Telefon:
0911 / 23 98 46 502

Panorama
Der Begriff Panorama stammt aus dem lateinisch-griechischen Sprachraum und könnte mit „Allschau“ oder „Rundblick“ übersetzt werden. Umgangssprachlich wird heute darunter jedoch auch eine besonders schöne Aussicht verstanden. Bereits in der Antike waren Panoramadarstellungen, also Bilder, die einen möglichst großen Bildwinkel zeigen, sehr populär. Eine Renaissance erlebte diese Kunstform im 19. Jahrhundert. Auch in der Fotografie sind Panoramaaufnahmen sehr beliebt, waren jedoch lange Zeit schwer zu realisieren.

Der Bildwinkel der menschlichen Wahrnehmung beträgt 40 bis 50°. Dieser Bildwinkel wird von den gängigen Kameras abgebildet. Um einen größeren Bildwinkel zu realisieren, werden sogenannte Weitwinkelobjektive benötigt. Heutige Weitwinkelobjektive wie das Fischaugenobjektiv lassen mittlerweile auch einen Bildwinkel von 180° zu, im Extremfall sind jedoch auch 220° möglich. Von einem wirklichen Panorama, einer vollständigen Rundumsicht um 360°, ist dies jedoch noch weit entfernt. Die einzige Möglichkeit, ein Panoramabild zu realisieren, bestand in Fotomontagen. Heute ist ein Rundumblick mit sogenannten Panoramakameras jedoch möglich. Diese Spezialkameras gibt es in drei verschiedenen Ausführungen. Man unterscheidet zwischen Panoramakameras mit Schwenk- oder Wechselobjektiven sowie 360°-Rundumkameras.

Es muss jedoch nicht gleich auf eine Spezialkamera zurückgegriffen werden, um gute Panoramaaufnahmen zu tätigen.  Bereits eine Digitalkamera mit einer Panoramasoftware reicht dafür aus. In Kombination mit einem Stativ, einem Nodalpunktadapter und einer Software für die Nachbearbeitung lassen sich hervorragende Aufnahmen tätigen, egal ob es sich um ein kubisches, ein zylindrisches oder ein sphärisches Panorama handelt.
Pentax
HTML Beschreibung
Pixel
Bei Pixeln handelt es sich um Bildpunkte oder Bildzellen beziehungsweise Farbwerte digitaler Rastergrafiken, die ein digitales Bild strukturieren. Zudem werden die für die Erfassung der Farbwerte notwendigen Flächenelemente eines Bildsensors als Pixel bezeichnet. Diese Bildzellen sind in einer digitalen Grafik rasterförmig angeordnet. Die Ansicht, dass es sich bei den Pixeln um rechteckige Elemente handelt, ist sehr weit verbreitet, jedoch falsch, was bei einer ausreichenden Vergrößerung einer Grafik schnell erkannt wird. Tatsächlich handelt es sich bei diesen Bildzellen um Abtastwerte innerhalb der digitalen Signalverarbeitung. Die einzelnen Pixel tragen Informationen über ihre farblichen Eigenschaften beziehungsweise über ihren Farbraum.

Die Gesamtzahl der Pixel bezeichnet die Auflösung des jeweiligen Bildes. Sie wird berechnet, indem die Anzahl der Bildpunkte in Spalten der Höhe und Breite der Rastergrafik gezählt und multipliziert werden. Bei einem Bild mit der Gesamtauflösung 1024x768 beträgt die Anzahl der Pixel in der vertikalen Spalte somit 1024 und in der horizontalen Spalte 768. Der Gesamtwert beträgt also 786.432 Pixel oder 0,79 Megapixel. Die Größe des Bildes hat mit dessen Auflösung nichts zu tun, da theoretisch jede Anzahl von Pixeln in jeder Bildgröße auftreten kann. Wird daher eine Rastergrafik stark vergrößert, vergrößern sich auch die einzelnen Pixel, wodurch das Bild schnell grobkörnig wird. Grafiken auf Pixelebene sind weniger für eine Bearbeitung geeignet. Idealerweise liegt das Bild als Vektorgrafik vor, wenn es bearbeitet werden soll.
Polaroid
Polaroid ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das 1937 in Boston gegründet wurde und das Polarisationsfolien entwickelte, auf die der Physiker Edwin Herbert Land 1933 ein Patent erhielt. Diese Folien konnten vielseitig eingesetzt werden, etwa zur Herstellung von Sonnenbrillen oder für die Filme von Sofortbildkameras. Bereits im Februar 1947 präsentierte Land eine Kamera, die kurze Zeit nach der Aufnahme ein fertiges Positivbild lieferte. Zunächst handelte es sich dabei hauptsächlich um Schwarz-Weiß-Bilder, etwas später kamen Bilder in Sepia hinzu. 1963 erschien der erste Farbfilm namens Polacolor.

Die Funktionsweise war recht einfach. Kurz nach der Belichtung lief der Film zwischen zwei Walzen durch, welche die Entwicklerpaste zwischen Positiv und Negativ verteilten. Die Entwicklungszeit betrug bis zu 90 Sekunden, bevor das fertige Positiv der Kamera entnommen werden konnte. Das Negativ ging in der Regel verloren. In den folgenden Jahren stellte Land zahlreiche Verbesserungen seiner Entwicklung vor, die auch die ersten Kinderkrankheiten wie die Temperaturempfindlichkeit weitgehend in den Griff bekamen. In den 1970er, 1980er und frühen 1990er Jahren waren die Sofortbildkameras aus dem Hause Polaroid derart populär, dass der Name des Herstellers zum Synonym für das gesamte Segment der Sofortbildkameras wurde.

Mit dem Aufkommen der Digitalkameras brach der Absatz von Polaroid nach und nach ein. Das Unternehmen reagierte auf den neuen Trend und konzentrierte sich ebenfalls auf die Entwicklung und Verbreitung dieser neuen Kameraart. Leider konnte Polaroid nicht an die Erfolge anknüpfen, die das Unternehmen mit seinen Sofortbildkameras verzeichnete. Im Mai 2010, zwei Jahre nach einem Insolvenzverfahren, besann sich Polaroid allerdings wieder auf seine alten Erfolge und präsentierte eine neue analoge Sofortbildkamera, die Polaroid 300. Für neue Popularität soll zudem die bekannte Sängerin Lady Gaga sorgen, die im Januar 2010 als neuer Creative Director des Unternehmens vorgestellt wurde. 2011 stellte sie in ihrer neuen Funktion drei Produkte vor – einen Drucker, eine Brille sowie eine neue Kamera. 
Periode
Der Begriff Periode kommt aus dem griechischen Sprachgebrauch und bedeutet so viel wie „das Herumgehen“. Er bezeichnet einen abgegrenzten Zeitabschnitt, eine Zeitperiode oder ein Zeitintervall. In der Chronologie bezeichnet die Periode ein geschlossenes Ereignis mit einem Anfang und einem Ende, das sich jedoch immer und immer wieder wiederholt, also periodisch beziehungsweise zyklisch vorkommt, wobei der Zeitraum, in dem das Ereignis sich vollzieht, immer gleich bleibt. Beispiele sind der Zeitraum zwischen zwei Sonnenaufgängen und damit verbunden der Zeitraum von Tag und Nacht sowie der Umlauf der Erde um die Sonne und damit verbunden das wiederkehrende Jahr mit seinen Jahreszeiten.
Persischer Kalender
Der persische Kalender oder Dschalali-Kalender basiert auf dem Nouruz-Nameh-Kalender und wurde am 31.03.1925 mit dem Beschluss des Parlamentes im Iran eingeführt. Damit endete die Ära der islamischen Zeitrechnung in dem Land. Damit wechselten die Iraner erneut zu einem Kalendersystem, das auf solaren Prinzipien beruhte.

Aufbau und Geltungsbereich

Der persische Kalender unterteilt das Jahr in zwölf Monate, deren Beginn und Ende sich ebenso an den Sternzeichen orientieren wie die Namen. Mit der Benennung der Monate wird damit eine Tradition fortgesetzt, die seit 3000 Jahren im Iran herrscht. Das Gemeinjahr des persischen Kalenders umfasst 365 Tage, zum Ausgleich der bestehenden Ungenauigkeiten zum tropischen Jahr wurde eine Schaltregelung eingeführt, die das Schaltjahr um einen Tag verlängert. Das Schaltjahr findet in 33 Jahren insgesamt achtmal statt, in der Regel mit einem Abstand von vier Jahren. Der Neujahrstag wird nach dem persischen Kalender im Iran zum Frühjahrsäquinoktium begangen. Obwohl der persische Kalender den islamischen Kalender abgelöst hat, orientierte er sich zunächst in Teilen noch an diesem. So wird der Beginn des Kalenders mit der Flucht Mohammeds von Mekka nach Medina gleichgesetzt. Diese Regelung wurde während einer Kalenderreform im Jahr 1976 kurzzeitig gekippt, für einige Zeit galt die Krönung des persischen Regenten Kyros als Beginn des Kalenders. Nach scharfen Protesten schiitischer Geistlicher wurde diese Reform allerdings zurückgenommen und die Flucht Mohammeds als Kalenderepoche wieder eingeführt. Kurz nachdem der Iran den persischen Kalender angenommen hat, entschloss sich Afghanistan ebenfalls dazu. Sie verwenden als Monatsbezeichnungen ebenfalls die Namen der Sternbilder, allerdings benutzen sie hierfür die Sprachen Paschto und Persisch.
Pfingsten
50 Tage nach dem Osterfest, dem wichtigsten Fest im kirchlichen Festjahr, wird Pfingsten gefeiert. Es findet daher immer im Zeitraum zwischen dem 10. Mai und dem 13. Juni statt. Das Fest ist, da es mit Ostern verbunden ist, wie dieses ebenfalls ein bewegliches Fest und auf kein fixes Datum festgelegt. Pfingsten geht auf die Apostelgeschichte 2,1-41 im Neuen Testament zurück, in welcher beschrieben wird, wie der Heilige Geist die Jünger und die Apostel erfüllte. Zu diesem Zeitpunkt befanden sie sich in Jerusalem, um das jüdische Schawuot zu feiern. Dieser Tag wird von der christlichen Kirche als Zeitpunkt ihrer Gründung verstanden. Das Pfingstfest ist daher der Entsendung des Heiligen Geistes gewidmet. Das Fest beginnt in der katholischen Kirche mit der neutägigen Gebetszeit, die zu Himmelfahrt Maria beginnt und mit dem Pfingstfest endet. Das eigentliche Hochfest beginnt jedoch am Vorabend von Pfingsten mit der Vesper. Die zweite Vesper am Pfingstsonntag beendet das Pfingstfest und damit den gesamtösterlichen Festkreis.
Platonisches Jahr
Das platonische Jahr bezeichnet aus geozentrischer Sicht, also vom Standpunkt des Beobachters mit der Erde als Beobachtungspunkt, den größten kosmischen Zyklus. Mit diesem Begriff wird der Zeitraum bezeichnet, den der Frühlingspunkt benötigt, um einmal die gesamte Ekliptik zu durchwandern, was zwischen 25.700 und 25.800 Jahre dauern kann. Der Begriff geht zurück auf den antiken Philosophen Platon und seinen Dialog Timaios, in dem er davon spricht, dass die Planeten nach langer Zeit wieder zu ihrem Anfangspunkt zurückkehren, wodurch ein Weltzyklus vollendet wird. Hier ist allerdings von der Präzession, von welcher das moderne Verständnis des platonischen Jahres abhängt, noch keine Rede. Was auch nicht verwundert, da die Präzession erst später entdeckt wurde. Eine gewisse frühe Vorstellung der Präzession ist jedoch dem weiteren Timaios zu entnehmen.
Positivisten-Kalender
Im Jahr 1849 versuchte der Philosoph und Mathematiker Auguste Comte eine Reform des gregorianischen Kalenders anzuregen. Als Grundlage für diese geplante Reform diente der von ihm entwickelte Positivisten-Kalender. Dieser war ebenfalls ein Solarkalender. Comte hatte mit seinen Vorschlägen Mitte des 19. Jahrhunderts keinen Erfolg. 1923 floss der Positivisten-Kalender jedoch in den Internationalen Ewigen Kalender von Moses Cotsworth ein.

Aufbau

Der Kalender der Positivisten unterteilt das Jahr in 13 Monate, welche die Namen von berühmten Personen der Menschheitsgeschichte tragen, und die vier Wochen mit je sieben Tagen umfassen. Am Ende des Jahres wird ein weiterer Tag eingefügt, der als Totengedenktag dienen sollte. Dieser Tag wurde jedoch nicht im normalen Jahresablauf verankert und gehört so keiner Woche und keinem Monat an, eine Idee, die später im neu entwickelten Weltkalender wieder aufgenommen werden sollte. Zusätzlich sollte der Kalender aufgrund seiner Schaltjahresregelung in den Schaltjahren einen weiteren Tag erhalten, der weiblichen Heiligen gewidmet sein sollte. Durch diese Zählung beginnt das Jahr immer mit einem Monat, jedes Datum ist einem Wochentag fest zugeordnet.

Gründe für die Ablehnung

Der Vorteil dieses Kalendersystems liegt auf der Hand. Aufgrund der Struktur ist der Kalender übersichtlich und jahresunabhängig. Die Gründe für die Ablehnung wogen jedoch schwerer. Die Hauptkritik war ähnlich wie später beim Weltkalender, dass der Kalender mit jahrtausendealten Traditionen im Kalenderwesen bricht und zudem die Jahreszeiten nicht beachte. Weitere Kritik kam aus der Wirtschaft. Sie monierte, dass die Zahl der Monate nicht teilbar sei, wodurch es unmöglich werde, Statistiken für das Quartal und die Halbjahre zu erstellen. Zudem sei der Kalender durch die Monatsnamen zu ideologisch geprägt.
Präzession
Im physikalischen Verständnis bezeichnet die Präzession allgemein die Achse eines sich drehenden Körpers, die aufgrund des Einwirkens äußerer Kräfte eine Richtungsänderung vollführt, also sozusagen zu kreiseln beginnt. In der Astronomie bezeichnet der Begriff die Richtungsänderung beziehungsweise die Kreiselbewegung der Erdachse. Die Grundlage für die Präzession der Erde sind die Massenanziehungskräfte beziehungsweise die Gravitationskräfte, die von der Sonne und dem Mond ausgehen und die einen Einfluss auf das Drehmoment der Erde ausüben. Die Präzession der Erde wird daher auch als lunisolare Präzession bezeichnet. Sie sorgt damit sozusagen für eine Schiefe der Ekliptik, für eine Erdachse, die um 23,44° abweicht. Ein voller Kegelumlauf, der auch Zyklus der Präzession genannt wird, benötigt die Erdachse zwischen 25.700 und 25.800 Jahre. Dies wird auch als Platonisches Jahr bezeichnet, die Zeit, welche der Frühlingspunkt benötigt, um einmal durch alle Tierkreiszeichen der Ekliptik zu wandern. Die Präzession hat nicht nur Einfluss auf die Jahreszeiten, sondern auch auf die Definition des Jahres, beziehungsweise auf die Schaltregelungen der Kalendersysteme. Es wird ebenfalls vermutet, dass die Präzession einen Einfluss auf die Eiszeiten ausübt. Inwieweit dies geschieht, ist allerdings bislang noch unbekannt.