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Scanner
Der Begriff Scanner bezeichnet eine Vielzahl von Geräten zur digitalen Datenerfassung oder –suche. Wichtig für die Fotografie ist ein Teilbereich der Geräte zur digitalen Datenerfassung, genauer gesagt der Dokumentenscanner sowie der Filmscanner. Ein Dokumentenscanner dient – wie der Name schon andeutet – dazu, in kurzer Zeit große Mengen an Dokumenten und Bildern zu scannen und sie in digitale Informationen umzuwandeln, die zur Weiterverarbeitung am Computer genutzt werden können. Auf diese Weise können Fotografien, die schon als physisches Bild vorliegen, noch einmal nachbearbeitet werden. Beim Kauf eines solchen Scanners sollte genau auf die Qualität geachtet werden. Vor allem bei der optischen Auflösung sind starke Unterschiede möglich.

Zum Scannen von Filmen, Videokassetten und Negativen ist der Dokumentenscanner nicht geeignet. Für dieses Vorhaben sollte auf einen Spezialscanner zurückgegriffen werden, einen sogenannten Filmabtaster. Das Gerät ist in der Lage Filme, Filmrollen und Negative abzutasten und die darauf enthaltenen Bilder als Daten bereitzustellen, damit sie am Computer bearbeitet oder restauriert werden können. Auch hier sollten vor dem Kauf die großen Qualitätsunterschiede beachtet werden. Doch nicht nur die Qualität des Gerätes an sich ist wichtig, sondern auch die Verwendung der geeigneten Software für den Dokumentenscanner sowie für den Filmabtaster, um wirklich qualitativ hochwertige Daten zu erhalten. Ein umfassender Vergleich der zahlreichen Softwarevarianten gibt Aufschluss.
SW-Fotografie
Die Schwarz-Weiß-Fotografie ist das erste Verfahren, das in der Fotografie eingesetzt wurde. Mit diesem Verfahren können nur Helligkeitsunterschiede dargestellt werden, die Schwarz-Weiß-Fotografie beziehungsweise Graustufenfotografie arbeitet dabei mit Grauwertabstufungen. Allerdings können die Grauwertabstufungen mittels Farbfilter manipuliert werden. Das Prinzip wurde bereits im frühen 19. Jahrhundert entwickelt, die erste Schwarz-Weiß-Fotografie geht auf das Jahr 1826 zurück. Der Autodidakt Joseph Nièpce experimentierte mit einer Camera Obscura und mit lichtempfindlichem Asphalt, als es ihm gelang, eine Aufnahme der Aussicht aus seinem Arbeitszimmerfenster zu machen. Das frühe fotografische Verfahren, das Nièpce Heliografie nannte, war recht langwierig, die Aufnahmen benötigten eine Belichtungszeit von knapp acht Stunden.

In den folgenden Jahrzehnten wurde das Prinzip verfeinert, neue Trägermaterialien wie die Fotoplatte und später der Film, sowie neue, lichtempfindlichere Emulsionen wurden entwickelt, die deutlich weniger Belichtungszeit bei einer Aufnahme benötigten. Ende des 18. Jahrhunderts bekam die Schwarz-Weiß-Fotografie Konkurrenz durch die Farbfotografie, konnte sich jedoch noch lange Zeit behaupten, da das alte Verfahren weniger aufwendig und die Entwicklung der Bilder unkomplizierter war. Erst in den 1970er Jahren wurde die Schwarz-Weiß-Fotografie weitgehend von der Farbfotografie verdrängt.

Heute wird die Schwarz-Weiß-Fotografie nur noch selten verwendet, obwohl sie seit einigen Jahren bei den Amateurfotografen und besonders in der Fotokunst eine Renaissance erlebt, da die besondere Ästhetik und der Stil der monochromen Bilder wieder zu schätzen gewusst wird. In der Wissenschaft hat die Schwarz-Weiß-Fotografie jedoch ihre Berechtigung behalten. So werden beispielsweise in bestimmten Bereichen der Meteorologie sowie der Astrofotografie weiterhin monochrome Aufnahmen gemacht.
Schärfe
Der Begriff der Schärfe beziehungsweise des Schärfeneindrucks bezeichnet in der Fotografie die Unterscheidbarkeit von Ebenen und Details hinsichtlich Farbton, -intensität und Hell-Dunkel-Kontrasten in einem Bild. Ein guter Schärfeeindruck ist das grundlegende Ziel einer fotografischen Aufnahme, da nur durch sie die Bildinformationen optimal übermittelt werden können. Die Schärfe wird oft verwechselt mit der Auflösung, ist jedoch von ihr abzugrenzen. Die Schärfe einer Aufnahme wird eingestellt, indem der Abstand zwischen Film und Objektiv so lange geändert wird, bis im Sucher das Bild scharf erscheint.

Bewertung

Der Schärfegrad und damit die Qualität einer Aufnahme werden über drei Bewertungskriterien ermittelt. Die Grundlage stellt immer noch das klassische Zählmaß dar, bei dem die unterscheidbaren Linien gezählt werden. Mit dieser Methode wird die Qualität zahlreicher fotografischer Geräte bewertet. Das zweite Kriterium stellt die künstlerische Bildaussage dar, bei der eine übermäßige Schärfe oftmals negativ gesehen wird. Vielmehr kann durch eine gute Mischung aus scharfen und unscharfen Elementen die Aussage eines Bildes unterstrichen werden. Hinzu kommt der subjektive Schärfeeindruck, das individuelle Schärfemaß eines jeden Menschen. Die Schärfe kann jedoch mit den geeigneten Geräten auch technisch ermittelt werden.

Nachschärfen

Zur Veränderung der Schärfe eines Bildes beziehungsweise zum Nachschärfen einer Aufnahme stehen unterschiedliche Mittel zur Verfügung. Die klassische Methode ist die manuelle Variante, die sehr früh in der Fotografie eingesetzt wurde. Mit feinen Pinseln und speziellen Farben kann der Schärfeeindruck einer Fotografie per Hand verbessert werden. Eine zweite Methode ist die Kontrastveränderung mittels Chemie und gezieltes Nachbelichten. Diese Verfahren wurden mittlerweile allerdings weitgehend durch den Einsatz von Software verdrängt. Mit geeigneten Bildbearbeitungsprogrammen ist es heute am Computer möglich, eine Aufnahme einer umfassenden Nachbearbeitung hinsichtlich der Schärfe zu unterziehen.

Dies kann durch eine Verkleinerung des Bildes geschehen, so dass auch die einzelnen Pixel des Bildes verkleinert werden und so die Grenzen stärker hervortreten. Zum anderen wird eine höhere Schärfe erreicht, indem per Bildbearbeitungsprogramm die Kontraste hervorgehoben werden. Auf diese Weise dunkelt die Software dunkle Pixel an Grenzverläufen noch einmal nach und hellt hellere weiter auf, wodurch der Hell-Dunkel-Kontrast stärker hervortritt. Mit der digitalen Nachbearbeitung von Bildern lässt sich einiges erreichen, doch bei sehr unscharfen Bildern stoßen auch die digitalen Werkzeuge an ihre Grenzen, da auch sie einmal verlorene Bildinformationen nicht einfach aus dem Nichts neu schaffen können.

Selbstauslöser
Beim Selbstauslöser handelt es sich um einen Mechanismus, der die Aufnahme erst einige Zeit nach dem Drücken des Auslösers tätigt. Dabei kann die ablaufende Zeit voreingestellt sein, in der Regel beträgt diese Zeit zehn Sekunden. Viele Kameras verfügen jedoch auch über einen Selbstauslöser, bei dem die Verzögerungszeit individuell eingestellt werden kann. Mechanische Kameras wie Sucher- und Spiegelreflexkameras verfügen über einen mechanischen Auslöser. Hierbei wird die die zeitliche Einstellung der Selbstauslösefunktion über gespannte Federn und Zahnräder realisiert. Verfügt die Kamera nicht über einen eingebauten Selbstauslöser, jedoch einen Anschluss für einen Drahtauslöser, kann ein Zubehörauslöser genutzt werden.

Bei elektronischen Kameras wird der Selbstauslöser ebenfalls elektronisch betätigt. Bei diesem elektronischen Selbstauslöser wird das Zeitintervall vor jeder Benutzung neu eingestellt. Nach der Betätigung der Selbstauslösefunktion zeigt ein optisches oder akustisches Signal die Zeit bis zur Aufnahme an. Bei einigen Kameras ist es möglich, die Selbstauslösefunktion zu nutzen, um Intervallaufnahmen zu machen.

Die Benutzung der Selbstauslösefunktion erfolgt in der Regel bei drei Gelegenheiten. Zum einen bei geordneten Gruppenaufnahmen, bei denen der Fotograf ebenfalls mit auf dem Bild erscheinen möchte und durch den Selbstauslöser die nötige Zeit erhält, sich selbst zu positionieren. Auch bei Einzelaufnahmen wird der Selbstauslöser gern genutzt, wenn der Fotograf sich selbst abbilden möchte und keine weitere Person zur Bedienung der Kamera anwesend ist. Darüber hinaus wird der Selbstauslöser benutzt, wenn Aufnahmen mit einer längeren Belichtungszeit und Brennweite gemacht werden sollen. Selbst wenn das Gerät auf einem stabilen Stativ steht, kann es vor allem in den ersten Sekunden nach dem Betätigen des Auslösers dazu kommen, dass die Kamera bewegt wird und die Aufnahmen damit verwackeln. Die Benutzung des Selbstauslösers gibt der Kamera genug Zeit, wieder zur Ruhe zu kommen und stabil zu stehen, so dass die Aufnahmen nicht verwackeln können.
Selfie
„Selfie“ ist ein Begriff der Postmoderne, um Selbstaufnahmen zu benennen. Fotografische Selbstaufnahmen haben eine lange Geschichte. Erste Selbstaufnahmen sind bereits aus dem Jahr 1900 bekannt. Diese Aufnahmen wurden realisiert, indem die damals weit verbreitete Box-Kamera auf einem Stativ befestigt oder einem nahestehenden festen Objekt abgelegt und in einem spitzen Winkel vor einen Spiegel gestellt wurde, der die Person reflektierte.

Herkunft des Begriffes

Der Ursprung des Begriffs „Selfie“ für die Selbstaufnahmen liegt im Dunkeln, die früheste Verwendung geht auf das Jahr 2002 zurück, als es im heutigen Begriffszusammenhang in einem australischen Forum verwendet wurde. Im Jahr 2013 wurde der Begriff bereits in die Online-Version des Oxford English Dictionary aufgenommen sowie zum Wort des Jahres 2013 erklärt. Heutige Selfies werden in der Regel mit einer Digitalkamera oder einem Smartphone gemacht, indem ebenfalls das Spiegelbild einer oder mehrerer Personen fotografiert wird. Seit einigen Jahren sind jedoch auch Aufnahmen verbreitet, die direkt geschossen wurden. Die Verwendung von Smartphones, deren Linse variabel eingesetzt werden kann, hilft dabei, gelungene Bilder zu machen.
 
Studien

Bislang wurden einige Studien zur Bildkomposition von Selfies durchgeführt. Dabei entdeckten frühe Studien eine Verbindung zur klassischen Portraitmalerei, da die abgebildeten Personen der Kamera vorrangig ihre linke Gesichtshälfte präsentierten. Die Interpretation der Forscher war, dass die Abgebildeten unbewusst auf neurophysiologische Reize reagierten und wie professionelle Maler auf Unterschiede der Ausdrücke der Gesichtshälften achteten. Mittlerweile konnte allerdings ein größerer Datensatz untersucht werden, wodurch die Forscher von der ersten Vermutung abrückten und nun der Ansicht sind, dass die Selfies keiner einheitlichen gestalterischen Komposition folgen, sondern die Bilder eher nach Regeln aufgenommen werden, die in der jeweiligen Kultur und Gesellschaft vorherrschen.

Verbreitung

Diese Selfies sind gerade unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein sehr weit verbreitetes soziokulturelles Phänomen zur Eigenpräsentation und Interaktion mit ihrer Umwelt. Dies geschieht unter anderem dadurch, dass die Bilder direkt zwischen den Smartphones hin- und hergeschickt werden. Zudem werden die Bilder gern in Sozialen Netzwerken oder Bildplattformen veröffentlicht und getauscht. Jüngste Studien ergaben, dass Selfies vor allem unter Jugendlichen mit schwacher sozialer Unterstützung weit verbreitet sind, die versuchen, mit möglichst schmeichelhaften Aufnahmen ihren Status zu heben. Dabei entwickeln sich jedoch Trends, die das genaue Gegenteil auslösen. So wurden beispielsweise Aufnahmen von Mädchen mit übertrieben gespitzten Lippen in sozialen Medien als sogenannte „Duckfaces“, also Entengesichter, betitelt und die Personen der Lächerlichkeit preisgegeben. In diesem Fall wird also mit der Veröffentlichung eines Selfies das Gegenteil der ursprünglichen Intention verursacht. In solchen Fällen von Cybermobbing kann der ohnehin schwache soziale Rückhalt und das Selbstbild der Mädchen weiter geschädigt werden.

Gefahren der „Selfies“

Dies geschieht ebenfalls bei sogenannten „Nudies“, eine Sonderform der Selfies, die ebenfalls vor allem unter Mädchen verbreitet ist. Es kann als Spiel mit den Geschlechterrollen und der sich entwickelnden Sexualität verstanden werden. Zumeist werden diese Bilder direkt von Telefon zu Telefon ausgetauscht, entweder zwischen Beziehungspartnern oder als Flirtversuche. Das birgt jedoch die Gefahr, dass diese Bilder von eifersüchtigen Partnern als Druckmittel eingesetzt oder von rachsüchtigen Ex-Partnern ins Internet gestellt werden, wenn die Beziehung beendet wurde. Die „Nudies“ werden jedoch auf oft von den Mädchen selbst in Bildplattformen oder Soziale Netzwerke eingestellt. Dies bereuen die meisten in der Regel jedoch schnell, da diese Art von Bildern in der Regel eine schnelle Verbreitung findet und es praktisch unmöglich ist, etwas wieder aus dem Internet zu entfernen. Eine weitere große Gefahr stellen Pädophile dar, die unter einem falschen Profil versuchen, „Nudies“ von jungen Menschen zu erhalten.

Sigma
HTML Beschreibung
Sofortbildkamera
Bei der Sofortbildkamera handelt es sich, wie der Name schon sagt, um eine Kamera, die sofort nach der Aufnahme mit der Entwicklung eines Bildes beginnt und dieses kurze Zeit später auswirft. Das Grundprinzip der Sofortbildkamera wurde bereits 1860 von dem Franzosen Jules Bourdin entwickelt. Eine weitere Verbreitung fand diese Art Kamera erst ab 1947, als Edwin Herbert Land diese in seinem Unternehmen „Polaroid“ fertigte. In den kommenden Jahrzehnten entwickelte sich eine wahre Erfolgsgeschichte der Kamera, so dass der Name „Polaroid“ zum Synonym für das Segment der Sofortbildkameras wurde. Diese Erfolgsgeschichte setzte sich bis in die 1990er Jahre fort, erst das Aufkommen der Digitalkameras ließ die Verkaufszahlen der Sofortbildkameras rasant einbrechen. Erst im Jahr 2010 wurde von Polaroid eine neue Sofortbildkamera vorgestellt.

Sofortbildkameras enthalten, um die sofortige Entwicklung des Fotos zu realisieren, statt eines Films einen Stapel Papierblätter, der eine lichtempfindliche Schicht aufweist, die der eines Negativfilmes ähnelt. Darüber hinaus beinhaltet das Material die zur Entwicklung eines Fotos notwendigen Chemikalien mit Farbstoffen bei Farbfotomaterial oder Silberteilchen für Schwarz-Weiß-Bilder im Positiv. Kurz nach der Aufnahme werden die Entwicklerchemikalien zwischen Positiv und Negativ ausgewalzt. Nach der Entwicklungszeit, die in der Regel mindestens 90 Sekunden dauert, wird das Positiv vom Negativ getrennt, das Bild ist fertig. Außer bei einem speziellen Film für Schwarz-Weiß-Aufnahmen wird bei der Sofortbildkamera kein wiederverwendbares Negativ entwickelt. Eine Reproduktion ist daher nur möglich, wenn das Bild vervielfältigt wird.
Sony
Das Unternehmen Sony ist der drittgrößte Konzern im Elektronikbereich in Japan. Es wurde 1946 in Tokio unter dem Namen Totsuko gegründet, 1947 bezog es allerdings den neuen Firmensitz in Shinagawa. Nach der anfänglichen Produktion von Reiskochern, die jedoch keinen guten Ruf besaßen, konzentrierte sich das 1958 auf den Namen Sony umbenannte Unternehmen bald auf die Entwicklung und Produktion von Unterhaltungselektronik. Der Durchbruch gelang mit dem ersten Transistorradio des Unternehmens. Ein wichtiges Standbein Sonys stellen die Produkte im Segment der Fotografie dar. Bereits in den 1980er Jahren begann das Unternehmen mit der Herstellung von Digitalkameras, die später unter dem Namen Mavica auf den Markt kommen sollten. Mitte der 1990er Jahre wurde der Name allerdings fallengelassen, die Digitalkameras sind heute unter dem Namen Cyber Shot im Handel. Ebenfalls weithin bekannt sind die Camcorder von Sony, die unter dem Namen Handycam vertrieben werden. Vor wenigen Jahren kaufte das Unternehmen das Kamerageschäft Konica Minolta auf, wodurch es für Sony dank der erworbenen neuen Technik möglich wurde, seine erste Spiegelreflexkamera namens Sony Alpha zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.
Spiegelreflexkamera
Der Begriff Spiegelreflexkamera bezeichnet einen speziellen Kameratypen, bei dem zwischen der Bildebene und dem Objektiv ein Spiegel eingebaut wurde, der sich wegklappenlässt. Die Besonderheit dieses Kameratyps ist der sogenannte Sucher. Durch diesen Sucher oder, bei älteren Modellen, durch eine Lupe beziehungsweise Lichtschachtsucher, konnte das Bild zunächst seitenverkehrt auf dem Spiegel betrachtet werden. Bei den später eingeführten Prismensuchern wurde das Bild auf dem Spiegel korrekt abgebildet.

Bei Betätigen des Auslösers, unmittelbar vor der Aufnahme, wird der Spiegel nach oben geklappt und gibt dem Licht den Weg durch den sich öffnenden Verschluss auf die Film- beziehungsweise Bildebene frei. Bei Spezialkonstruktionen wird die Zeit zwischen dem Auslösen der Kamera und der Aufnahme des Bildes reduziert, indem statt eines intransparenten Spiegels ein teildurchsichtiger montiert wird. Auch durchsichtige Prismen können die Aufgabe des Spiegels übernehmen. Der Nachteil ist, dass hierbei weniger Licht zum Film durchgelassen wird, da es abgelenkt wird.

Zweiäugige Spiegelreflexkameras (TLR = twin lens reflex“) weisen immer zwei Objektive mit gleicher Brennweite auf. Das obere Objektiv bildet über den Spiegel ein Abbild auf der Einstellscheibe ab. Es ist lichtstärker als das darunter liegende Aufnahmeobjektiv, wodurch die Schärfe besser eingestellt werden kann. Das Aufnahmeobjektiv verfügt über einen Zentralverschluss. Über dieses Objektiv wird der Film belichtet. Der Vorteil der zweiäugigen Kameras ist, dass das Sucherbild immer zu sehen ist. Zudem entstehen bei der Auslösung der Aufnahme im Gegensatz zur einäugigen Kamera (SLR = “single lens reflex“)  kaum Erschütterungen, so dass das Risiko der Verwackelung minimiert ist. Der Nachteil ist allerdings der hohe Kostenfaktor durch die aufwendige Konstruktion sowie das Risiko der Parallaxenfehler, das aufgrund der verschobenen optischen Achsen der Objektive besteht.

Spiegelreflexkameras gibt es auch in digitaler Form (DSLR = „digital single lense reflex“). Sie liegen preislich und qualitativ selbst im Einsteigerbereich mit einfachen Objektiven im mittleren bis oberen Segment dieser Kameraklasse. Sie arbeiten auf ähnliche Weise wie ihre analogen Gegenstücke, zeichnen sich jedoch dadurch aus, dass die getätigten Aufnahmen sofort, ohne aufwendiges Entwickeln, zur Verfügung stehen und sofort auf dem eingebauten Bildschirm betrachtet werden können, wodurch mögliche Bildfehler sofort erkannt werden. Der Nachteil der digitalen Spiegelreflexkameras besteht darin, dass der Bildsensor schnell mit Staub verschmutzt ist. Zudem geraten beim Wechsel des Objektivs schnell Fremdpartikel in den Spiegelkasten, wodurch bei der Aufnahme Bildfehler entstehen.
Stativ
Ein Stativ gehört zur Grundausstattung für Fotografen, die es ernst meinen und nicht nur herumknipsen wollen. Diese Vorrichtung wurde geschaffen, um die Kamera zu einem stabilen Stand zu verhelfen, sie auf einer bestimmten Höhe zu halten und ein Verwackeln bei der Aufnahme zu verhindern, was gerade bei längeren Belichtungszeiten oder bei der Arbeit mit langbrennweitigen Objektiven keine Seltenheit ist. Bei der Anschaffung eines Stativs gilt es allerdings einiges zu beachten, denn Stativ ist nicht gleich Stativ. Die erste Regel lautet: Der Stativkopf sollte das Gewicht der Kamera aufweisen und das gesamte Stativ so viel wiegen wie diese beiden zusammen.
Stativarten
Der Klassiker ist das dreibeinige Teleskopstativ, Tisch- und Auto-Stative sind ebenso Sonderformen wie der Beanbag, die Baumschrauben und das Flaschenstativ. Das Einbeinstative sind keine eigenständigen Stativformen, sondern sollen vielmehr die Dreibeinstative ergänzen. Leuchtenstative sind in der Regel im Studio zu finden und tragen alles, was zum Fotografieren notwendig ist, außer der Kamera. Die Stative werden aus unterschiedlichen Materialien gefertigt. Das klassische Material zur Herstellung eines Teleskopstatives ist Aluminium. Es ist günstiges und leichtes Material, jedoch sehr weich, wenn die Materialstärke zu gering ist. Ein weiterer Nachteil ist, dass es Schwingungen leitet. Besser geeignet sind Stative aus Holz oder Carbon. Sie sind resistenter gegen Schwingungen und verwindungssteif. Ein Stativ aus Holz ist zudem günstig, wohingegen Carbon ein eher teures Material ist. Als das beste Material, aus dem derzeit ein Stativ hergestellt werden kann, ist Basalt. Es ist noch leichter als Aluminium, wobei es eine ungleich höhere Schlagfestigkeit aufweist und nicht so schnell verbeult. Zudem hat es eine hohe Verwindungssteifigkeit und eine hervorragende Fähigkeit, Schwingungen zu dämpfen.
Stativkopf
Auch beim Stativkopf gibt es einige Unterschiede, wobei jeder Fotograf auf einen anderen Kopf schwört. Es kann also nicht gesagt werden, welcher der geeignetste ist, jeder Fotograf muss den Kopf finden, der zu ihm und seinen speziellen Anforderungen passt. Beim Kugelkopf handelt es sich um einen Zwei-Wege-Neiger, auf dem die Kamera mit einer Klemmschraube befestigt wird. Dieser Kopf ist sehr praktisch und kann vielseitig eingesetzt werden. Der 3D-Neigekopf gewährleistet ein exakteres Arbeiten als der Kugelkopf, ist jedoch auch umständlicher zu bedienen. Er weist für jede Verstellrichtung einen Feststellmechanismus auf. Video- und Tele-Neiger sind für die Arbeit mit Kameras geeignet, die über schwere Teleobjektive verfügen. Um den Austausch von Kameras oder die Entfernung eines Gerätes vom Stativkopf zu erleichtern, ist es ratsam, sich einen sogenannten Schnellwechseladapter zuzulegen. Ein weiteres nützliches Zubehörteil ist der sogenannte Nodalpunktadapter, ein spezieller Stativkopf, mit dem sich hervorragende 360°-Panoramabilder anfertigen lassen.
Stativgewinde
Die Stativgewinde schlussendlich ist das Schraubengewinde, welches das Gerät halten soll. Ihre Gewinde sind zwar genormt, doch aus historischen Gründen weisen sie kein metrisches ISO-Gewinde auf, sondern ein Zoll-Gewinde zumeist in ¼“ oder 3/8“. Sollte die Schraube einmal verloren gehen, bringt es nichts, in einen europäischen Baumarkt zu gehen, um eine neue Schraube zu kaufen. Vielmehr hilft ein Fotohandel weiter oder eine auf amerikanische Fahrzeuge und Maschinen spezialisierte Werkstatt.

Schaltjahr
Das sogenannte Schaltjahr grenzt sich vom Gemeinjahr dadurch ab, dass es über eine zusätzlich eingefügte Zeiteinheit verfügt, um Ungenauigkeiten des jeweiligen Kalendersystems im Verhältnis zum Sonnenjahr auszugleichen. Zumeist handelt es sich bei diesen Zeiteinheiten um Tage oder Monate. Besonders bei Lunarkalendern, die auf der Beobachtung der Mondphasen basieren, wird eine Schaltreglung nötig, da diese dem Sonnenjahr in der Regel elf Tage hinterher sind, da das Mondjahr und das Sonnenjahr nicht deckungsgleich sind. Doch auch Sonnenkalender weisen oftmals Schaltregeln auf.

Der gregorianische Kalender

Der gregorianische Kalender, der weltweit am weitesten verbreitete Kalender, benötigt als Sonnenkalender alle vier Jahre einen Extra-Tag als Ausgleich, da dessen Gemeinjahr 365 Tage aufweist, das Sonnenjahr jedoch rund 365,25 Tage dauert. Der Schalttag wird dem Februar angehängt, der alle vier Jahre nun 29 statt der gewöhnlichen 28 Tage lang ist. Die Schaltjahrregel besteht aus insgesamt drei Einzelregeln. Schaltjahre sind demnach alle Jahre, die durch die Zahl vier teilbar sind, mit Ausnahme der Jahre, die durch 100 geteilt werden können, wobei hier wiederum die Ausnahme gilt, dass die Jahre, die durch 400 teilbar sind, wiederum als Schaltjahre gelten.

Der julianische Kalender

Der julianische Kalender verfährt ähnlich wie der gregorianische und fügt all vier Jahre im Februar einen Tag hinzu, wodurch das durchschnittliche Kalenderjahr über 365,25 Tage verfügt. Allerdings wird hier dem Februar kein Tag angeschlossen, sondern vor dem 24. Februar ein weiterer 24. Februar eingefügt.

Der orthodoxe Kalender

Der orthodoxe Kalender fügt einem Jahr ebenfalls einen Schalttag hinzu, ist jedoch durch seine besondere Berechnung der Schaltregel der genaueste Kalender in dieser Hinsicht. Demnach wird ein volles Jahrhundert nur als Schaltjahr gewertet, wenn es durch 900 geteilt wird und ein Rest von 200 übrig bleibt. Ansonsten gelten die ersten beiden Teilungsregeln des gregorianischen Kalenders. Das durchschnittliche Jahr im orthodoxen Kalender hat damit eine Dauer von 365,34222 Tagen, was dem astronomischen Jahr am nächsten kommt.

Jüdischer Kalender

Für die Schaltjahrregelung im jüdischen Kalender, der ein Mondkalender ist, wurde der sogenannte Meton-Zyklus herangezogen, um den Kalender an das Sonnenjahr anzupassen. Nach diesem System wird in jedem Jahr, dessen Jahreszahl durch 19 teilbar ist und einen Rest von 0, 3, 6, 8, 11, 14 oder 17 aufweist, ein ganzer Schaltmonat eingefügt, der 30 Tage umfasst. Zudem wird aus religiösen Gründen in einigen Jahren ein weiterer Schalttag eingeführt. Die Dauer der einzelnen Jahre ist im jüdischen Kalender daher nicht eindeutig, sondern stark schwankend. Ohne den Schaltmonat Adar aleph ist das Jahr entweder 353, 354 oder 355 Tage lang, mit dem 13. Monat umfasst es demnach 383, 384 oder 385 Tage.

Islamischer Kalender

Beim islamischen Kalender, der ebenfalls auf der Beobachtung der Mondphasen beruht, wird bei Jahren, deren Jahreszahl durch 30 teilbar ist und dessen Ergebnis einen Rest von 2, 5, 7, 10, 13, 16, 18, 21, 26 und 29 aufweist, an deren Ende ein Schalttag eingefügt, um die Ungenauigkeit des Kalenders an die Mondphasen anzupassen. Auf das Sonnenjahr wurde der islamische Kalender nicht angepasst. Aus diesem Grund fallen die religiösen Feiern wie Ramadan aus der Sicht des gregorianischen Kalenders immer auf ein anderes Datum. Alle 34 Jahre ist der islamische Kalender wieder deckungsgleich mit dem Sonnenjahr, dazwischen wandert der Kalender sozusagen rückwärts durch das astronomische Jahr.

Chinesischer Kalender

Beim chinesischen Kalender verhält es sich ähnlich wie mit dem jüdischen Kalender. Für die Schaltregelung in diesem Kalendersystem werden die Mondphasen gezählt, die in einem Jahr ablaufen. Fallen in ein Jahr 13 Neumonde, erhält der chinesische Kalender ebenfalls einen ganzen Schaltmonat von 30 Tagen. Die Dauer der einzelnen Jahre beträgt in diesem Jahr demnach wie im jüdischen Kalender ohne Schaltmonat zhong qi 353, 354 oder 355 Tage, mit dem eingeschobenen Monat 383, 384 oder 385 Tage.
Schuljahr
Das sogenannte Schuljahr strukturiert unabhängig vom jeweiligen Kalender das Jahr für Schüler und Lehrer. Je nach Definition beginnt das Schuljahr einen Tag nach dem Ende der großen Ferien und endet eben zu dessen letzten Tag. In diesem Fall werden die Sommerferien in das laufende Schuljahr integriert. Oder das Schuljahr endet bereits mit dem Beginn der Sommerferien. Die erste Definition gilt vor allem für die Lehrkräfte, die auch in der unterrichtsfreien Zeit anwesend sein und das alte Schuljahr nachbearbeiten und das neue Schuljahr vorbereiten müssen. Da dies für die Schüler nicht gilt, endet das Schuljahr für sie mit dem Beginn der Sommerferien. Das Schuljahr ist in zwei Abschnitte eingeteilt, die von den Sommer- und den Winterferien begrenzt werden und die für die Schüler mit der Ausgabe des Halbjahreszeugnisses beziehungsweise der Halbjahresinformation und des Jahreszeugnisses enden.

Geschichte

Die Regelung, nach welcher das Schuljahr mit dem Ende des Sommers beginnt, ist in Deutschland relativ jung. Im Kaiserreich sowie in der Weimarer Republik wurde der Beginn des Schuljahres nicht einheitlich für alle Länder festgelegt. Dennoch begann das Schuljahr in nahezu ganz Deutschland nach den Osterferien. In anderen europäischen Ländern war hingegen der Schulbeginn nach den Sommerferien üblich. 1941 zog Deutschland nach und verlegte den Beginn des Schuljahres auf Anfang September.  Nach 1945 machten die Besatzungsmächte diese Regelung wieder rückgängig, in den Bundesländern fing die Schule wieder nach Ostern an. Außer in Bayern, das in der amerikanischen Besatzungszone lag. Hier wurde die Sommerregelung beibehalten. Im Jahr 1964, während des Hamburger Abkommens, wurde von der Kultusministerkonferenz festgelegt, dass die restlichen Bundesländer der BRD erneut die Sommerregelung für den Schuljahresbeginn einführen sollten.
Schwedischer Kalender
Beim Schwedischen Kalender handelt es sich um ein Kalendersystem, das lediglich zwölf Jahre in Gebrauch war. Es basierte auf dem julianischen Kalender, wobei es sich jedoch um einen Tag von dem alten Kalender unterschied.

Geschichte

Nach dem Beschluss von Karl XII. wurde zum 1. März 1700 der gregorianische Kalender eingeführt. Zum vorher geltenden Kalendersystem gab es eine Differenz von elf Tagen. Doch Karl entschied sich dagegen, diese Differenz einfach zu überspringen, sondern dafür, in den nächsten elf Schaltjahren einfach auf die Schaltregelung zu verzichten. Nach dieser Rechnung sollte das in den anderen europäischen Ländern geltende Datum des herrschenden gregorianischen Kalenders erreicht und die Differenz ausgeglichen werden. Dazu kam es allerdings nicht. Elf Jahre nach der Einführung des neuen Kalendersystems ließ Karl XII. dieses wieder fallen. Ab Februar 1712 galt wieder der alte Kalender. Diesem wurde jedoch im Februar ein Schalttag hinzugefügt. Weitere 41 Jahre später entschlossen sich die Schweden erneut zu einer Kalenderreform. Ab dem 17. Februar ließen sie das alte System fallen und führten nun endgültig den gregorianischen Kalender ein. Um die Zeitrechnung diesmal gleich korrekt anzupassen, folgte auf den 17. Februar 1753 der 1. März 1953. Allerdings konnten sich die Schweden lange nicht mit der neuen Berechnung des Datums für das Osterfest anfreunden. Erst 1844 nahmen sie auch diese Regelung des gregorianischen Kalenders an.
Sommersonnenwende
Die Sommersonnenwende unterteilt ebenso wie ihr auf der gegenüberliegenden Seite des Jahreskreislaufes liegende Pendant, die Wintersonnenwende, das Jahr. Die Sommersonnenwende findet auf der Nordhalbkugel am 21. Juni und auf der Südhalbkugel am 21. Dezember statt. Zu diesen Zeitpunkten befindet sich die Sonne zur Erde in einem Winkel von 90° und läutet so den astronomischen Sommer ein. Die Sommersonnenwende bezeichnet zudem den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Bei der Wintersonnenwende handelt es sich um die andere Sonnenwende, die das Jahr unterteilen. Diese Sonnenwende findet statt, wenn die Sonne einen geozentrischen ekliptikalen Winkel von 270° aufweist. Die Wintersonnenwende findet auf der Nordhalbkugel der Erde am 21. Dezember statt, auf der Südhalbkugel am 21. Juni. Diese Sonnenwende markiert den Beginn des astronomischen Winters. Zur Wintersonnenwende hat die Nacht ihre längste Ausdehnung, der Tag ist am kürzesten.
Sommerzeit
Der Begriff der Normalzeit trifft nur auf die sogenannte Winterzeit zu. In der Sommerzeit hingegen werden die Uhren um eine volle Stunde vorgestellt. Die Sommerzeit ist in weiten Teilen der Erde verbreitet, auf der Südhabkugel gilt sie ein halbes Jahr versetzt, also wenn auf ihr Sommer und auf der Nordhalbkugel Winter herrscht. Die Sommerzeit gilt in Mitteleuropa ab dem letzten Märzsonntag um 02:00 Uhr beziehungsweise um 03:00 Uhr, da die Uhr vorgestellt wird und endet am letzten Oktobersonntag um 03:00 Uhr beziehungsweise 02:00 Uhr, nach der nun wieder geltenden Winterzeit.

Geschichte

Die Sommerzeit wurde erstmals 1916 eingeführt und galt zunächst bis 1918. 1940 wurde die Sommerzeit erneut eingeführt. Bis 1945 wurde diese Regelung mehrmals wieder gekippt und neu eingesetzt. Ab dem 2. April 1945 galt erneut die Sommerzeit, allerdings unterschied sich die Dauer des geltenden Zeitraumes von Besatzungszone zu Besatzungszone. Von 1950 bis 1979 existierte in der BRD keine Regelung zur Sommerzeit, in der der DDR hingegen schon, ebenso in weiten Teilen der europäischen Industrienationen, die im Zuge der Ölkrise Anfang der 1970er Jahre die Sommerzeit wieder einführten. 1980 zog die Bundesrepublik nicht nur aus wirtschaftlichen Erwägungen nach, sondern auch aus den Überlegungen, Berlin und Gesamtdeutschland nicht auch noch zeitlich zu teilen. Seit 1980 ist die heute bestehende Regelung zur Sommerzeit in Kraft. Sie gilt zudem in ganz Europa und wurde in EU-Richtlinien in den Jahren 2000, 2001 und 2006 festgeschrieben.

Vorteile

Die Überlegungen hinter Einführung einer Sommerzeit lagen darin begründet, die gefühlte nutzbare Tageslichtzeit für den Menschen zu verlängern. Mit der Änderung der Tageszeit wird die Uhrzeit, die mit der menschlichen Wachphase verbunden ist, weiter in den Tag hinein verschoben, der Mensch ist länger im hellen Tageslicht aktiv. Vermutungen, dass diese Regelung zudem Energie sparen würde, erwiesen sich als falsch. Untersuchungen zufolge steigt der Stromverbrauch in Privathaushalten mit der Sommerzeit sogar leicht an, was verständlich ist, da der Mensch länger aktiv ist und somit mehr Energie verbraucht. Valide Zahlen zum Energieverbrauch der Industrie und der Wirtschaft in der Sommerzeit im Vergleich zur Winterzeit existieren bislang allerdings nicht.

Nachteile

Die erhofften Vorteile haben sich demzufolge nicht eingestellt, dafür einige Nachteile, sodass sich mittlerweile europaweit eine starke Lobby gebildet hat, welche die Regelung zur Sommerzeit abschaffen will. Besonders auf die menschliche Natur hat die Zeitumstellung Auswirkungen. Zwar sei es vorteilhafter, wenn die Menschen abends länger bei Tageslicht ihre Freizeit gestalten könnten, doch bei vielen Personen stellt sich eine Art leichter Jetlag ein, die Anpassung besonders empfindlicher Menschen an die neue Tageszeit kann mehrere Tage betragen. Diese Phase reduziere die Produktivität der Menschen, so die Gegner der Sommerzeit. In physiologischen Studien wurde bei der Zeitumstellung festgestellt, dass einige Hormonspiegel ins Schwanken gerieten, die mehr als vier Monate brauchten, um wieder ein normales Maß zu erreichen. Allerdings ist noch nicht erwiesen, ob diese Schwankungen krankheitsfördernd sind. Das erhöhte Risiko, am Tag nach der Zeitumstellung in einen Unfall verwickelt zu werden, ist allerdings erwiesen.
Sonnenkalender
Die Sonnenkalender oder Solarkalender sind sehr viel später entstanden als die klassischen Mondkalender. Der Grund hierfür ist, dass, wie der Name schon sagt, die Beobachtung der Sonne beziehungsweise der Umlauf der Erde um die Sonne als Basis der Berechnung der astronomischen Daten für den Kalender verwendet wird. Und die Sonne ist sehr viel schwieriger zu beobachten als der Mond, besonders ohne technische Hilfsmittel.

Aufbau

Die Struktur des Sonnenkalenders ist allerdings der des Mondkalenders ähnlich. Das Kalendersystem unterteilt das Jahr in zwölf Monate, die vom Tierkreis begrenzt werden. Im klassischen Solarkalender verfügt jeder Monat über 30 Tage, was auf den alten Ägyptischen Kalender zurückzuführen ist. Da der Sonnenkalender jedoch nicht vollständig mit dem Sonnenjahr übereinstimmt, wurde eine sogenannte Schaltregel eingeführt, um die Ungenauigkeiten auszugleichen. Der Sonnenkalender ist genau 365 Tage lang, das Sonnenjahr umfasst jedoch 365,25 Tage. Vor diesem Hintergrund erhielt beispielsweise der gregorianische Kalender, der derzeit am weitesten verbreitet ist, alle vier Jahre einen zusätzlichen Tag am Ende des Monats Februar.

Vorteil

Gegenüber dem Mondkalender hat der Sonnenkalender einen entscheidenden Vorteil. Dieses Kalendersystem korreliert mit den Jahreszeiten, da dieser eben nahezu perfekt an auf das Sonnenjahr angepasst ist. Der Mondkalender hingegen weist gegenüber dem Sonnenjahr eine Abweichung von elf Tagen auf, wodurch er sich rückwärts durch die Jahreszeiten bewegt. Der Sonnenkalender erwies sich daher als das ideale chronologische System für die Landwirtschaft, weshalb er sich auch schnell durchsetzen konnte.

Nutzung

Da der Mondkalender sehr viel länger im Gebrauch der Menschen ist, hat er sich auch sehr tief in das kulturelle Bewusstsein der Menschheit eingebrannt und konnte daher nie vollständig verdrängt werden. In vielen Kulturen regelt er auch heute noch den Ablauf der kultischen und religiösen des Jahres. Daher sind vielerorts noch beide Kalender parallel in Gebrauch, wobei der Mondkalender die geistliche Welt dominiert und der Sonnenkalender für die profane, weltliche Existenz zuständig ist. Zudem wurden im Laufe der Geschichte sogenannte Lunisolarkalender entwickelt, hybride Kalendersysteme, welche die Eigenschaften sowohl des Sonnen- als auch des Mondkalenders vereinen.