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Objektiv
Bei einem Objektiv handelt es sich um ein System, das optische Informationen sammelt, um eine reelle Abbildung eines Gegenstandes zu erzeugen. Es ist die wichtigste Komponente für eine Kamera. Bereits eine einfache Sammellinse gilt als Objektiv. Dies war auch der Bestandteil der ersten Kameras. Heutige Objektive sind deutlich komplexer und stellen komplizierte optische Systeme dar, in denen verschiedene Linsen und Spiegel zusammenwirken. Dementsprechend vielfältig sind auch die Arten und Funktionsweisen der Objektive. Die grundlegenden Anforderungen an Objektive egal welcher Art und Form sind  gleich. Sie sollen eine hohe Abbildungsqualität mit möglichst wenigen Fehlern liefern und eine möglichst geringe Streuungsempfindlichkeit aufweisen.

Die ersten Objektive bestanden wie bereits erwähnt lediglich aus einer Linse, sie stellten also Objektive mit fester Brennweite und einem festen Bildwinkel dar. Sie sind auch heute noch in Gebrauch, beispielsweise als Makroobjektive. Weiter verbreitet sind hingegen Objektive, die aus mehreren Linsen und Spiegeln bestehen und damit eine variable Brennweite aufweisen. Bereits viele Basiskameras besitzen fest installierte Objektive mit veränderbarer Brennweite, sogenannte Normal-Objektive, deren Brennweite diagonal zum Aufnahmeformat ist. Tele-Objektive hingegen weisen eine größere Brennweite und einen geringeren Aufnahmewinkel auf, weshalb sie nur einen Bildausschnitt aufnehmen. Weitwinkel-Objektive weisen wiederrum eine geringere Brennweite und einen größeren Bildwinkel auf, wodurch es ihnen möglich ist, einen sehr großen Bildausschnitt aufzunehmen, der in Extremfällen 360° beträgt.

Weitere Objektive mit veränderlicher Brennweite sind sogenannte Zoom-Objektive. Ein Vertreter dieser Art ist das Normal-Zoom-Objektiv, dessen Einstellung der Brennweite im Weitwinkelbereich beginn und bis in den Bereich der Telezoom-Objektive reicht.  Auch Superzoom-Objektive beginnen im Weitwinkelbereich, decken jedoch einen weit größeren Teil des Telezoom-Bereiches ab. Die Einstellungen der Brennweiten von Weitwinkelzoom-Objekten beginnen hingegen im Bereich der Superweitwinkel und enden im Weitwinkelbereich.

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Ortszeit
Mit dem Begriff Ortszeit wird sowohl Sonnenzeit bezeichnet, die an einem beliebigen Ort gilt, als auch die Zonenzeit, wobei der Begriff als Sonnenzeit eines Ortes am weitesten verbreitet ist. Diese Sonnenzeit wurde ursprünglich an den jeweiligen Orten mithilfe einer Sonnenuhr gemessen. Dass überall auf der Welt andere Ortszeiten herrschen, ergibt sich verständlicherweise aus der Tatsache, dass die Sonnenzeit vom jeweiligen Ort abhängt. Im Mittelalter verlor die Sonne ihren Status als direkter Zeitermittler, da die ersten Uhren aufkamen, welche die Zeit mechanisch maßen. Indirekt war die Sonne jedoch weiterhin die Grundlage für die Zeit, da diese ja verantwortlich ist. Daher wird die von der Sonne vorgegebene Zeit auch wahre Ortszeit oder wahre Sonnenzeit genannt. Mit der Zonenzeit wurde die Sonne weiter in den Hintergrund gedrängt, da mit ihrer Einführung die Zeit für alle Orte innerhalb einer Zeitzone die gleiche ist.
Ostern
Das Osterfest stellt das wichtigste Fest im Christentum dar, egal welcher Konfession. Während dieser mehrere Tage andauernde Feierlichkeit wird der Auferstehung Jesu Christi nach dessen Tod am Kreuz gedacht. Mit dieser Auferstehung habe Jesu den Tod als Sohn Gottes überwunden. Der Zeitpunkt des beweglichen Festes wird mit einem Lunisolarkalender bestimmt, da die Kreuzigung und die Auferstehung Jesu in die Zeit des jüdischen Pessach fielen. Der jüdische Kalender stellt einen solchen Lunisolarkalender dar. Das Osterfest wird in der westlichen Kirche immer zum ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond begangen. Da das Osterfest einen sogenannten Festkreis darstellt, gehören zu diesem Sonntag natürlich auch die weiteren Feiertage. Der gesamte Festkreis erstreckt sich über mehrere Tage, welche als Karwoche bezeichnet werden. Zudem bildet der Ostersonntag den Auftakt für die 50 Tage andauernde österliche Freudenzeit, die mit Pfingsten abgeschlossen wird.
Osterdatum
Um das genaue Datum des Osterfestes gab es zunächst Streit, da es ein bewegliches Fest ist und verschiedene Kalendersysteme in den einzelnen Ländern eine einheitliche Bestimmung erschwerten. Im Jahr 325 wurde auf dem Konzil von Nicäa eine erste Regelung für alle Kirchen geschaffen. Diese wurde allerdings 1582 wieder zunichtegemacht, als Papst Gregor XIII. den nach ihm benannten gregorianischen Kalender einführte, einen Kalender, der auf Beobachtungen der Sonne beruhte und daher genauer war als die vorherigen Kalendersysteme. Der neue Kalender wurde allerdings nicht von allen Kirchen angenommen, die orthodoxen und altorientalischen Institutionen behielten den Lunisolarkalender zur Berechnung der Feste bei. Daher gab und gibt es deutliche Abweichungen bei den unterschiedlichen Osterfesten, die bis zu fünf Wochen betragen können.

Festkreis und Karwoche

Die genaue Struktur des Osterfestes wurde für die westlichen Kirchen erst im Jahre 1091 verbindlich festgelegt. Der Festkreis beginnt mit dem Aschermittwoch, zu welchem der 40 Tage gedacht wird, die Jesus fastend und betend verbrachte, sowie der 40 Jahre, welche die Israeliten durch die Wüste wanderten. Der Aschermittwoch stellt zudem den Beginn der Fastenzeit dar, die ebenfalls 40 Tage andauert und am Karsamstag endet. Für die meisten östlichen Kirchen zählt die Woche vor Ostern, die Karwoche, nicht zum Festkreis, sondern wird einer anderen Zeitrechnung zugeordnet. Dafür werden die Sonntage in die 40-tägige Fastenzeit einberechnet. Die Karwoche wird Palmsonntag eingeleitet, der dem Einzug Jesu in Jerusalem gewidmet ist. Gründonnerstag wird dem letzten Abendmahl gedacht, der Karfreitag markiert die Andacht zur Kreuzigung Jesu. Ab diesem Zeitpunkt ruhen auch die Kirchenglocken bis zum Ostersonntag. An Karsamstag gilt die Grabesruhe, bevor der Höhepunkt des Osterfestes folgt, der Ostersonntag, an dem schließlich die Auferstehung Jesu von den Toten gefeiert wird.
Osterbräuche
Bereits vor dem kirchlichen Osterfest wurden Feierlichkeiten abgehalten, die zeitlich um das heutige Osterfest liegen. So ehrten zahlreiche heidnische Kulturen im Frühling ihre Fruchtbarkeitsgötter sowie die Sonne als Lebensspenderin. Viele Bräuche haben sich bis heute erhalten und werden beispielsweise von Neuheiden gepflegt, die der altgermanischen Göttin Ostara huldigen. Ostern wird zudem in vielen Regionen der Welt anders gefeiert. Weit verbreitet ist in europäischen Kulturen der Brauch, sogenannte Ostereier zu verstecken und dies einem Osterhasen zuzuschreiben, beides Symbole für die Fruchtbarkeit sowie das neue Leben, das Jesu am Ostersonntag durch seinen Tod und seine Auferstehung für alle Menschen erwarb. Anschließend werden diese vor allem von den Kindern gesucht. Im katholischen Teil Deutschlands sowie in Österreich und Frankreichs wird den Kindern erzählt, dass die Kirchenglocken am Karfreitag nach Rom fliegen und daher bis Ostersonntag nicht läuten können. Auf dem Rückweg haben die Glocken Süßigkeiten für die Kinder dabei, die sie allerdings auf ihrem Weg verlieren und daher gesucht werden müssen.