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Tageslicht
Beim Tageslicht handelt es sich um das wahrnehmbare Licht der Sonne, das von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zu sehen ist. Je nach Tageszeit und Wetter kann das Licht ideal für fotografische Aufnahmen sein oder kontraproduktiv. So ist klarer Sonnenschein natürlich sehr gut für eine Aufnahme, da der Schattenwurf der Objekte sehr klar erscheint. Steht die Sonne jedoch gegenüber dem Kameramann und stellt auf diese Weise ein Gegenlicht her, ist eine Aufnahme nicht geeignet. Besteht eine trübe und neblige Wetterlage oder ist die Sonne hinter Wolken verschwunden, wird ebenfalls von Tageslicht gesprochen. Auch hier ist das Licht in den meisten Fällen für eine Aufnahme eher ungeeignet, da durch das diffuse Licht keine klaren Schattenwürfe der Objekte entstehen und so der räumliche Eindruck des Bildes leidet.

Für die Fotografie bei Tageslicht kann auf einen speziellen Film zurückgegriffen werden. Dieser Film ist für Aufnahmen bei mittlerem Tageslicht und für eine maximale Farbtemperatur von 5500 Kelvin ausgelegt, so dass er bei diesem Licht in den mittleren Breiten neutrale Farben ohne Gelb- oder Blaustich abbildet. Mit der Vorschaltung eines Farb-Korrekturfilters kann der Film jedoch auch bei Kunstlicht verwendet werden.

Tageslicht schadet ebenso wie andere Lichtarten dem Film bei der Entwicklung, so dass dieser Vorgang in einer speziell isolierten Dunkelkammer oder mit einem Wechselsack ausgeführt wird, so dass der Film keinen Schaden nehmen kann. Ist jedoch weder ein geeigneter Raum, noch ein solcher Sack bei der Entwicklung bei der Hand, kann auch eine sogenannte Tageslichtentwicklungsdose verwendet werden. Leider ist diese nicht mehr neuwertig zu bekommen und muss gebraucht gekauft werden.
Tiefenwirkung
Mit der Tiefenwirkung wird die räumliche Wirkung bezeichnet, die suggerierte dritte Dimension beim Betrachten eines zweidimensionalen Bildes. Maßgeblich beteiligt an der Schaffung einer guten Tiefenwirkung sind die Perspektive und damit die Linienanordnung, die Farbe und das Licht, wobei die geometrische Perspektive grundlegend ist, da sie das Funktionsprinzip des menschlichen Auges bei der Aufnahme beachtet. Hell-Dunkel- und Kalt-Warm-Kontraste sind ebenfalls wichtig.

Die Entwicklung der Fotografie hat zwei weitere Prinzipien in die bildende Kunst gebracht, die Schärfenwirkung und das Weichzeichnen. Bei der Schärfenwirkung wird der Blick des Betrachters auf ein wichtiges Detail der Fotografie gelenkt, unwichtige Details werden unscharf dargestellt, wodurch das Bild eine hohe Tiefenwirkung aufweist. Dieser Effekt kann durch eine bestimmte Einstellung der Blende, der Brennweite des Objektives und der Fokussierung erreicht werden. In der digitalen Fotografie kann dieser Effekt natürlich auch durch eine nachträgliche Bearbeitung mit einem geeigneten Bildbearbeitungsprogramm erreicht werden.

Das Weichzeichnen ist ein Vorgang, der den Kontrast des Bildes ändert. Dies kann das gesamte Bild betreffen oder nur Details, bestimmte Farben und/oder ausgewählte Bereiche der Helligkeit. Es ist nicht zu verwechseln mit der Unschärfe, auch wenn viele Berührungspunkte zwischen beiden Effekten bestehen. Für ein Weichzeichnen bereits bei der Aufnahme sorgen spezielle Weichzeichnerobjekte. Die meisten Bildbearbeitungsprogramme für den Computer lassen eine nachträgliche Bearbeitung ebenfalls zu. Der Eindruck der Ferne wird beim Weichzeichnen, anders als bei der Schärfenwirkung, eher durch einen psychologischen Effekt verursacht. Zudem wirken Aufnahmen mit Weichzeichner verklärend. 
Tag
Der Begriff Tag geht auf den urgermanischen Begriff dagaz zurück und hat sowohl mit dem mittelhochdeutschen tag beziehungsweise tac, dem altsächsischen dag und dem gotischen dags etymologische Verbindung. Das Wort Tag kann auf vielerlei Art verwendet werden, da es mehrere Bedeutungen beinhaltet.

Definitionen

Zumeist wird der Begriff Tag als Gegenbegriff zur Nacht verwendet, er dient also dazu, die Zeitspanne einzuordnen, in der das Tageslicht der Sonne scheint. Dem gegenüber steht der astronomische Begriff des Tages, der den gesamten Zeitraum des Tages, die 24 Stunden, eben als Tag bezeichnet. Noch genauer ist der messbare Tag, der Standardtag mit einer festgelegten Anzahl von SI-Einheiten. Dem gegenüber steht die sozialen und subjektiven Tage, deren Zeitspanne von Person zu Person je nach psychologischem Zeitempfinden anders erlebt wird. Zudem wird er als sukzessiv ablaufender Zeitabschnitt verstanden, als Wochen- oder Kalendertag.

Kalendertage

Die Zeitspanne eines Tages ist in allen Kalendern gleich, doch Beginn und Ende eines Tages variieren je nach Kalendersystem. So setzt der am weitesten verbreitete Kalender, der gregorianische Kalender, den Tagesbeginn auf Mitternacht fest. Ein Tag beginnt also 00:00 Uhr und endet 24:00. Dem gegenüber stehen Kalendersysteme, die den Tag mit dem Aufgang der Sonne beginnen, wodurch der Tag immer zu einer anderen Uhrzeit startet. Der jüdische sowie der islamische Kalender, die auf der Beobachtung des Mondes beruhen, legen den Tagesbeginn auf den Zeitpunkt des Sonnenunterganges.

Der Tag als Zeitmaß

Im Messwesen existiert die Maßeinheit des Tages zwar, ihre Einheit ist das d, ihr Formelzeichen das t oder T. Allerdings wird diese Einheit von der Basiseinheit der Sekunde definiert, der Tag ist das Vielfache dieser Basiseinheit. Somit ergibt sich für den Tag:

1 d = 24 h (Stunden) = 1440 min (Minuten) = 86.400 s (Sekunden)

In das Internationale Einheitensystem (SI) wurde die Einheit „Tag“ zwar nicht aufgenommen, kann jedoch für Berechnungen mit SI herangezogen werden, wodurch der Tag als gesetzliche Maßeinheit gilt.
Tagesnamen
Die heutigen Tagesnamen in Deutschland gehen zurück auf die Zeit der Germanen, welche die lateinischen Namen von den Römern übernahmen und sie anpassten. Die Römer verwendeten für die Namen ihrer Wochentage die Namen ihrer Götter, welche die Germanen durch ihre eigenen Götternamen austauschten. Nur der Montag stellt eine Lehnübersetzung aus dem Lateinischen dar. Dieser hier wurde auf lateinisch lunae dies bezeichnet, der Tag des Mondes. Durch die Kombination beider Worte wurde daraus eben der Mond-Tag, der Montag. Der Dienstag, der in Rom dem Kriegsgott Mars gewidmet war, erhielt im Germanischen ebenfalls den Namen eines Kriegsgottes, den des Tuis. Der Mittwoch war ursprünglich der Tag des Merkur, die Germanen widmeten den Tag dem südgermanischen Gott Wodan, was heute noch im englischen Wednesday zu erkennen ist. Donar ist gleichbedeutend mit dem nordgermanischen Gott Odin, weshalb der Tag im skandinavischen Sprachraum heute als Onsdag = Odinstag bezeichnet wird. Im Laufe der Zeit wurde der mittlere Tag der Woche eben zum Mittwoch, wobei der Klerus einen bedeutenden Anteil an der Umbenennung hatte.

Der Donnerstag gehörte den Römern zufolge Jupiter, die Germanen benannten den Tag nach ihrem Gott Donar = Donarstag. Der Freitag wurde nach Frigg benannt, Odins Frau und Schutzgöttin der Ehe und der Mutterschaft. Für die Römer war die Venus die Göttin des Freitags. Für den ersten Tag des Wochenendes hatten die Germanen keinen passenden Gott, mit dem sie den römischen Saturn ersetzen konnten. Es bildeten sich in der Folge zwei Namen für diesen Tag heraus. Im west- und süddeutschen Raum wurde der Tag mit der Landwirtschaft in Verbindung gebracht und erhielt den Namen Samizdag, später Samstag, abgeleitet von Tag des Samens oder Tag der Saat. Im nord- und ostmitteldeutschen Raum wurde dieser Tag der Sonne gewidmet und hieß fortan Sonnabend. Der letzte Tag der Woche beziehungsweise im jüdischen und urkirchlichen Kalender der erste Tag der Woche, wurde in Rom dies dominica genannt, „Tag des Herrn“. Auch dieser Tag wurde bei den Germanen der Sonne gewidmet und wurde Sonntag genannt.
Tierkreis
Beim Tierkreis beziehungsweise Zodiak von lateinisch Zodiakos = Lebewesenkreis handelt es sich um eine Zone um die Ekliptik, die 20 Grad breit ist und durch die scheinbar die Himmelskörper ihre Bahnen ziehen. Der Tierkreis beginnt mit dem Frühlingspunkt und dem Sternbild Widder und enthält traditionell zwölf Tierkreisbilder, obwohl die Antike bereit 48 kannte. Um 1930, als die Ekliptik neu kartografiert wurde, konnte ein dreizehntes Tierkreisbild, der Schlangenträger, den Tierkreiszeichen hinzugefügt werden. Im Gegensatz zu den astrologischen Tierkreiszeichen die idealisiert wurden und für alle eine Größe von 30° festgelegt wurde, verfügen die astronomischen Sternzeichen über verschiedene Größen, wodurch die Sonnendurchgänge unterschiedlich lang dauern. Um Christi Geburt wurde der Tierkreis der Astrologie vom Sternbildertierkreis getrennt. Innerhalb von 72 Jahren verschieben sich die Sternbilder im Verhältnis zum Frühlingspunkt um rund 1°.

Name des Sternbildes        Sonnendurchgang

Widder                19.04. – 14.05.
Stier                14.05. – 21.06.
Zwillinge            21.06. – 20.07.
Krebs                20.07. – 11.08.
Löwe                11.08. – 17.09.
Jungfrau            17.09. – 31.10.
Waage                31.10. – 23.11.
Skorpion            23.11. – 30.11.
Schlangenträger        30.11. – 18.12.
Schütze                18.12. – 20.01.
Steinbock            20.01. – 16.02.
Wassermann            16.02. – 12.03.
Fische                12.03. – 19.04.

Geschichte

Der genaue Ursprung der Tierkreiszeichen liegt im Dunklen. Allgemein wird angenommen, dass sie bereits im Jahre 2000 vor Christi Geburt bereits in Mesopotamien bekannt waren, von wo sie über die Kultur der Babylonier ins antike Griechenland weitergegeben wurden. Von dort verbreiteten sie sich in anderen Kulturen wie China weiter, welche für die einzelnen Tierkreiszeichen oftmals eigene Namen erfanden. Die Azteken hingegen entwickelten ein eigenes System der Tierkreisbilder. Die Namen der heute bekannten zwölf Tierkreiszeichen wurden um 300 vor Christi Geburt von den antiken Begriffen abgeleitet, die nach den damaligen Erkenntnissen die Ekliptik beherrschten.