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Zeiss
Bei Zeiss handelt es sich um ein Unternehmen mit Sitz im deutschen Oberkochen, das sich auf die Herstellung von Produkten der feinmechanisch-optischen Industrie spezialisiert hat. Es wurde 1846 in Jena gegründet. Um die Jahrhundertwende erlebte Zeiss einen starken Aufstieg, den auch der Erste Weltkrieg nicht trüben konnte, da es auch für die Herstellung von Rüstungsgütern verantwortlich war. Bis 2012 fertigte es Produkte, die für das Militär bestimmt waren, darunter Zielfernrohre, Tageslicht- und Wärmebildkameras sowie diverse Systems für die Sicherheit. Ihre hochwertigen Linsen kamen jedoch auch im zivilen Bereich zum Einsatz, wie etwa als Brillengläser, in Mikroskopen, oder Objektiven. Auch im Bereich der Halbleitertechnologie, der industriellen Messtechnik sowie in der Astronomie ist Zeiss vertreten. So fertigt das Unternehmen Instrumente für Spiegelfernrohre, Observatorien und Planetarien.

Kameras und Objektive

Die hochwertigen Linsen des Unternehmens wurden natürlich auch in der Herstellung von Kameratechnik und in der Fotoproduktion verwendet. Das Mutterunternehmen beteiligte sich allerdings nie an der Produktion von Kameras, dies wurde den Tochterfirmen überlassen. Lediglich die Objekte für die Kameras lieferte das Mutterunternehmen an die Tochter Zeiss Ikon. Auch weitere Unternehmen wie die Pentacon in Dresden wurden von Zeiss mit Objektiven für die Kameraproduktion versorgt. 2005 stellte die Marke Zeiss Ikon eine Messsucherkamera vor, die mit einem 35-mm-Film arbeitete, derzeit ist das Unternehmen vor allem mit Objektiven und Wechselobjektiven auf dem Markt vertreten, deren Brennweite eine Brandbreite von 15 bis 100 mm aufweisen und deren Fokussierung manuell erfolgt. Zudem betätigt sich das Unternehmen als Objektiv-Zulieferer für die Herstellung von Kompaktkameras und Smartphones.
Zeitautomatik
Die Zeitautomatik, die auch den Namen Blendenvorwahl trägt, bezeichnet die Belichtungshalbautomatik bei Kameras. In diesem Fall wird die Blende per Hand vorgewählt, die für die jeweilige Aufnahme geeignete Belichtungszeit wird bei der Belichtungsmessung von der Kamera selbst vorgenommen. Die Zeitautomatik gehört zu den gängigsten Gestaltungsmitteln der Fotografie und dient unter anderem zur Steuerung der Schärfentiefe und weiteren Eigenschaften der Aufnahmen. So kann sie mit einer weit geöffneten Blende gezielt dazu eingesetzt werden, eine Unschärfe zu erzeugen. Bei den Spiegelreflexkameras ist diese Funktion in der Regel vorhanden, bei den kompakten Apparaten ist sie allerdings nur bei hochwertigen Geräten zu finden. Die Zeitautomatik lässt sich schnell und einfach mit dem Betriebsrad einstellen, der Modus wird mit A oder Av bezeichnet, vom Englischen „aperture priority“ oder „aperture value“.
Zerstreuungslinse
Bei der Zerstreuungslinse handelt es sich um eine spezielle Linsenform, die konkav gewölbt ist. Dies bedeutet, dass sie auf einer oder auf beiden Seiten zur Linsenmitte hin eine Wölbung nach innen aufweist, der Rand der Linse also dicker ist als das Innere der Linse. Diese Linse gehört zur Gruppe der sphärischen Linsen. Die Brennweite der Linse ist negativ, die einfallenden Lichtstrahlen werden gebrochen, die ausfallenden Strahlen führen voneinander weg, so dass das Licht mit zunehmender Entfernung von der Linse schwächer wird. Konkave Linsen beziehungsweise Zerstreuungslinsen sind zumeist Teil eines Linsensystems, das Verzeichnungen und eine Aberration mindern soll. Zudem finden diese Linsen Verwendung bei der Herstellung von Weitwinkelobjektiven, die den Brennpunkt weiter nach hinten verschieben sollen.
Zubehör
Eigene Fotos zu machen ist heute sehr leicht. Einwegkameras sind äußerst günstig im Handel zu finden, Digitalkameras, die über die wichtigsten Basisfunktionen verfügen, ebenfalls. Bereits mit den günstigsten Kameras lassen sich recht gute Bilder auf der Familienfeier, im Urlaub oder auf dem Konzert machen. Wer es mit der Fotografie allerdings etwas ernster meint, kann je nach Kameramodell auf ein umfangreiches Zubehör zurückgreifen. Dies reicht von günstigen Stativen, über verschiedene Blitze bis hin zu recht teuren Objektiven mit hoher Brennweite und Lichtstärke. Je nach speziellem Anwendungsgebiet unterstützen diese Helferlein, die zumeist extra erworben werden müssen, den Fotografen bei der Anfertigung hochwertiger Aufnahmen.

Für welche Zubehörteile die Kamera ausgelegt ist, kann im Handbuch des Gerätes nachgelesen werden, das in der Regel im Lieferumfang enthalten ist. Dabei muss nicht immer auf das Zubehör des Herstellers der jeweiligen Kamera zurückgegriffen werden, das je nach Marke sehr teuer ausfallen kann. Auch Fremdhersteller haben entsprechendes Zubehör im Angebot. Vor dem Kauf eines Zubehörteiles von einem Fremdhersteller sollte allerdings noch einmal genau hingesehen werden, ob dieses auch kompatibel mit der Kamera ist. Zumeist gibt allerdings bereits eine kurze Recherche im Internet Aufschluss über diese Frage, auch der Verkäufer im Fachgeschäft gibt gern Auskunft.
Zurückspulen
Das Zurückspulen ist eine Funktion, die ausschließlich in Kameras vorkommt, die mit Filmmaterial arbeiten. Der Vorgang wird vorgenommen, wenn das letzte Bild des Filmes belichtet ist. Der Film wird dabei zurück in die Filmdose befördert. Erst nach Beendigung dieses Vorganges kann die Rückwand geöffnet und die Dose samt Film herausgenommen werden, ohne diesen zu beschädigen. Bei früheren Kameras, deren Film beim Fotografieren von Hand weitergedreht werden musste, um ein unbelichtetes Stück Film zu erhalten, musste der Vorgang des Zurückspulens ebenfalls per Hand vorgenommen werden.

Bei neueren Kameras geschieht das Zurückspulen automatisch, wenn das letzte Bild belichtet wurde. Einige spezielle Kameras waren so konzipiert, dass der gesamte Arbeitsvorgang gegenteilig ablief. Diese Kameras spulten den Film nach dem Einlegen auf das letzte Bild vor und transportierten bei den Aufnahmen Bild für Bild zurück in die Dose. Der entscheidende Vorteil bei diesen Kameras war, dass sich die belichteten Bilder bereits wieder in der Filmdose befanden, wenn durch eine Unachtsamkeit oder einen Unfall die Rückwand der Kamera geöffnet wurde. Dadurch wurde nur der Teil des Filmes beschädigt, der noch nicht belichtet war. Die bereits gemachten Aufnahmen blieben unbeschädigt.

Eine Schwierigkeit beim Vorgang des automatischen Zurückspulens war, dass bei analogen Kameras, die keine Einstellfunktion hatten zumeist der Film samt Filmlasche in der Dose verschwand. Bei der Entwicklung des Filmes war in diesem Falle einige Übung und Fingerspitzengefühl gefragt, da die Dose in völliger Dunkelheit geöffnet werden musste, um den Film herauszuholen, ohne ihn zu beschädigen. In diesem Falle konnte auch ein Filmrausholer aus Blech hilfreich sein, der dünn genug war, um in die Öffnung der Dose eingeführt zu werden. Der Haken griff in die Perforation des Films, so dass dieser herausgezogen werden konnte.

Zeit
Bei dem Begriff der Zeit handelt es sich um eine physikalische Größe mit der Einheit s und dem Formelzeichen t. Sie ergänzt in der Relativitätstheorie als vierte Koordinate die drei Koordinaten des Raumes. Allgemein wird unter der Zeit eine zusammenhängende Abfolge von Ereignissen bezeichnet, philosophisch ist die Zeit das Fortschreiten aus der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft, wobei nur die Gegenwart als Zeitpunkt definiert wird und die Vergangenheit und die Zukunft als raumartig getrennt verstanden werden. Die Zeit ist eine messbare Größe, die in der bürgerlichen Zeit durch den Lauf der Sonne beziehungsweise auf mechanische oder atomare Weise gemessen und unter anderem in den Zeiteinheiten Sekunde, Minute, Stunde und Tag angegeben wird. Größere Einheiten sind die Woche, der Monat und das Jahr. Für den Menschen ist der Zeitbegriff allerdings subjektiv, für jeden Menschen kann die Zeit aufgrund unterschiedlichen Zeitempfindens langsamer oder schneller voranschreiten. Mit diesem subjektiven Zeitbegriff beschäftigt sich die Psychologie. Aus physikalischer Sich jedoch ist jedes Zeitempfinden eine reine Illusion.
Zeitmessung
Die Messung der Zeit findet unter anderem nach astronomischen Prinzipien statt. Dies stellt die älteste bekannte Form der Zeitmessung dar. Eine wichtige Basis für diesen Prozess bildet die Rotation der Erde. Dies ist allerdings nicht ganz unproblematisch, da die sich Rotation der Erde aus mehreren Gründen ändert. So können meteorologische Effekte oder Massenverlagerungen in der Erde zu einer Verlangsamung der Rotation führen. Zudem verlangsamt die Reibung der Gezeiten zwischen Erde und Mond in jedem Jahrhundert zu einer Verlangsamung der Rotation um 0,0016 Sekunden. Die meteorologischen Effekte führen unter anderem dazu, dass die Rotation der Erde im Juni eines Jahres die Zeit im Vergleich zur standardisierten Weltzeit um 0,6 Sekunden verlangsamt wird, wohingegen im November die Uhren sozusagen 0,5 Sekunden vorgehen. Aus diesem Grund wurde eine Standardzeit eingeführt, die sogenannte Weltzeit oder dynamische Zeit ein, welche die Zeit nach kürzeren periodischen Prozessen messen. Den geringsten Abstand zwischen zwei Perioden weisen derzeit die Atomuhren auf, welche die Zeit mit atomaren Schwingungsprozessen ermitteln. Daher gelten sie als die genaueste Möglichkeit, die Zeit zu ermitteln, ihre Abweichung beträgt lediglich eine Sekunde in 30 Millionen Jahren.

Der Zeitbegriff in Kultur und Wissenschaft

Zwar scheinen alle Menschen derselben Zeit zu unterliegen, doch ein einheitlicher Zeitbegriff existiert außerhalb der naturwissenschaftlichen Fachkreise nicht. So haben die Menschen je nach Priorität einen anderen Zeitbegriff und teilen sich die Zeit individuelle in. Beispielsweise wird der Begriff Tag von einigen Menschen als Synonym für ihre Arbeitszeit verwendet, für andere umfasst der Begriff den Zeitraum der Sonnenstunden von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang oder den gesamten Zeitraum eines Tages. Im Laufe der Generationen haben sich zahlreiche kulturspezifische Zeitbegriffe etabliert, die sich gegenseitig ausschließen können. So wurde bereits früh in den Kulturen ein zyklischer Zeitbegriff entwickelt, der auf der ewigen Wiederkehr von Ereignissen beruht. Dieser Zeitbegriff basiert auf den zyklischen Prinzipien der Astronomie, den immer wiederkehrenden Mondphasen, dem ewigen Kreislauf von Tagen, Monaten, Jahren und den Jahreszeiten. Dem gegenüber steht der sogenannte eschatologische Zeitbegriff, der von einem definierten Anfangspunkt ausgeht und in einem Endpunkt kulminiert. Dieser Begriff ist aufgrund der Weltreligionen weit verbreitet, die von der Schaffung der Erde und der Schöpfungsgeschichte als Anfangspunkt ausgehen und an deren Ende der Untergang der Welt und das himmlische Gericht stehen. Hieraus hat sich das geradlinige Zeitkonzept entwickelt, das derzeit noch in den westlichen Naturwissenschaften als Arbeitsgrundlage besteht. Anfangs- und Endpunkte werden hierbei allerdings nicht angenommen. Von dieser geradlinigen Zeitvorstellung wird allerdings nach und nach abgerückt. Das relative junge aber stetig wachsende Fachgebiet der Quantentheorie geht mittlerweile von einem dilatierenden Zeitbegriff aus, in dem sich die Zeit in jedem Augenblick teilt.
Zeitalter
Der Begriff Zeitalter bezeichnet einen begrenzten Geschichtsabschnitt, dem gemeinsame, verbindende Merkmale zugrunde liegen. Je nach Gebiet hat der Begriff jedoch unterschiedliche Bedeutung. So wird in der Astrologie das Durchlaufen des Frühlingspunktes durch ein einzelnes Tierkreiszeichen als Zeitalter bezeichnet. Die Geologie kennt hingegen Erdzeitalter, die mehrere Jahrmillionen umfassen. Im kulturellen Bewusstsein der Menschen sind vor allem die mythischen und religiösen Zeitalter von Relevanz. So gingen die antiken Griechen davon aus, dass die Welt fünf Zeitalter durchlaufen muss, bevor ein Zyklus endet und die Welt in einem Weltenbrand eine neue Form erhält. Eine ähnliche Auffassung haben bestimmte christliche Strömungen, die von sieben Zeitaltern á tausend Jahren ausgeht, bevor die Offenbarung des Johannes beginnt. Der Begriff des Zeitalters wird häufig fälschlicherweise mit Ära oder Periode gleichgesetzt. Vor allem die Verwendung des Begriffes Epoche als Synonym für das Zeitalter ist falsch, da die Epoche den Beginn eines Zeitalters markiert, also ein Zeitpunkt ist und nicht wie das Zeitalter ein Zeitraum.
Zeitalter des Wassermanns
Das Zeitalter des Wassermanns, auch Wassermannzeitalter oder Age of Aquarius genannt, ist ein Begriff aus der Astrologie und der Esoterik und vor allem in der New-Age-Bewegung verbreitet. Der Begriff umfasst einen Zeitraum von knapp 2.000 Jahren, in denen der Frühlingspunkt durch das Sternbildes des Wassermanns zieht.

Hintergrund

In dieser Theorie werden astronomische und astrologische Prinzipien stark vermischt. So verwenden beispielsweise astrologische und esoterische Bewegung zur Datierung ihrer Systeme idealisierte Sternbilder, die sogenannten Tierkreiszeichen. Diese basieren zwar theoretisch auf den astronomischen Sternbildern, sind jedoch nach den Prinzipien der vedischen Astrologie vereinheitlicht worden, wodurch alle Tierkreiszeichen einen Abschnitt von 30° aufweisen. Dies ist jedoch bei den astronomischen Sternbildern nicht gegeben, diese sind unterschiedlich lang. So benötigt der Frühlingspunkt auf seinem Weg durch das Zeitalter des Wassermannes in der Realität knapp 2160 Jahre statt der 2000 Jahre, die von den esoterischen Bewegungen aufgrund der idealisierten 30° errechnet wurden. Zudem ist der Zeitpunkt des Eintrittes in das Zeitalter des Wassermannes innerhalb verschiedener esoterischer Gruppierungen umstritten. So geht der Anthroposoph Rudolf Steiner davon aus, dass das Zeitalter der Fische erst 1413 begann und vom Zeitalter des Wassermannes erst im Jahr 2160 abgelöst wird. Gisela Gorrissen, ebenfalls Anthropologin, setzt den Beginn des Wassermannzeitalters hingegen auf das Jahr 2200 fest, wobei die Kulturepoche, die das Wassermannzeitalter hervorbringen soll, erst 1400 Jahre später eintritt, da die erhoffte Bewusstseinsänderung so lange dauere. Die Ungenauigkeiten zwischen den einzelnen Datierungen des Beginns des Zeitalters des Wassermanns werden unter anderem damit begründet, dass die einzelnen Zeitalter nicht scharf voneinander abgegrenzt werden können, sondern es vielmehr zu einer Überlappungszeit kommt, in denen sich die Prinzipien des untergehenden und des aufgehenden Zeitalters bekämpfen. Dieser Übergang wird mit 200 Jahren angegeben, weshalb bereits in den 1960er Jahren enthusiastische New-Age- und Wassermannanhänger, die aus der Hippieszene stammten, den Beginn des neuen Zeitalters ausriefen.

Weltanschauungen

Zahlreiche Gruppierungen erwarten derzeit das Zeitalter des Wassermannes, darunter Esoteriker, Okkultisten, New-Age-Anhänger, Anthroposophen und Theosophen, die anglo-indischen philosophischen Prinzipien anhängen. Ihrer Ansicht nach muss in dieser Zeit der Übergang in ein neues Zeitalter stattfinden, da vor knapp 2000 Jahren das Zeitalter der Fische begann, das von der Geburt Jesu Christi eingeleitet wurde. Die Anhänger erwarten die Rückkehr uralter mythologischer Prinzipien und den Beginn eines Goldenen Zeitalters, in dem Friede herrscht. Einige christliche Gruppierungen hingegen erwarten das genaue Gegenteil. Sie sind der Ansicht, dass diese Bewegung den Erlösergedanken ablehnt, der in der Heilsgeschichte formuliert wurde. Ihrer Befürchtung nach arbeiten die Esoteriker und New-Age-Anhänger mehr oder weniger bewusst auf die Ankunft des Antichristen hin, der die Offenbarung des Johannes einleiten und im Wassermannzeitalter herrschen werde.
Zeitumstellung
Die Zeitumstellung bezeichnet einen Vorgang der jährlich zweimal stattfindet und bei dem die Uhrzeit nach einem staatlich vorgegebenen Schema umgestellt werden. Die sogenannte Sommerzeit wird in Mitteleuropa in der Nacht des letzten Märzsonntages um 02:00 Uhr eingestellt. Dabei wird die Uhr um eine Stunde auf 03:00 Uhr vorgestellt. Diese Zeit gilt bis zum letzten Oktobersonntag um 03:00 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt wird die Uhr wieder eine Stunde auf 02:00 Uhr, auf die sogenannte Normal- oder Winterzeit, zurückgestellt. Der Vorgang ist seit 1980 in Deutschland verbindlich, seit 2001 gilt er in der ganzen Europäischen Union. Der Vorgang der Zeitumstellung ist allerdings nicht unumstritten, da sich der erhoffte Effekt der Einsparung von Energie nicht eingestellt hat. Darüber hinaus ruft die Umstellung der Uhrzeiten bei vielen Menschen Beschwerden hervor, da mit diesem Vorgang empfindlich in den menschlichen Biorhythmus eingegriffen wird. Daher hat sich seit einiger Zeit eine Lobby gebildet, welche für die Abschaffung der Zeitumstellung kämpft.
Zeitzone
Zeitzonen sind abgegrenzte Bereiche auf der Erde, die parallel zu den Längengraden verlaufen und die sich durch eine staatlich geregelt Uhrzeit definieren. Bereits 1884 wurden diese Zonen in der Form festgelegt, in der sie auch heute noch weitgehend existieren. Ideale Zonenzeiten sind in der Regel 15° breit. Allerdings existieren auch politisch motivierte Ausnahmen, die realen Zeitzonen, bei denen die Bereiche ausgedehnt wurden, etwa, um einzelne Teile einer Nation in der eigenen Zone zu halten, obwohl sie außerhalb lägen. So wird unter anderem derzeit beratschlagt, Länder, die zur Europäischen Union gehören, diese in die MEZ zu holen, um die europäische Einheit zu stärken. Zeitzonen beinhalten sowohl Landes- als auch Meeresteile und reichen von Pol zu Pol, wodurch sie die Form eines Kugelzweiecks aufweisen. Da eine Zeitzone ein größeres Gebiet umfasst, kann in ihr praktisch keine einheitliche Zonenzeit herrschen. Diesem Umstand wurde durch staatliche Regelungen abgeholfen, welche die mittlere Sonnenzeit, also die Zeit, die in der Zonenmitte herrscht, für die gesamte Zeitzone festgelegt wurde. Da die Zeitzonen 15° breit sind, ergibt sich daraus für die jeweils nebeneinanderliegenden Zeitzonen eine Differenz von einer vollen Stunde. Bei der Zeitzone 12, die sich im Pazifik befindet, ergibt sich ein Datumssprung.
Zodiak
Der Begriff Zodiak, besser bekannt als Tierkreis, bezeichnet die Sternbilder der Ekliptik, die vom Frühjahrspunkt durchzogen werden. Dabei handelt es sich um eine Zone um die Ekliptik, die knapp 20 Grad breit ist. Bereits in der Antike wurden 48 Tiersternbilder entdeckt, von denen zwölf abgeleitet wurden, die sich in der Ekliptik befinden. Auf diese Tierkreiszeichen beruft sich auch die Astrologie bei der Erstellung von Horoskopen. In den 1930er Jahren wurde die Ekliptik neu kartografiert, wobei entdeckt wurde, dass sich ein 13. Sternbild innerhalb der Ekliptik befindet und daher mit einberechnet werden muss – der Schlangenträger. Die Ekliptiksternbilder sind unterschiedlich groß, sodass der Frühlingspunkt unterschiedlich lange Zeit benötigt, diese zu durchqueren. In der Astrologie wurden die Sternbilder einfach auf eine Größe von 30° vereinheitlicht, der Schlangenträger wird weiterhin kaum beachtet.
Zoroastrischer Kalender
Beim zoroastrischen Kalender handelt es sich um ein antikes Kalendersystem, das auf solaren Prinzipien beruht. Dieses Kalendersystem besteht aus drei Versionen des Kalenders. Sie unterscheiden sich hauptsächlich darin, dass sie ein anderes Jahr als Kalenderbeginn festgesetzt haben. Zudem ist der Jahresbeginn bei jedem Kalender unterschiedlich.

Geschichte

Der Zeitpunkt der Einführung des zoroastrischen Kalenders ist unbekannt. Die ältesten bekannten Monatsnamen des Kalenders in persischer Sprache lassen sich dank der dreisprachigen Inschrift von Behustin auf rund 500 vor Christus zurückführen und finden sich im Bundahischn. Ursprünglich verfügte der Kalender über keine Schaltregelung, wodurch er sich Jahr für Jahr zum Sonnenjahr verschob. Auch nach der Reformierung des Kalenders und der Einfügung von fünf Epagomenen fehlte ein Viertel eines Tages, sodass der Kalender alle vier Jahre um ein Jahr zurückging und sich die wichtigsten Daten schnell nicht mehr mit den Jahreszeiten deckten. Der Sassanidenherrscher Kavad I. verlegte den Beginn des neuen Jahres 500 nach Christus auf den Monat, der sich nahe dem Frühjahrsäquinoktium befand. Mit der Islamisierung Persiens wurde der zoroastrische Kalender zunehmend verdrängt und schlussendlich weitgehend durch den islamischen Kalender, einen Mondkalender ersetzt. Perser, denen die Flucht gelang, bewahrten allerdings ihren alten Kalender und nutzten ihn in ihren Gemeinden weiterhin. 1940 fand die letzte Reformation des zoroastrischen Kalenders statt.

Aufbau

Der zoroastrische Kalender unterteilt das Jahr in zwölf Monate á 30 Tage sowie fünf Epagomenen, Zusatztage, die keinem Monat zugeordnet werden. Das Gemeinjahr beträgt damit 365 Tage, wodurch sich der zoroastrische Kalender alle vier Jahre gegenüber dem gregorianischen Kalender um einen Tag verschiebt. Beim Fasli-Kalender, der auf saisonalen Gegebenheiten, also den Jahreszeiten aufbaut, ist dies allerdings nicht der Fall, dieser weist zusätzlich noch eine Schaltregelung auf, die alle vier Jahre greift und in der ein zusätzlicher Tag eingeschoben wird. Die Jahre des Kalenders werden fortlaufend gezählt, wobei sie jedoch noch in verschiedene Ären eingeteilt werden, die von bedeutenden Epochen, wie der Thronbesteigung oder der Ermordung eines Herrschers bestimmt werden.
Zyklus
Der Begriff Zyklus bezeichnet Ereignisse oder Prozesse, die periodisch wiederkehren und die sich durch eine Gleichartigkeit oder zumindest eine hohe Vergleichbarkeit oder Ähnlichkeit auszeichnen. So werden der Umlauf des Mondes um die Erde und der Umlauf der Erde um die Sonne als Zyklus bezeichnet, ebenso der daraus resultierende Tages-,  Monats- und Jahreslauf.