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Weitwinkel
Eine Weitwinkelaufnahme wird in der Fotografie mit einem sogenannten Weitwinkelobjektiv erreicht. Dieses Weitwinkelobjektiv kann als das genaue Gegenteil des Teleobjektivs gesehen werden und zeichnet sich durch einen deutlich größeren Bildwinkel sowie eine kleinere Brennweite aus als herkömmliche Objektive. Normale Objektive verfügen über einen Bildwinkel von 40 bis 50°, was der natürlichen perspektivischen Wahrnehmung der Menschen sehr nahe kommt. Weitwinkelobjektive wie das Fischaugenobjektiv können einen Bildwinkel von 180°, im Extremfall sogar bis zu 220° abbilden. Mit speziellen Objektiven, einem Nodalpunktadapter sowie einer Nachbearbeitungssoftware für den Computer sind auch Aufnahmen mit einem Bildwinkel von 360° möglich. Bei den Aufnahmen mit einem Weitwinkelobjektiv werden weit entfernte Objekte noch kleiner dargestellt als bei normalen Objektiven, der Bildmaßstab wird demnach bei gleicher Motiventfernung verkleinert.
Weißabgleich
Der Weißabgleich bezeichnet einen Vorgang, die Kamera auf die Wellenlänge des Lichtes und die Farbtemperatur am Ort der geplanten Aufnahmen anzupassen. Dieser Vorgang kann auf verschiedene Arten vorgenommen werden. 

Manueller Weißabgleich

Beim manuellen Weißabgleich wird die Kamera auf eine formatfüllende Fläche im Bereich der aufzunehmenden Umgebung gehalten. Diese Fläche sollte möglichst weiß oder neutralgrau sein. In der Regelreicht ein weißes DIN-A4-Blatt aus, eine Graukarte ist jedoch oftmals besser, da Papier optische Aufheller enthält, was bei UV-haltiger Beleuchtung bei der Aufnahme nach dem Weißabgleich einen Gelbstich erzeugt. Zudem ist es wichtig, bei dem Vorgang die Beleuchtung so weit wie möglich zu reduzieren, um eine Übersteuerung der Farbkanäle zu verhindern. Eine einheitliche Lichtsituation ist in jedem Falle vorzuziehen. Nach der Betätigung der entsprechenden Funktion im Menü der Kamera ermittelt der Sensor dann die richtige Farbtemperatur.

Vollautomatischer Weißabgleich

Die meisten Kameras bieten jedoch auch einen vollautomatischen Weißabgleich an. Bei dieser Funktion sucht die Kamera selbständig möglichst helle Flächen im Aufnahmebereich und nimmt bei der Berechnung der Farbtemperatur an, dass diese im Bereich der weißen oder neutralgrauen Farben liegen. Befinden sich diese Flächen jedoch nicht in dem Farbbereich oder wird der Weißabgleich bei Dämmerlicht vorgenommen, vermutet die Kamera, dass alle Farben vorkommen, die Aufnahme wird farbstichig. Bei stetig wechselnden Lichtverhältnissen während der Aufnahme mehrerer Bilder ist der vollautomatische Weißabgleich jedoch ideal.

Softwarebasierter Weißabgleich

Geeignete Bildbearbeitungsprogramme bieten jedoch auch die Möglichkeit, nachträglich am PC einen Weißabgleich vorzunehmen. Auch hier wird der Vorgang auf verschiedene Weisen realisiert. Beim manuellen Weißabgleich am Computer wird in der Aufnahme ein Weißpunkt ausgewählt, der die Grundlage für die Überarbeitung darstellt. Das Programm korrigiert daraufhin die Farbtemperatur des Bildes und nimmt den zumeist erhöhten Blauanteil zurück. Bei einigen Bildbearbeitungsprogrammen können auch mehrere Weißpunkte ausgewählt werden. Das Programm bildet bei der Berechnung der folgenden Korrektur des Bildes den Durchschnittswert aus den angegebenen Punkten, was die Genauigkeit bei der Bearbeitung erhöht. Bei den halb- und vollautomatischen Verfahren übernimmt das Programm die Auswahl der Weißpunkte. Zur optimalen Nachbearbeitung der Bilder lohnt sich auch die nachträgliche Aufnahme einer Grau- oder Weißabgleichskarte, welche die Grundlage für die Korrektur bildet, da bei nicht allen Aufnahmen ein geeigneter Weißpunkt zu finden ist.

Weihnachten
Das Weihnachtsfest ist nach Ostern die zweitwichtigste Feierlichkeit im kirchlichen Festjahr. Es ist der Geburt Jesu Christi gewidmet. Den Mittelpunkt der Feierlichkeiten der westlichen Kirchen stellt der Christtag dar, der 25. Dezember, an dem Jesus Christus nach christlicher Mystik geboren wurde. Bereits im Jahr 354 wurde Weihnachten in Rom feierlich begangen, in Deutschland wurde es erst 813 zum kirchlichen Feiertag. Die Feierlichkeiten beginnen allerdings bereits am Vorabend, dem sogenannten Heiligen Abend oder Heiligabend. Hinzu kommt in einigen Regionen der 26. Dezember, welcher allerdings nicht mehr zum Weihnachtsfest gehört, sondern der ein Gedenktag zu Ehren des Märtyrers Stephanus ist und dementsprechend Stephanitag genannt wird. Der 25. sowie der 26. Dezember sind in weiten Teilen Europas auch nach gesetzlicher Regelung Feiertage.

Astronomische Ereignisse

Der Geburt Jesu soll ein Weihnachtsstern beziehungsweise Stern von Bethlehem vorausgegangen sein, der die drei Weisen aus dem Morgenland, zu dem Stall führte, in dem Maria Jesus empfing. Bislang ist nicht vollständig beantwortet, was es mit diesem Stern auf sich hatte. Spekuliert wurde und wird über astronomische Ereignisse wie Kometen oder die Erscheinung einer Supernova. Auch eine besondere Konstellation von Himmelskörpern wird nicht ausgeschlossen.

Die Zeit im Kirchenjahr

Dem Weihnachtsfest geht eine vierwöchige Fasten- und Bußzeit voraus, die sogenannte Adventszeit. Der erste Adventssonntag leitet zudem das neue Kirchenjahr ein. Das eigentliche Weihnachtsfest beginnt in der evangelischen und katholischen Kirche mit der Vesper am Vorabend des Hochfestes des Herrn, am Heiligen Abend. Den Höhepunkt der Feierlichkeiten stellt für die katholischen und evangelischen Gemeinden der 25. Dezember dar. Am 6. Januar enden die Feierlichkeiten zum Weihnachtsfest. Dieser Tag ist dem Gedenken an die Taufe Jesu gewidmet. Die Bedeutung ist außerhalb der Kirche mittlerweile weitgehend in Vergessenheit geraten, hat sich jedoch im Brauchtum erhalten. So werden die Weihnachtskrippe sowie der Weihnachtsbaum erst am 6. Januar wieder entfernt. Je nach verwendetem Kalender beginnt für die unterschiedlichen Konfessionen die Adventszeit allerdings zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Sonnenjahr. Auch die Gewichtung der Feierlichkeiten ist oftmals unterschiedlich. So ist für die orthodoxen Kirchen der 6. Januar, die Epiphanie, der Höhepunkt des Weihnachtfestes.

Außerchristliche Parallelen

Das kirchliche Weihnachtsfest und die damit verbundene Mystik ist keineswegs ein Alleinstellungsmerkmal des Christentums. So lassen sich verschiedene Eckpunkte erkennen, die bereits in vielen vorchristlichen Kulturen bekannt waren. So ist beispielsweise das Motiv der Jungfrauengeburt weit älter als das Christentum und war bereits im antiken Griechenland und dem alten Ägypten bekannt. Ebenfalls gilt als nachgewiesen, dass die christliche Ikonografie der frühen Jahre stark von dem Mythos um Isis und Osiris beeinflusst waren. Auch aus dem germanischen Kulturraum sollen Elemente in das christliche Weihnachten eingeflossen sein, was jedoch umstritten ist. So war es unter den heidnischen Europäern zur Wintersonnenwende, also etwa im selben Zeitraum wir das Weihnachtsfest, Brauch, mit dem sogenannten Julfest die Wiedergeburt der Sonne zu feiern. Zu diesem Anlass wurden immergrüne Bäume in den Langhäusern aufgestellt und kunstvoll geschmückt, um dem Wiederaufleben der Natur zu huldigen. Dieser Brauch lebt im Tannenbaum im christlichen Weihnachtsfest weiter. Ein weiteres Indiz, dass heidnische und germanische Elemente und das christliche Weihnachtsfest eingeflossen sind, ist das Auftreten des Weihnachtsmannes, eines bärtigen alten Mannes, der zum Heiligen Abend die Menschen besucht und sie entweder beschenkt oder straft. Dies geht vermutlich zurück auf den Glauben in vielen germanischen Regionen, dass Odin beziehungsweise Wodan in der Gestalt eines graugewandeten Wanderers durch die schneebedeckten Lande zieht und abends um Einlass in ein Haus bittet. Die Bewohner, die dem unbekannten alten Mann für die Nacht Obdach und Nahrung gewähren, finden am nächsten Morgen Geschenke vor, der Wanderer ist verschwunden. Menschen, die dem Wanderer keine Unterstützung gewähren, werden hingegen gestraft.
Weltzeit
Die Weltzeit ist im Gegensatz zur Zonenzeit ein Zeitsystem, dessen Zeitangabe für die ganze Welt gilt und nicht nur innerhalb eines begrenzten Raumes. Die Entwicklung der Weltzeit begann mit der Industrialisierung und dem Eisenbahnbau sowie der Telegrafie. Bis dahin maßen Sonnenuhren die einzelnen Ortszeiten mehr schlecht als recht, mit der Entwicklung mechanischer Uhren konnte eine mittlere Ortszeit ermittelt werden, die gleichmäßiger verlief. Allerdings waren die vielen unterschiedlichen Ortszeiten für den Aufbau der Telegrafie und der Eisenbahn immer noch ungünstig, sodass man begann, die zahlreichen Ortszeiten einer Region zusammenzufassen und Zeitangaben zu schaffen, die in einem bestimmten Gebiet galten, die sogenannten Zeitzonen, die heute noch in Gebrauch sind. Die Zonen wurden dergestalt entwickelt, dass sich ihre jeweiligen Zeiten um genau eine Stunde unterscheiden.

Im Jahr 1884, während der Meridiankonferenz in Washington, einigten sich die Vertreter der Nationen, dass die Zeit, die auf dem Nullmeridian gilt, als neue, allgemein gültige Weltzeit eingeführt wird und nannte diese Greenwich Mean Time, kurz GMT, nach dem Ort Greenwich, durch den der Nullmeridian verläuft. Seit 1928 wird für die GMT auch der Begriff Universal Time verwendet. Seit Anfang der 1970er Jahre gilt die UTC, die Koordinierte Weltzeit, die durch Atomuhren ermittelt wird.
Weltkalender
Beim sogenannten Weltkalender handelt es sich um einen Vorschlag zur Reformierung des derzeit in den meisten Nationen der Welt geltenden gregorianischen Kalenders. Bereits in den 1930er Jahren gab es bei der UNO und im Völkerbund Versuche, den Weltkalender durchzusetzen. Die Arbeiten an der Kalenderreform wurden jedoch durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges unterbrochen und konnten erst in den 1950er Jahren wieder aufgenommen werden.

Kalendersystem

Die Entwicklung des Weltkalenders basiert auf dem julianischen Kalender. Gemeinsam haben beide Systeme, dass sie das Jahr in zwölf Monate unterteilen. In der weiteren Aufteilung unterscheiden sich beide Kalendersysteme jedoch stark. So sollen in dem neuen Weltkalender das Datum und die einzelnen Wochentage fest miteinander verbunden werden, der erste Januar wird damit beispielsweise immer auf einen Sonntag fallen. Um dies zu realisieren, soll das Jahr in vier einzelne Quartale á 91 Tage aufgeteilt werden, die ersten Monate der jeweiligen Abschnitte erhalten 31 Tage, die zwei weiteren 30. Die ersten Quartalsmonate sollen wie Neujahr ebenfalls auf einen Sonntag fallen. Auch in diesem System wird eine Schaltregel die Ungenauigkeiten ausgleichen, die Schalttage sollen in der Mitte des betreffenden Jahres liegen. Zudem soll als 365. Tag als Welttag eingeschoben werden, wenn der Jahreswechsel nicht auf die Nacht von Samstag zu Sonntag fällt. Dieser Welttag ist ein Sondertag und gehört nicht zur regulären Strukturierung des Jahres, bestehend aus Wochen und Monaten.

Vorteile und Nachteile

Die wichtigsten Vorteile des neuen Weltkalenders sind seine einfache Struktur und sein einheitlicher Aufbau, argumentieren die Befürworter des neuen Systems. Dies komme vor allem der Wirtschaft zugute, da durch die einheitlichen Quartale unter anderem die Quartalsstatistiken besser ermittelt und untereinander verglichen werden können. Der Welttag werde zudem als ein neuer Gedenktag eingeführt, der die Verbundenheit der gesamten Menschheit symbolisiert. Allerdings regt sich auch Widerstand gegen das neue System. Die Argumentation der Kritiker besteht unter anderem auf der Unterbrechung der Wochenreihung, die traditionswidrig sei. Auch die Schalttage in der Mitte und am Ende des Jahres, die außerhalb der eigentlichen Struktur des Kalenders stünden und daher weder einem Monat noch einer Woche zugeordnet sind, seien ein Bruch mit Kalendertraditionen, die seit Jahrtausenden bestehen und an die sich alle bisher entwickelten Kalendersysteme halten. Harsche Kritik kommt auch vom Klerus. Dieser bemängelt, dass das neue System des Weltkalenders die Integration zahlreicher kirchlicher Feste, die auf astronomischen Daten basieren, stark erschwere. Dies betrifft vor allem das Osterfest, ein zentraler Mittelpunkt jeder Kirche.
Wintersonnenwende
Bei der Wintersonnenwende handelt es sich um eine der beiden Sonnenwenden, die das Jahr unterteilen. Diese Sonnenwende findet statt, wenn die Sonne einen geozentrischen ekliptikalen Winkel von 270° aufweist. Die Wintersonnenwende findet auf der Nordhalbkugel der Erde am 21. Dezember statt, auf der Südhalbkugel am 21. Juni. Diese Sonnenwende markiert den Beginn des astronomischen Winters. Zur Wintersonnenwende hat die Nacht ihre längste Ausdehnung, der Tag ist am kürzesten.
Winterzeit
Die Normalzeit wird auch als Winterzeit bezeichnet. Die Schaffung des Begriffes wurde notwendig, um die Normalzeit besser von der im 20. Jahrhundert geschaffenen Sommerzeit abzugrenzen. Die Winterzeit wird jedes Jahr im Oktober eingestellt, genauer im in der Nacht des letzten Sonntags des Monats. Um 03:00 Uhr wird die Uhrzeit um eine Stunde auf 02:00 Uhr zurück und damit wieder auf die Normalzeit umgestellt. Der Vorgang ist Teil eines Konzeptes, das dazu dienen sollte, dem Menschen mehr Zeit im Tageslicht zu verschaffen und auf diese Weise Energie zu sparen. Diese Hoffnung konnte damit allerdings nicht realisiert werden. Hingegen wird damit auf empfindliche Weise in den Biorhythmus der Menschen eingegriffen, was sensiblen Menschen jedes Jahr zu schaffen macht. Seit einiger Zeit versuchen Initiativen daher, diese Regelung abzuschaffen.

Woche

Bei der Woche handelt es sich um eine Zeiteinheit zur Strukturierung des Jahres. Heute ist in nahezu allen Kulturen der Erde eine Woche in Gebrauch, die sieben Tage lang ist. Rechtlich ist in Europa definiert, dass eine Woche von Montag 0:00 Uhr bis Freitag 24:00 läuft. Allerdings ist die Woche im Messwesen keine gesetzliche Einheit, auch als physikalische Größe ist sie unbekannt. Das gesamte Jahr im gregorianischen Kalendersystem verfügt entweder über 52 oder 53 Wochen.

Geschichte

Die Einführung der Siebentagewoche liegt heute weitgehend im Dunkeln. Nach Ansicht der Forscher ist dies jedoch bereits recht früh mit der Einführung der ersten Mondkalender geschehen, da eine Woche mit sieben Tagen mit einem Mondzyklus korreliert, der rund 28 Tage umfasst. Eine Woche umfasst also rund ein Viertel des Mondumlaufes. Die Einteilung eines Monats mit vier Wochen á sieben Tagen ist daher naheliegend. Die ältesten Aufzeichnungen, welche diese Ansicht belegen, gehen zurück auf den Zeitraum des dritten Jahrtausends vor Christi Geburt und werden den Babyloniern und den alten Ägyptern zugeschrieben. Auch die ältesten bekannten Aufzeichnungen der Thora beschreiben eine Wochenstruktur mit sechs Arbeitstagen und einem Ruhetag.
Moderne
Seit 1975 ist der Verlauf der Woche durch die Internationale Organisation für Normung festgelegt. In der ISO 8601 wurden die Wochentage in der Reihenfolge Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonnabend beziehungsweise Samstag und Sonntag festgelegt. In den Kalendersystemen beginnt die Woche daher mit einem Montag, was jedoch der Zeitrechnung der christlichen, jüdischen und islamischen Gemeinden widerspricht, da für sie die Woche mit dem Sonntag beginnt.