalender als Grundlage die Beobachtung der Mondphasen zur Berechnung des Jahreszyklus verwendet. Für reine Mondkalender wurden keinerlei Regelungen wie etwa Schalttage entwickelt, um diesen dem tropischen Jahr anzupassen. Diese Art der Kalender werden auch freie Lunarkalender genannt.

Geschichte und Aufbau

Mondkalender sind weit älter als andere Kalendersysteme, die auf astronomischen Prinzipien beruhen, wie der Sonnenkalender. Der Grund ist schlicht, dass die Bahn des Mondes ohne Hilfsmittel am einfachsten von allen Himmelskörpern beobachtet werden kann. Demnach ist die Grundlage des Mondkalenders der sogenannte synodische Monat, der Zeitraum, den der Mond für einen Umlauf benötigt. Der synodische Monat ist aufgrund einiger Schwankungen zwischen 29,27 und 29,83 Tage lang. Daher umfassen die einzelnen Monate im Mondkalender abwechselnd 29 und 30 Tage. Das gesamte Jahr des Lunarkalenders ist demnach 354 Tage lang, der Zeitraum, den zwölf Lunationen eben benötigen. Der Beginn eines synodischen Monats wird vom ersten erkennbaren Licht der Sichel des Himmelstrabanten nach Neumond markiert. Für die Beobachtung des Mondes und Ausrufung des neuen Monats war lange Zeit eine Autoritätsperson wie eine geistliche Leitfigur betraut.

Unzulänglichkeiten

Hier werden auch die ersten Unzulänglichkeiten deutlich, die der Mondkalender aufweist. Die Beobachtung eines Himmelskörpers ist stark abhängig von der Position des beobachtenden Subjektes auf der Erde, sodass sich Mondkalender, die zwar auf denselben Prinzipien beruhten, deren Beobachter jedoch an entfernten Stellen standen, nicht mehr deckten. Dem konnte noch mit einer Vorausberechnung der Daten abgeholfen werden. Eine weitere Unzulänglichkeit war die Dauer des Jahres im lunaren Kalender. Dieses umfasst wie bereits erwähnt, 354 Tage und ist damit elf Tage kürzer als das tropische Jahr beziehungsweise das Sonnenjahr. Damit verschiebt sich die Datierung des Mondkalenders gegenüber dem Sonnenjahr jedes Jahr um elf Tage, was für nomadische Kulturen, die sich auf Viehzüchtung spezialisiert haben, nicht gravierend ist. Doch dieser Umstand machte die Nutzung des freien Lunarkalenders für Kulturen, die Ackerbau betrieben und damit auf die Beobachtung der Jahreszeiten und des Sonnenumlaufes angewiesen waren, denkbar ungeeignet. Dadurch verlor er bereits im Jungpaläolithikum an Bedeutung. Damit der Kalender auch in Agrarkulturen genutzt werden konnte, mussten Schaltregeln entwickelt werden, damit der Kalender dem Sonnenjahr angepasst werden konnte. Damit verlor jedoch der Mondkalender seinen Status als freier lunarer Kalender und wurde Teil eines hybriden Kalendersystems, des sogenannten Lunisolarkalenders, das die Eigenschaften der Mond- und der Sonnenkalender vereinte.

Heutige Verbreitung

Der freie Lunarkalender hat heute nur noch wenig Bedeutung und wird hauptsächlich für religiöse und kultische Zwecke genutzt. So ist beispielsweise der islamische Kalender, der im 7. Jahrhundert von Mohammed eingeführt wurde, ein reiner Lunarkalender und wird in vielen islamischen Staaten genutzt, um religiöse Festlichkeiten wie den Ramadan zu bestimmen. Aus diesem Grund sind diese Feste auch nicht an ein festes Datum im Sonnenjahr gebunden, sondern wandern sozusagen durch das Jahr. Für profane und weltliche Angelegenheiten gelten allerdings auch in den islamischen Staaten zumindest Lunisolarkalender oder Sonnenkalender wie der gregorianische Kalender.