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Nahaufnahme
Die Nahaufnahme oder Makrofotografie bezeichnet die Aufnahme eines Motives mit einem geringen Abstand. Diese Aufnahmen offenbaren feinste Details, die unter normalen Umständen nicht zu erkennen sind. Zudem wird das Auge des Betrachters nicht durch störende Elemente im Hintergrund abgelenkt, da sich die Aufnahme ganz auf das Detail konzentriert. Besonders in der Naturfotografie ist die Nahaufnahme ein beliebtes Format.

Um eine Nahaufnahme tätigen zu können, ist ein Makroobjektiv notwendig, das einen Abbildungsmaßstab von bis zu 1:1 aufweisen kann. Da normale Objektive einen Maßstab von 1:7 besitzen, kann mit diesen keine Nahaufnahme gemacht werden. Mit professionellen Digitalkameras ist es heute auch möglich, Motive in einem Abbildemaßstab aufzunehmen, der 1:1 übersteigt.
Negativ-Verfahren
Als Negativ-Verfahren in der Fotografie werden alle Prozeduren bezeichnet, die ein Bild mit umgekehrten, als negativen, Farbwerten erzeugen. Zur Erzeugung eines Abbildes mit naturgetreuer Farbgebung muss in einem zweiten fotografischen Prozess von dem vorliegenden Negativ ein Positiv gezogen werden.

Die Grundlage dieses Verfahrens ist der sogenannte Negativ-Film, der vor allem in der analogen Amateurfotografie als Schwarz-Weiß- oder Farbnegativfilm heute noch sehr weit verbreitet ist. Nur wenige Sonderformen fotografischer Filme können gleich zu Positiven verarbeitet werden. Der Vorteil des Negativ-Films und des Negativ-Verfahrens liegt darin, dass das Filmmaterial einen größeren Spielraum bei der Belichtung bietet. 

Nikon
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Namenstage
Bei den Namenstagen handelt es sich um eine nahezu ausschließlich katholische und orthodoxe Tradition. Die Namenstage sind ein Bestandteil des sogenannten katholischen Heiligenkalenders. Dieser besondere Kalender beinhaltet ein Verzeichnis der Heiligen und Märtyrer der Kirche nebst ihrer Todesdaten, einer kurzen Beschreibung ihres Lebens und ihres Todes. Einzig die Einträge Johannes des Täufers sowie Marias enthalten zusätzlich Angaben zur Geburt. Der Grund dafür war, dass bei den meisten anderen Heiligen und Märtyrern die Geburtsdaten schlicht nicht bekannt waren.

Lange Zeit war es Brauch, dass ein neugeborenes Kind mindestens als Zweitnamen den Namen des Märtyrers oder Heiligen erhält, der an dem Tag der Geburt Namenstag hatte. Noch weiter verbreitet war die Namensvergabe bei der Taufe. Zu diesem Anlass erhielt der Säugling den Namen des Heiligen oder Märtyrers, an dessen Gedenktag es getauft wurde. Der Grundgedanke dahinter war, den Eltern ein Verzeichnis von Namen an die Hand zu geben, die für die Kirche akzeptabel war. Im Konzil von Trient wurde festgehalten, dass der Pfarrer sich an das Ritual der Namenstage halten solle, um zu vermeiden, dass Kindern anstößige, lächerliche oder gar Namen von Heiden oder Götzen gegeben wurden.

Die hohe Bedeutung dieser Zeremonie zeigt die Tatsache, dass in vielen katholischen oder orthodoxen Gemeinden der Namenstag stärker gefeiert wurde als der eigene Geburtstag. In einigen Regionen ersetzte der Namenstag den Geburtstag auch vollständig, ein Vorgang, der Klerus gefördert wurde. Während der Zeit der Gegenreformation nahm die Bedeutung des Rituals noch einmal zu, um sich von den Protestanten abzuheben.
Neujahr
Neujahr ist, wie der Begriff bereits andeutet, der erste Tag eines neuen Kalenderjahres. Aufgrund der zahlreichen Kalender, welche die Menschheit im Laufe ihrer Geschichte entwickelt hat und deren unterschiedlichen Zählweisen und astronomischen Prinzipien, existiert global kein einheitlicher Neujahrstag, sondern wird je nach Kalendersystem unterschiedlich angegeben. Der heute in westlichen Kulturen geltende Neujahrstag ist der 1. Januar. Diese Regelung geht zurück auf das Römische Reich, das im Jahr 153 vor Christus den Neujahrstag vom 1. März zurückverlegte. In Deutschland wurde bis ins 13. Jahrhundert allerdings der Tag Mariä Verkündigung, der 25. März als Neujahrstag begangen. In den drei folgenden Jahrhunderten wurde der Neujahrstag auf den 25. Dezember gelegt. In weiten Teilen Europas galt zudem weiterhin der 6. Januar als der erste Tag des neuen Jahres. Dies änderte sich erst mit Papst Innozenz XII., der den Jahresbeginn für Resteuropa ebenfalls auf den 1. Januar festlegte. Japan übernahm diese Regelung im Jahr 1873

Weitere Neujahrstermine

Die orthodoxen Kirchen haben den julianischen Kalender beibehalten und feiern Neujahr am 1. September, nach der gregorianischen Zählweise am 14. Januar. Nach dem iranischen Kalender sowie dem Bahá’í-Kalender, der in weiten Teilen der islamischen Welt gilt, wird der Neujahrstag zum Frühjahrsäquinoktium begangen. Die Khmer und die Tamilen feiern Neujahr im April. Da es sich bei dem chinesischen und dem muslimischen Kalender um einen Mondkalender handelt, der auf der Beobachtung der Mondphasen basiert und der daher kürzer ist als das Sonnenjahr, wandern ihre Daten sozusagen rückwärts durch die Jahre. Ihre Neujahrstage sind aus diesem Grunde nach der gregorianischen Zählweise beweglich.
Neukalendarier
Der Begriff der Neukalendarier bezeichnet eine Bewegung innerhalb der orthodoxen Kirche, die 1923 den neuen orthodoxen Kalender übernahm. Zu dieser Bewegung gehören die alexandrinische, die antiochenische, die bulgarische, die konstantinopolitanische und die rumänische Kirche. Auch die griechisch-orthodoxe Kirche gehört dazu, mit Ausnahme der Klöster auf dem Berg Athos.

Der orthodoxe Kalender basiert auf dem gregorianischen Kalender, der jedoch mit einer zusätzlichen Schaltregelung versehen wurde. Im Jahr 1923 stimmten die meisten Kirchen auf dem gesamtorthodoxen Kongress in Konstantinopel dafür, künftig das vom serbischen Gelehrten Milutin Milankovic entwickelte System zu nutzen, 1924 wurde der Kalender eingeführt. Die einzige Kirche, die auf dem Kongress nicht anwesend sein konnte, war die russisch-orthodoxe. Daher traten einige Kirchen von ihrem Entschluss wieder zurück, weil sie der Ansicht waren, dass eine gesamtorthodoxe Lösung besser wäre und die russisch-orthodoxe Kirche von solch einer Entscheidung nicht ausgeschlossen werden dürfe. In Abgrenzung zu den Neukalendariern wird diese Gruppe Altkalendarier genannt, da sie den vorher geltenden julianischen Kalender weiterführen.

Zu dieser Gruppe gehören die eben erwähnte russische Kirche, die georgische, die jerusalemitische, die mazedonische und die serbische Kirche, sowie die Klöster auf dem Berg Athos. Dies brachte jedoch die Einheit der orthodoxen Gemeinden ins Wanken, da sich der neue orthodoxe und der julianische Kalender deutlich in ihrer Zählweise unterschieden, wodurch die religiösen Festlichkeiten auf unterschiedliche Zeitpunkte fielen. Besonders das Osterfest sollte in gemeinsamen Zeremonien begangen werden, so die Ansicht der orthodoxen Gemeinden. Der Kompromiss war, dass sich auch die Neukalendarier weiterhin bei der Bestimmung des Osterfestes an den julianischen Kalender halten sollten. Diese Regelung soll beibehalten werden, bis die Altkalendarier ebenfalls den neuen orthodoxen Kalender übernehmen. Einzig die finnisch-orthodoxe Kirche zählt weder zu den Neu- noch zu den Altkalendariern. Diese hat sich entschlossen, den gregorianischen Kalender anzunehmen. Daher ist sie auch die einzige Kirche, die gesondert von der übrigen orthodoxen Gemeinde Ostern feiert.
Neumond
Der Begriff Neumond bezeichnet den Teil der Mondphase, in welchem der Erdtrabant nicht mit bloßem Auge zu erkennen ist. In dieser Phase befindet sich der Mond in Konjunktion mit der Sonne, also zwischen der Erde und der Sonne. Zwar wird die erdzugewandte Seite des Mondes immer noch etwas von dem von der Erde reflektierten Sonnenlicht beschienen, doch das Licht wird vom weitaus stärkeren Licht der Sonnen überlagert. Nachts kann der Mond nicht gesehen werden, da er sich unter dem Horizont befindet. Die Zeit vor dem Eintritt des Neumondes wird Altlicht genannt, die Zeit danach Neulicht, da sich der Mond scheinbar erneuert.
Normalzeit
Die Normalzeit bezeichnet die in der jeweiligen Zeitzone geltende Zeit, wobei die Sommerzeit dabei keine Beachtung findet. Für diese Definition der Normalzeit wird auch der Begriff der Amtlichen Zeit verwendet. Zum anderen ist die Normalzeit im Fachgebiet der Arbeitswissenschaft ein Maß für die Istzeit.